Aktuelles

  • Unsere neue Webseite

    Das Team der Mommsen-Gesellschaft freut sich, Ihnen unseren neuen Webauftritt zu präsentieren. Von der Optik her ändert sich wenig, damit Sie sich nicht umzugewöhnen brauchen. Nur die Startseite wurde zur besseren Übersicht neu strukturiert und um den Veranstaltungskalender erweitert.

    Unter den Menüs in der Kopfzeile haben wir etwas „aufgeräumt“ und klarer als bisher die Angebote der Mommsen-Gesellschaft herausgestellt. Unter dem Punkt „Unsere Angebote“ erwartet Sie das gesamte Spektrum unserer Veranstaltungen und Förderungen, unter „Unser Service“ finden Sie einerseits Anträge (z.B. auf Mitgliedschaft oder zum Abonnieren unserer Informationsangebote), andererseits Rubriken mit nützlichen Hinweisen (Dissertations- und Habilitationsverzeichnis, NFDI) und nicht zuletzt unser Archiv, das zum Blättern einlädt.

    Ganz neu stellen wir Ihnen einen Leitfaden für ein standardisiertes Forschungsdatenmanagement für die Altertumswissenschaften zur Verfügung, den Sie über den Button „Qualitätssicherung datenbasierter Forschung“ auf der Startseite unten erreichen.

    Angesichts der fortschreitenden digitalen Transformation auch in den klassischen Altertumswissenschaften ist eine systematische Qualitätssicherung im Bereich des datenbasierten Arbeitens notwendig. Um dieser Herausforderung zu begegnen, wurde ein Leitfaden entwickelt, der konkrete Empfehlungen für replizierbare Workflows und ein standardisiertes Forschungsdatenmanagement nach den FAIR-Prinzipien bietet. Ergänzend dazu bietet eine integrierte Protokollvorlage als praktische Hilfestellung ein Muster für standardisiertes und reproduzierbares Arbeiten, um die erzielten Ergebnisse systematisch in die fachwissenschaftliche Interpretation zu überführen.

    Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Erkunden unserer neuen Webseite. Uns ist bewusst, dass wir (noch) nicht alle Wünsche erfüllen können, aber wir arbeiten daran. Unser Hauptaugenmerk gilt einem internen Mitgliederbereich, der vor allem das lang vermisste Mitgliederverzeichnis enthalten wird.

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  • 18. Männliche Mobilität, weibliche Handlungsmacht

    Soziale Organisation und ökonomische Praxis an der Ostadriaküste
    in hellenistischer und römischer Zeit

    Rebecca Kreßner, Münster

    Liburner, Illyrer und Epiroten – wenn die griechischen und römischen Autoren vom 4. Jhd. v. Chr. bis in die römische Zeit hinein über diese Völkerschaften an der östlichen Adriaküste berichten, zeigen sie sich nicht selten erstaunt oder befremdet von dem, was sie sahen. Denn die dortigen Frauen waren für die Autoren ungewöhnlich präsent und tatkräftig, sie bewegten sich ungezwungen in ihrer Gesellschaft und sollen diese geradezu beherrscht haben. Die Männer wiederum begegnen in den Quellen überwiegend als Seefahrer und Seeräuber, Hirten oder Söldner – Tätigkeiten, mit denen sie für ihren Lebensunterhalt sorgten, für die sie jedoch in die Ferne ziehen mussten und daher für längere Zeit von ihren Familien abwesend waren. Hängt die prominente Position der Frauen mit diesem Umstand zusammen? Inwiefern bedingten sich Wirtschaftsweisen und soziale Strukturen der ostadriatischen Völkerschaften?

    Die Studie Männliche Mobilität, weibliche Handlungsmacht (Dissertationsschrift, Universität Trier) untersucht ebendiese Wechselwirkungen, denn die Liburner, Illyrer und Epiroten haben in wirtschafts-, sozial- und geschlechtergeschichtlicher Hinsicht einiges zu bieten: Nicht nur die antiken Autoren erwähnen die Frauen in ihren Werken, auch die erhaltenen Inschriften weisen eine hohe Präsenz von Frauen auf und zeigen sie in wichtigen Positionen in ihren Familien und als handlungsmächtige Akteurinnen bei verschiedenen Tätigkeiten in ökonomischen und rechtlichen Kontexten.

