Ausstellungen

  • ZODIAC-Ausstellung „Schicksal in den Sternen. Die Anfänge des Tierkreises“

    21.03.2026–10.01.2027
    Berlin; Neues Museum

    Flyer
    https://www.berlin.de/tickets/ausstellungen/schicksal-in-den-sternen-die-anfaenge-des-tierkreises-111f1ace-e88d-419b-bd5d-8bd16d261ac8/

  • Prolongation de l’exposition “Nouvelles d’Anticythère”

    Verlängert bis 6. Mai 2026

    L’exposition „Nouvelles d’Anticythère“ est consacrée aux recherches menées au large d’Anticythère entre 2021 et 2025 par l’Unité d’archéologie classique de l’Université de Genève, en collaboration avec le Ministère grec de la Culture. C’est sur cette île qu’a été retrouvée en 1900 l’épave d’un important navire marchand ayant fait naufrage au premier siècle avant notre ère. Cette exposition vous propose de plonger sur le site de l’épave et de découvrir les aspects qui font de ce navire un sujet si crucial pour la recherche archéologique à l’échelle de la Méditerranée entière.

    Prolongation de l’exposition “Nouvelles d’Anticythère” à la Collection des moulages (10, rue des Vieux-Grenadiers, Genève) du 16 février au 6 mai 2026 (horaires: lundi et mercredi, 11h à 18h).

  • Kostbare Miniaturen. Kunst des Steinschneidens in acht Jahrtausenden. Aus der Sammlung Werner Daum

    Eine Ausstellung im Winckelmann-Museum Stendal (1. Februar bis 19. April 2026)

    Es ist eine kleine Sensation: Das Winckelmann-Museum präsentiert in einer neuen Sonderausstellung erlesene Werke der Steinschneidekunst aus insgesamt 8 Jahrtausenden. Die Miniaturen – insbesondere hochwertige Gemmen, Kameen und Siegel – fiel der Winckelmann-Gesellschaft im letzten Jahr quasi über Nacht von dem Sammler Dr. Werner Daum als Erbschaft zu. Der Berliner Diplomat, Jurist und ausgewiesene Kunstkenner verstarb plötzlich während eines Aufenthaltes in Albanien im Juli 2025. Sein gesamtes Vermögen konsequent für die Sammlung umsetzend, hatte Daum im Lauf seines Lebens ca. 1600 Kunstgegenstände, zu denen u.a. auch Porzellan, Skulpturen und Gemälde zählen, zusammengetragen.
    Werner Daums Sammlungsfokus lag aber klar auf der Kunst des Steinschneidens. Es ging ihm hier weniger um Einzelepochen, spezielles Gestein oder ausgewählte Bildthemen – sein Anspruch war eine allumfassende Gesamtschau durch die Kulturen und Zeiten. Insgesamt 8 Jahrtausende umfasst sein Nachlass, von den ältesten Siegeln aus dem 6. bis 4. Jahrtausend v. Chr., die zur Kennzeichnung von Besitz, Verträgen und Vollmachten verwendet wurden, bis hin zu Kunstwerken der Moderne, etwa eine Kamee des französischen Kubisten und Picasso-Vertrauten Georges Braque. Das macht die Privatsammlung – und nunmehr ebenso die Ausstellung im Winckelmann-Museum – einzigartig.
    Demgemäß führt die Ausstellung durch die Kulturen: Sie präsentiert Siegel und Petschaften von ihrem Beginn bis in die Jetztzeit, mesopotamische Rollsiegel mit Keilschrift und Miniaturbildern, dann Gemmen von der griechischen Frühzeit der Minoer (1500 v. Chr) bis in die nachantiken Epochen von Renaissance bis Klassizismus. Diese meist Edel- oder Halbedelsteine mit feinsten in die Tiefe geschnittenen Minaturbildern dienten den Griechen und Römern als Siegel, magisches Amulett oder Schmuckstein für Ringe, Ohr- und Kettenschmuck. In der Ausstellung können sich die Besucher von dem reichen Motivschatz der Gemmen mit Darstellung u.a. von Göttern, Herrschern, Helden, Mythen oder Tieren überzeugen. Wie die Antike brachte auch die Neuzeit bekannte Steinschneider hervor, so Giovanni Carandrelli oder Giovanni Pichler, denen später nicht selten der Vorwurf des Fälschens nachgesagt wurde. Die Ausstellung zeigt mehrere Exemplare der Künstler, z. B. einen von Pichler signierten Karneol mit Darstellung der berühmten Statue der Hercules Farnese.
    In der Ausstellung ist außerdem eine große Sammlung herausragender Kameen, insbesondere des 17. bis 20. Jahrhunderts, vertreten. Erhaben gefertigt aus Schichtsteinen, Muscheln oder Perlen faszinieren die Kameen ebenso wie die Gemmen durch ihren reichen bildlichen Kosmos, vor allem aus der antiken Mythologie. Beliebt waren zudem Profilporträts, etwa jene des französischen Königspaares Louis XVI. und Marie Antoinette. Ein biblisches Motiv – die Geburt Christi – schnitt der italienische Miniaturist Alessandro Masnago in Achat.
    Die Besucherinnen und Besucher entdecken Überraschendes und qualitativ Hochwertiges, so die Siegel des französischen Juweliers Jean-Valentin Morel mit den Chiffren des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. und seiner Gattin Luise.
    Die bis dato noch gar nicht oder nur in Ausnahmefällen der Öffentlichkeit präsentierten Exponate sind noch bis 19. April in Stendal zu sehen.    

