Vom 17.-18. Oktober 2026 findet an der Universität Eichstätt-Ingolstadt der Workshop
„Monument(al) Clay“ statt, organisiert von Louis Nebelsick (UKSW Warszawie) und
Nadin Burkhardt (Universität Eichstätt-Ingolstadt). Der 17. Oktober ist ganztägig für
Vorträge und Posterpräsentation angesetzt, am 18. Oktober ist eine Führung auf dem Stätteberg
durch die AusgräberInnen vorgesehen.
Die Beitragenden richten ihren Fokus auf den Lehmboden selbst, auf die Verwendung von Lehm
im Haus- und Befestigungsbau, auf bautechnische, denkmalpflegerische und experimentelle
As-pekte. Chronologisch und topographisch umspannen die Themen die Bronze- und
Eisenzeit in einer Region, die sich von Mittel- und Süddeutschland über Italien und
Griechenland bis nach Nordafrika und den östlichen Mittelmeerraum erstreckt.
Ausgangspunkt bilden Befunde, die in chronologischer, geographischer und technischer Hinsicht
äußerst heterogen erscheinen, zugleich jedoch auf ein bemerkenswert breites Spektrum an Lehm-
bauweisen und -anwendungen hinweisen: von Lehmhäusern in Mitteldeutschland und der Lehm-
verwendung im Haus- und Befestigungsbau der Heuneburg über die Pisé-(Stampflehm-)Technik
der bronzezeitlichen Befestigungsmauer am Stätteberg oder verschiedene Strukturen in Nordafrika
bis hin zu bronzezeitlichen Beispielen aus dem östlichen Mittelmeerraum, sowie hellenistischen
Befestigungen in Griechenland und der Verwendung von Lehm bei Reparaturen.
Mit diesem Workshop möchten wir diese unterschiedlichen Befundkomplexe in einem fokussier-
ten Dialog gemeinsam diskutieren und dabei technische Verfahren, funktionale Kontexte, regio-
nale Traditionen, Wissenstransfer sowie die jeweiligen baulichen Rahmenbedingungen thematisieren.
Ziel ist es, Fachleute aus verschiedenen Bereichen der Archäologie, der Bauforschung und der
Materialwissenschaften zusammenzubringen und einen offenen, vergleichenden Austausch auf
Grundlage ihrer jeweiligen Fallstudien und Erfahrungen zu ermöglichen. Der Fokus liegt dabei
nicht nur auf einzelnen Befunden, sondern ausdrücklich auch auf methodischen Fragen: Wie
las-sen sich Lehmbauweisen im archäologischen Befund zuverlässig identifizieren? Welche
termino-logischen und analytischen Herausforderungen ergeben sich? Welche Verbreitungswege
oder Ver-bindungen lassen sich durch die Verwendung von Lehm rekonstruieren (Stichwort:
Wissenstrans-fer)? Unter welchen Voraussetzungen sind Vergleiche zwischen verschiedenen
Regionen und Zeiträumen sinnvoll?
Der Workshop ist als diskussionsorientiertes Format konzipiert, das den Austausch zwischen etab-
lierten Expertinnen und Experten ebenso fördert wie die Einbindung von Nachwuchswissenschaft-
lerinnen und -wissenschaftlern.
Auf dem Workshop ist am 17. 10. 2026 eine Postersession angesetzt, auf der die Posterersteller
ihre Beiträge erläutern können. Auch ohne eigene Teilnahme ist die Einsendung eines Posters
möglich, ebenso der Rückversand. Die Postersession bietet Raum für die Präsentation und Diskus-
sion eigener Thesen oder laufender oder abgeschlossener Forschungsprojekte zum Workshop-
thema. Insbesondere NachwuchswissenschaftlerInnen sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen.
Die Bewerbung für ein Poster sollte bis 8. August 2026 via eMail an Nadin.Burkhardt@ku.de
sowie l.nebelsick@uksw.edu.pl erfolgen. Bitte beschreiben Sie den angedachten Inhalt des Pos-
ters mit mindestens 300, maximal 500 Wörter als WORD oder PDF. Abbildungen können in
den Abstract eingefügt werden. Er kann deutsch- oder englischsprachig sein.
Ihr Abstract sollte enthalten:- Titel, Namen und Kontaktadressen des Autors und der Co-Autoren,
- gegebenenfalls eine Institutionszugehörigkeit,
- eine Beschreibung der verwendeten Methoden und der wichtigsten Ergebnisse (wissen-
schaftliche Poster) oder Hauptargumente (diskursive oder theoretische Plakate), - sowie eine Zusammenfassung des Themas oder der Forschungsfrage, auf die das Poster
eingegangen ist, und - die Literaturangaben sowie Abbildungsnachweise.
Reichen Sie bitte nach Aufforderung die Poster ausgedruckt in A2 oder A1 auf dem Postweg ein.
Verfassen Sie die Poster bitte in englischer Sprache. Auch deutsch, französisch, italienisch und
polnisch ist möglich. Wenn Sie eine andere Sprache als Englisch verwenden, sollte auf dem Poster
ein englischsprachiger Abstract enthalten sein.
Die WorkshoporganisatorInnen werden die eingereichten Posterbewerbungen prüfen und bis zum
- August 2026 Rückmeldung geben, ob die Einreichung angenommen wird. Die Reisekosten
müssen von den Posterspräsentierenden selbst getragen werden.
Wir sehen Ihren Einsendungen gespannt entgegen!
Nadin Burkhardt und Louis Nebelsick