    Die Arbeit richtet mithin neben einer Darstellung der jeweiligen Lebenswelt der Liburner, Illyrer und Epiroten das Augenmerk besonders darauf, wie sich eine systematische – das heißt, eine regelmäßig und jeweils über längere Zeiträume stattfindende – Abwesenheit der Männer auf soziale Strukturen auswirkte.

    Auszugehen war von den folgenden Prämissen: Ohne die (körperlich fitten) Männer waren es die erwachsenen Frauen, die die hauptsächlichen Arbeitskräfte eines Haushaltes stellten und diesen in der Zwischenzeit am Leben erhalten mussten. Seefahrer, Söldner sowie Viehzüchter, die angesichts der von hohen und schroffen Gebirgszügen dominierten Landschaft der Ostadriaküste je nach Jahreszeit zwischen Weiden auf den verschiedenen Höhenlagen der Berge hin- und herwechselten, konnten nicht jeden Abend ihre erwirtschafteten Gewinne oder Beutestücke zu ihrer Familie bringen – die an der Wohnstatt bleibenden Familienmitglieder mussten durch eigene ökonomische Tätigkeit ihre Versorgung sicherstellen. Wenn die Frauen einer solchen nachgingen, mussten sie zugleich die Betreuung ihrer Kinder gewährleisten, wofür sie unterstützende Strukturen benötigten, etwa, indem sie mit weiteren Verwandten zusammenlebten, von denen ältere Personen diese Aufgabe – sowie weitere körperlich nicht zu anspruchsvolle – übernehmen konnten. Weiterhin müssen die Frauen eine gewisse Geschäftsfähigkeit besessen haben, um die Handlungsfähigkeit der Familie nach außen hin zu bewahren, auch dann, wenn den Männern unterwegs etwas zustoßen sollte.

    In der Tat weisen die literarischen und inschriftlichen Quellen einschlägige Anhaltspunkte auf, die die Frauen in genau diesen drei Bereichen der Arbeitskraft, der Haushaltsstruktur und der Geschäftsfähigkeit zeigen.

    M. Terentius Varro, der während eines Feldzuges wahrscheinlich persönlich vor Ort war, staunt über die schwer arbeitenden illyrischen und liburnischen Frauen, die er überall zu sehen bekam. Sklavinnen und Sklaven arbeiteten häufig an deren Seite und befanden sich oftmals im Besitz der Frauen oder der gesamten Familie. Die Bleitäfelchen aus dem Orakelheiligtum in Dodona zeigen Frauen, die wirtschaftliche Überlegungen anstellen, legen aber auch nahe, dass sich etliche Familien nicht nur auf ein Standbein verließen, um Einkommen zu erzielen, sondern für mehrere und parallel auszuübende Tätigkeiten offen waren.

    Was die Haushaltsstrukturen angeht, führen zahlreiche Grab- und Freilassungsinschriften Familien vor Augen, die nicht nur aus der Kernfamilie – Mutter, Vater, Kinder – bestanden, sondern auch Verwandte des erweiterten Familienkreises umfassten. Mitunter sind regelrechte ‚Patchworkfamilien‘ zu erkennen. Häufig weisen sie ein matrilokales Residenzmuster auf, das heißt, dass hier Männer nach ihrer Eheschließung zur Familie ihrer Ehefrau gezogen sind. Dieses Muster kommt auch dann vor, wenn eine Familie Söhne – und nicht ausschließlich Töchter – besaß, und ist folglich nicht als Notfallmechanismus bei fehlendem männlichen Nachwuchs zu verstehen, sondern stand in Wechselwirkung mit wirtschaftlichen Tätigkeiten, die bei männlicher Abwesenheit zu mehr auf Frauen bezogenen Strukturen führen konnten.