    Thematische Führungen:
    15.02., 15.00 Uhr – Siegel – Gestalt und Gebrauch von der Antike bis zur Neuzeit (Dr. Stephanie-Gerrit Bruer)
    04.03., 15.30 Uhr – Edle Steine – feine Reliefs: Kameen, Kleinkunst, Wedgwood-Keramik (Dr. Kathrin Schade)
    12.04., 15.00 Uhr – Buchhaltung, Verträge und Betrug – Dokumente in Keilschrift (Dr. Stephanie-Gerrit Bruer)

    Vorträge und Lesungen:
    11.03., 15.30 Uhr – Dr. Georg Neumann: Von magischen Steinen, geheimnisvollen Bildern und gesiegeltem Recht
    15.03., 15.00 Uhr – Dr. Eva Hofstetter / Jutta Kunze: Wiederentdeckte jemenitische Märchen, gesammelt, übersetzt und aufgeschrieben von Werner Daum
    25.03., 15.00 Uhr – Dr. Axel Rügler: Die Gemmen des Baron von Stosch: Winckelmanns Erkenntnis-Quell für Kulturepochen und Ikonographie
    08.04., 17.30 Uhr – Prof. Dr. Max Kunze: Fälscher oder Künstler? Steinschneider der Winckelmann-Zeit
    15.04., 17.30 Uhr – Dr. Eva Hofstetter: Königin von Saba – eine historische Person?
    19.04., 15.00 Uhr – Kunstnachlässe: Last oder Gewinn Gesprächsrunde zur Finissage

  • Grundstein Antike – Berlins erstes Museum

    10.07.2025 bis 03.05.2026
    Altes Museum

    Am 9. Juli 1825 wurde der Grundstein für das von Karl Friedrich Schinkel entworfene Museum im Berliner Lustgarten gelegt. Nur fünf Jahre später, am 3. August 1830, wurde das erste öffentliche Museum Berlins und Preußens einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Rasch entwickelte sich das Alte Museum zu einem Publikumsmagneten und einer bis heute bedeutenden Institution der archäologischen Grundlagenforschung.

    In der Sonderausstellung werden nicht nur die baulichen Herausforderungen und innovativen Lösungen Schinkels beleuchtet, sondern auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sowie das damals ganz andere Erscheinungsbild der Ausstellungsräume, die im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört wurden. Ein großformatiges Modell im Zentrum der Ausstellung vermittelt einen Eindruck von Schinkels ursprünglichem Bau, von dem zudem nur wenige bildliche Darstellungen aus der Gründungszeit des Museums sowie historische Fotografien aus dem späteren 19. Jh. eine Vorstellung geben.