    Weiterhin zeigen die Quellen eine hohe Geschäftsfähigkeit der Frauen: Sie waren ohne Vormund besitz- und vermögensfähig, veräußerten Besitz, erbten und vererbten, schlossen Kauf- und Mietverträge ab oder bekamen ein Bürgerrecht (politeia) verliehen. Viele von ihnen besaßen eigene Sklavinnen und Sklaven und waren maßgeblich für die Gestaltung von Familiengrabsteinen und damit für die Repräsentation der Familie für die Nachwelt verantwortlich. Generell zeigt sich eine Sozialisierung, die Frauen auf eine mündige Rolle in der Gemeinschaft vorbereitete, die sie ausfüllen mussten, wenn ihre Männer häufig abwesend waren. Die Quellen zeigen: Die Familien an der antiken Ostadriaküste reagierten flexibel auf ihre jeweiligen Lebensumstände und entwickelten unterschiedliche Strategien, um ihnen zu begegnen. Da ökonomische Tätigkeiten immer auch praktisch durchführbar sein mussten, trugen soziale Strukturen dem Rechnung, und hier treten uns Frauen und ihr Wirken in entscheidender Weise entgegen. Denn mobile Wirtschaftsweisen wie Seefahrt, Viehzucht oder ein ‚hauptberufliches‘ Kriegerdasein, denen vor allem Männer nachgingen, waren häufig erst auf der Grundlage der Arbeit ihrer Frauen und sonstigen Angehörigen durchführbar, deren ökonomische Bedeutung nicht länger unterschätzt oder kleingeredet werden sollte. Dies gilt nicht nur für die Ostadriaküste, sondern dürfte sich auch auf weitere Regionen des antiken Mittelmeerraumes anwenden lassen.

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  • Demo: Archäologie bleibt! Gemeinsam gegen die Schließung des Instituts für Archäologie an der HU!

    Demo: 4. Juni 10 Uhr, Berlin, Unter den Linden 6, Haupteingang

    Kämpft mit uns gegen die Hochschulkürzungen!

    Liebe Unterstützer*innen der Archäologie,

    in wenigen Tagen ist es so weit: Jetzt kommt es darauf an, sichtbar zu werden!

    Wir möchten Sie deshalb noch einmal herzlich einladen und darum bitten, die Demonstration gegen die geplante Schließung des Instituts der Archäologie an der HU Berlin in Ihren Netzwerken zu teilen. Jede Weiterleitung, jeder Aushang und jede persönliche Einladung hilft dabei, möglichst viele Menschen zu erreichen!

    ‼️ Demonstration am 04.06.2026 ab 10 Uhr ‼️

    📍 Start: Unter den Linden 6, Haupteingang der HU Berlin; ab 10 Uhr
    🏛️ Zwischenstopp: Freitreppe des Alten Museums
    📍 Abschlusskundgebung: Vorplatz des Roten Rathaus

    Während der Berliner Senat tagt, werden wir deutlich machen, dass Kultur, Wissenschaft und Bildung keine Randthemen sind. Wir wollen zeigen, dass die geplanten Einschnitte nicht unwidersprochen bleiben!

    📢 Es werden Redebeiträge der Studierenden, von Vertreter*innen aus den Staatlichen Museen, von Vertreter*innen des Berliner Antike-Kollegs, des RefRats (gesetzl. AStA) und der Sammlungsleitung der Sammlung des Instituts für Archäologie gehalten. 📢

    Deshalb unsere Bitte: Kommen Sie selbst zur Demonstration und bringen Sie Kolleg*innen, Freund*innen, Studierende und weitere Interessierte mit. Je mehr Menschen vor Ort sind, desto stärker wird das Signal, das wir senden.

    Falls Sie selbst nicht teilnehmen können, freuen wir uns weiterhin über Unterstützung durch das Teilen unserer Aufrufe sowie durch die

    Unterzeichnung unserer Petition:

    https://weact.campact.de/petitions/schliessung-des-instituts-fur-archaologie-an-der-hu-berlin

    Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Solidarität. Wir freuen uns darauf, viele von Ihnen am 04.06. auf der Straße zu sehen!

    Mit besten Grüßen,

    FSR Klassische Archäologie & FSI AKNOA

    Fachschaftsrat Klassische Archäologie der Humboldt-Universität zu Berlin

    Institut für Archäologie

    Winckelmann-Institut

    Unter den Linden 6

    10099 Berlin

    Von uns ins Leben gerufene Petition gegen die Schließung unseres Instituts: https://weact.campact.de/petitions/schliessung-des-instituts-fur-archaologie-an-der-hu-berlin

    E-Mail: johannwinckelmann@yahoo.de

    Instagram: http://www.instagram.com/fsr_klassische_archaeologie_hu/

    Website: https://www.archaeologie.hu-berlin.de/de/lehrbereich_klarcho/winckelmann/fachschaft-1

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  • Umfrage zu Arbeitsbelastung, Zufriedenheit und mentaler Gesundheit im altertumswissenschaftlichen Mittelbau an deutschen Universitäten

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,
    gerne möchten wir Sie zur Teilnahme an der Umfrage zu Arbeitsbelastung, Zufriedenheit und mentaler Gesundheit im altertumswissenschaftlichen Mittelbau an deutschen Universitäten einladen. 
    Die Umfrage ist explizit an alle altertumswissenschaftlichen Fächer gerichtet.


    Die kommende Jahrestagung des Deutschen Archäologenverbands (DArV) hat das Thema „Zeitenwende?“ und befasst sich mit den gesellschaftlichen und anderen Veränderungen und ihren Auswirkungen auf (archäologische) Studiengänge und Berufsfelder. Im Vorfeld dieser Tagung veranstaltet der DArV eine anonyme Umfrage unter den wissenschaftlichen Mitarbeitenden im sog. Mittelbau an Universitäten in Deutschland; die Teilnahme ist freiwillig und anonym. Mit Ihrer Teilnahme helfen Sie uns, die Arbeitsbedingungen im Mittelbau der altertumswissenschaftlichen Fächer zu erfassen. Die Umfrage dauert ca. 15 Minuten.

    Zusätzlich zu dieser Umfrage wird es eine Befragung speziell von Habilitierenden im befristeten klassisch-archäologischen Mittelbau geben; die Umfragen ergänzen sich.
    Für die Weiterleitung dieser Email und der Umfragelinks/QR-Codes wären wir sehr dankbar.

    Mit freundlichen Grüßen
    Polly Lohmann
    Umfrage befristeter Mittelbau:

    Umfrage unbefristeter Mittelbau:

    Dr. Polly Lohmann
    Akademische Oberrätin | Kuratorin der Antikensammlung
    Heidelberg Center for Cultural Heritage | Institut für Klassische Archäologie und Byzantinische Archäologie
    Postadresse: Universität Heidelberg Antikensammlung Marstallhof 4 69117 Heidelberg
    Polly.Lohmann@uni-heidelberg.de
    https://www.instagram.com/antikensammlung_heidelberg/

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  • Manifest zur Förderung der Geisteswissenschaften und der klassischen Sprachen

    Die Delegazione della Svizzera Italiana (DSI) der Associazione Italiana di Cultura Classica (AICC) hat ein Manifest zur Förderung der Geisteswissenschaften und der klassischen Sprachen erarbeitet und veröffentlicht. Den vollständigen Text finden Sie weiter unten.