    Schinkels Geniestreich

    Das Alte Museum markiert tatsächlich einen Wendepunkt in der Architekturgeschichte öffentlicher Bauwerke für die Kunst: Zum ersten Mal überhaupt wurde ein Gebäude eigens als reines Kunstmuseum konzipiert. Karl Friedrich Schinkel schuf einen Bautypus, der die Gestaltung von Museen über Jahrzehnte hinweg prägen sollte. Der Architekt Schinkel stand bei der Errichtung des Museums vor großen technischen und finanziellen Herausforderungen – der preußische König Friedrich Wilhelm III. forderte äußerste Sparsamkeit, sodass innovative und gleichzeitig kostengünstige Lösungen entwickeln mussten.

    Antike Kunst – und Alte Meister!

    Während im Sockelgeschoss antike Kleinkunst – insbesondere Vasen, Bronzen, Terrakotten sowie Gemmen, Kameen und Münzen – gezeigt wurden, war das Hauptgeschoss mit der Rotunde antiken (vor allem römischen) Skulpturen und das Obergeschoss der königlichen Gemäldegalerie gewidmet. Letztere kann aus inhaltlichen und konservatorischen Gründen in unserer Ausstellung nur eine Nebenrolle spielen, soll aber in einer für 2030 geplanten großen Jubiläumsausstellung in der James-Simon-Galerie prominent berücksichtigt werden. 

    Kunstgenuss und Wissenshunger des Bürgertums

    Die Eröffnung des Museums fiel in eine Zeit des aufstrebenden Bürgertums und der Propagierung neuer Bildungsideale. Die Öffentlichkeit verlangte nach frei zugänglichen Möglichkeiten der Kunstbetrachtung, und Friedrich Wilhelm III. förderte diesen Gedanken zur Bildung seiner Untertanen. Rasch wurde das Museum weit über Preußen hinaus zu einem beliebten Reiseziel der bildungsbürgerlichen Gesellschaft. Doch wie öffentlich zugänglich war es tatsächlich? Welche Besuchergruppen strömten in das Museum, und welche Kunstwerke faszinierten sie besonders?

  • Frankfurts römisches Erbe – Archäologie einer lebendigen Vergangenheit

    25. November 2025 – 26. April 2026
    Archäologisches Museum Frankfurt

    Unter den Straßen und Häusern Frankfurts liegt vielerorts eine zweite, viel ältere Stadt verborgen: das römische Frankfurt. Die Ausstellung „Frankfurts römisches Erbe“ lädt dazu ein, diese Vergangenheit Schicht für Schicht zu entdecken – von den ersten römischen Stützpunkten am Main, über das städtische Zentrum Nida mit den über das heutige Stadtgebiet verteilten Landgütern in seinem Umland bis zu den Ursprüngen des mittelalterlichen Frankfurt.

    Archäologische Funde aus Frankfurt – viele davon zum ersten Mal zu sehen –, veranschaulichende Rekonstruktionen und Karten zeigen, wie Menschen aus dem gesamten Römischen Reich und Einheimische am Main zusammenlebten, handelten und ihrem Glauben nachgingen. Sie erzählen von Militär und Macht, Handwerk und Handel, Göttern und Gemeinschaften – und davon, wie das römische Erbe in der Stadt bis heute fortlebt.

    Die Ausstellung macht sichtbar, dass die römische Vergangenheit kein fernes Kapitel ist, sondern ein lebendiger Teil Frankfurts und der Metropolregion: ein Fundament, auf dem die Stadt des Mittelalters gründet.
    https://www.museumsufer.de/de/ausstellungen-und-veranstaltungen/ausstellungen/frankfurts-roemisches-erbe-archaeologie-einer-lebendigen-vergangenheit/    

  • Online-Ausstellung gibt Einblick in Archäologische Sammlung des DAI Athen.

    Gleichzeitig informiert sie über die neu erarbeiteten digitalen Recherchemöglichkeiten. Anhand erster Beispiele werden künftige Forschungsperspektiven gezeigt. Nicht nur kann die Provenienz der Objekte rekontextualisiert werden, die Antiken dienen darüber hinaus als Quelle zur Topographie und Siedlungsgeschichte des antiken Griechenlands.

    https://www.dainst.org/newsroom/online-ausstellung-aufgelesen-aufbewahrt-aufgearbeitet-ist-online-verfuegbar/298