    Wenn Sie die Zielsetzungen und Inhalte des Manifests ebenfalls grundsätzlich teilen, laden wir Sie herzlich ein, es zu unterzeichnen, indem Sie auf den folgenden Link klicken und das Online-Formular ausfüllen: https://manifesto26.ch/index.php

    Associazione Italiana di Cultura Classica

    Delegazione delle Svizzeria Italiana

    www.culturaclassica.ch – segreteria@culturaclassica.ch

    M A N I F E S T O
    per la formazione umanistica
    nelle nostre scuole

    www.manifesto26.ch


    marzo 2026
    Quale misura comune di eccellenza fra le nostre diverse lingue abbiamo in
    letteratura che non sia la misura classica? Quale intelligibilità reciproca possiamo
    sperare di preservare, se non nella nostra eredità comune di pensiero e di
    sentimenti in quelle due lingue [latina e greca], per la cui comprensione nessun
    popolo europeo è in una posizione di vantaggio rispetto a un altro?
    T. S. Eliot, What is a Classic?


    MANIFESTO PER LA FORMAZIONE UMANISTICA NELLE NOSTRE SCUOLE

    1. Nell’attuale contesto culturale e sociale, caratterizzato da profondi mutamenti e da un uso mistificato del
      linguaggio, la formazione umanistica continua a rivestire un ruolo fondamentale nel cogliere il
      cambiamento e nel fornire le coordinate concettuali per interpretarlo. Chiediamo perciò che l’istituzione
      scolastica continui a riservare alla formazione umanistica uno spazio adeguato, coerente con le finalità
      educative proprie della scuola secondaria di primo e secondo grado.
    2. La nostra cultura, genericamente definita “occidentale”, si è sviluppata attraverso un confronto organico
      con il patrimonio ereditato dall’età classica. Dalla filosofia greca e dalla medicina antica, per esempio,
      trae origine il sostrato del pensiero scientifico moderno, mentre il diritto romano costituisce tuttora
      l’impianto di base di molti ordinamenti giuridici. Il Rinascimento, punto di partenza del rilancio culturale
      e scientifico fino ai nostri giorni, si è esplicitamente richiamato alla riscoperta delle fonti greche e latine.
      Rivolgersi oggi ai classici non è un esercizio nostalgico, ma un atto critico: consente di acquisire la
      coscienza di un insieme complesso in continua evoluzione per analizzare il presente e pianificare il
      futuro.
    3. Attraverso il greco e il latino è possibile entrare in contatto diretto con i grandi pensatori del passato e
      con i testi fondativi della cultura europea, non come spettatori, ma come interlocutori. È un confronto
      che attraversa i secoli e continua a interrogare il presente, perché i temi fondamentali dell’esperienza
      umana non cambiano. A scuola questo dialogo diretto rende ogni studente protagonista di un percorso
      che favorisce un alto apprendistato cognitivo e promuove l’educazione intellettuale a vantaggio di una
      più profonda comprensione di sé e del mondo.
    4. L’apprendimento delle lingue classiche assume anche valenze più specifiche, preziose e attuali oggi più
      che mai. Nella misura in cui sollecita la riflessione sulla lingua come sistema che articola la percezione
      del reale, lo studio del greco e del latino allena processi di astrazione ad alto livello di rigore e precisione.
      Nel contempo, quello straordinario esercizio del gusto espressivo che è l’atto individuale del tradurre
      educa la capacità di sintesi e la creatività. La traduzione, se da un lato contribuisce a maturare un
      approccio rigoroso ai vari campi del sapere, dall’altro abitua al confronto costruttivo con l’alterità.
    5. Soprattutto per chi parla una lingua neolatina, la conoscenza dell’eredità classica mantiene viva la
      coscienza di quanto permane e si trasforma nel tempo: da un lato, consente di affinare la competenza
      nella propria lingua anche in chiave diacronica; dall’altro, permette di accostarsi consapevolmente alle
      opere fondamentali della letteratura italiana e di altre letterature europee. Nell’attuale mondo
      globalizzato, e nella Svizzera plurilingue, lo studio del latino e del greco costituisce un contributo decisivo
      alla difesa della cultura italofona e promuove la coesione confederale nella diversità linguistica.
      Manifesto per la formazione umanistica nelle nostre scuole
      www.manifesto26.ch
    6. L’attuale tendenza dell’insegnamento privilegia finalità pratiche e competenze immediatamente
      spendibili. Una scuola che intenda interpretare pienamente il proprio mandato educativo non può
      tuttavia rinunciare al contributo che la formazione umanistica offre, tanto più a fronte di sviluppi
      tecnologici che incoraggiano la bulimia informativa, l’atrofia cognitiva e l’appiattimento sul presente.
      Quanti condividono in tutto o in parte queste riflessioni auspicano che venga intrapreso tutto il possibile
      per promuovere percorsi formativi in cui la dimensione umanistica, per le sue specifiche e riconosciute
      valenze, rimanga irrinunciabile. È urgente che la scuola torni a valorizzare con convinzione l’apporto della
      formazione umanistica e adotti misure concrete a sostegno anche delle lingue antiche nella loro specifica
      identità.
      Delegazione della Svizzera Italiana
      dell’Associazione Italiana di Cultura Classica
      Benedino Gemelli (presidente)
      Lucia Orelli Facchini (vicepresidente)
      Primi firmatari, presidenti di Enti e Associazioni culturali o del mondo formativo della Svizzera italiana:
    • Associazione Amici del m.a.x Museo, la presidente Nicoletta Ossanna Cavadini
    • Associazione Amici del Teatro di Locarno, il presidente Diego Erba
    • Associazione Archeologica Ticinese (AAT), il presidente Stelio Righenzi
    • Associazione Athena Cultura, il presidente Matteo Quadranti
    • Associazione Biblioteca Salita dei Frati (ABSF) Lugano, il presidente Aurelio Sargenti
    • Associazione ChiassoLetteraria, Festival Internazionale di letteratura Chiasso, il coordinatore Marco Galli
    • Associazione CulturAltura, il presidente Adriano Milani
    • Associazione dei Docenti delle Scuole Medie Superiori ticinesi (ADSMS), i copresidenti Urs Dudli e Paolo Galbiati
    • Associazione Essere a scuola, il presidente Virginio Pedroni
    • Associazione Eventi letterari Monte Verità, il presidente Raphaël Brunschwig
    • Associazione LaFilanda, il presidente Carlo Croci
    • Associazione Locarno Film Festival, il presidente onorario Marco Solari
    • Associazione NEL – Fare arte nel nostro tempo, la presidente Cristina Bettelini
    • Associazione Storiche e Storici dell’arte della Svizzera Italiana (ASASI), le copresidenti Ada Cattaneo e Anna Lisa Galizia
    • Associazione Ticinese degli Insegnanti di Storia (ATIS), il presidente Maurizio Binaghi
    • Associazione Ticinese Terza Età (ATTE), il presidente Giampaolo Cereghetti
    • Bibliomedia Svizzera italiana, la direttrice Valeria Lucentini
    • Circolo del Cinema di Bellinzona, il responsabile artistico Michele Dell’Ambrogio
    • Club Plinio Verda, il presidente Diego Erba
    • Conservatorio Internazionale di Scienze Audiovisive (CISA), il presidente Lorenzo Sganzini
    • FestivalLibro Muralto, il direttore artistico Renato Martinoni
    • Fondazione Eranos, il presidente Fabio Merlini
    • Fondazione dell’Orchestra della Svizzera italiana (OSI), il presidente Mario Postizzi
    • Fondazione FAI Internazionale Svizzera Lugano, la presidente Simona Garelli Zampa
    • Movimento della scuola (MdS), i copresidenti Alessandro Frigeri e Stefania Maina
    • Quaderni ticinesi di Numismatica e Antichità Classiche (NAC), il direttore Andrea Bignasca
    • Società Dante Alighieri Locarno, il presidente Carlo Monti
    • Società Filosofica della Svizzera Italiana (SFSI), la presidente Guenda Bernegger
    • Società Storica Locarnese, la presidente Rachele Pollini
    • Società Svizzera per la Protezione dei Beni Culturali (SSPBC), il vicepresidente Nadir Sutter
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