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17. Der Zauber von CoimbraAug 20Mittwoch, 20. August 2025 13:06
Eindrücke von der 16. Celtic Conference in Classics in Coimbra, Portugal (15.-18. Juli 2025)
Konstanze Schiemann, Mainz„Coimbra tem mais encanto / Na hora da despedida.“ „Coimbra ist voller Zauber / In der Stunde des Abschieds“. Eine Liedzeile, die von einer Fado-Gruppe beim Abschlussdinner der 16. Celtic Conference in Classics in Coimbra, Portugal gesungen wurde. Allerdings wurde der Zauber der Stadt den über 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sicher bereits bei ihrer Ankunft in Coimbra offensichtlich – mir zumindest ging es so. Die lange Tradition der universitären Kultur ist an jeder Ecke spürbar und füllt die Straßen mit den schwarzen Umhängen der traditionellen Studententracht, den bunten Bändern in den Farben der Fakultäten und der Musik des fado de estudante. Die Universität befindet sich auf der Akropolis von Coimbra; sie ist eine der ältesten Europas und wurde 2013 ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Während der historische Paço Real, der königliche Palast, der für akademisches Zeremoniell genutzt wird und an den die berühmte Biblioteca Joanina anschließt, aus dem 18. Jahrhundert stammt, sind viele der Fakultätsgebäude neueren Datums. Das heutige Gebäude der Faculdade de Letras da Universidade de Coimbra entstand während der Diktatur Salazars in den 1940er Jahren an der Stelle eines barocken Vorgängerbaus. Für die Konferenz war die Fassade mit dem Banner der CCC geschmückt und darunter wachten Statuen von Sappho, Thukydides, Aristoteles und Demosthenes über das Geschehen.
Die Celtic Conference in Classics wurde vor 27 Jahren zum ersten Mal abgehalten, als irisch-schottischer Gegenentwurf zu Oxbridge-Tagungen, und ist inzwischen die größte Konferenz für Klassische Philologie und Alte Geschichte in Europa. Alle zwei Jahre findet sie nun in Coimbra statt, in den dazwischenliegenden Jahren an wechselnden Orten im „keltischen“ Kulturraum (Irland, Schottland, Wales, Frankreich). Inzwischen sind die meisten TeilnehmerInnen allerdings keine „Kelten“ mehr – mit jeweils über 100 Personen waren die größten Gruppen aus den USA und aus Italien nach Coimbra gereist. Aus Deutschland kamen 47 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, von Kiel über Mainz bis München. Dass ich mich gleich in Coimbra willkommen gefühlt habe, war vor allem den vielen freundlichen Mitgliedern des Centro de Estudos Clássicos e Humanísticos, der Ausrichterorganisation der CCC, die als Helferinnen und Helfer für jegliche Anliegen ansprechbar waren und für eine herzliche Atmosphäre gesorgt haben, geschuldet.
Meine Unterkunft war das Seminário Maior, ein beeindruckendes Bauwerk aus dem 18. Jahrhundert, das ehemals ein zentraler Ort der Priesterausbildung in Portugal war und heute einfache Gästezimmer anbietet. Im Refeitório, dem gemeinsamen Speisesaal, kamen zum Frühstücken KonferenzteilnehmerInnen mit Backpackern, Langzeitgästen und Priestern im Ruhestand zusammen. Mein Weg zur Konferenz führte jeden Morgen durch den universitätseigenen Botanischen Garten, entlang Zypressen und Palmen, vorbei am Gewächshaus und dann eine für Coimbra typisch steile Straße hoch zum Fakultätsgebäude. An besonders guten Tagen begegneten mir auf dem Weg auch ein paar Katzen.
Die 39 Panels der Konferenz behandelten grundlegende Themen wie Krieg und Frieden, Freiheit und Marginalisierung, Verschmutzung und Ekel. In dem Panel, in das mein Vortrag eingebunden war, ging es um Mobilität und Ökologie („Mobility and Ecology in Graeco-Roman Literature and Arts“, Leitung: Christopher Schliephake und Martinho Soares). Im Laufe des Panels zeigte sich, dass das Thema von ganz unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden kann und dadurch immer wieder neue Verknüpfungen entstehen. So ging es zum einen um die Mobilität natürlicher Ressourcen wie Gewürze und Holz, die die Vernetzungen des Mittelmeerraums greifbar machte und botanisches Wissen zirkulieren ließ. Ähnliches gilt für die durch den Menschen forcierte Mobilität von Wildtieren, die für die Arena in entlegenen Regionen gefangen und dann in die Städte des Römischen Reichs transportiert wurden. Zwei Vorträge griffen das Thema auf und zeigten, wie dieser Vorgang literarisch überformt und für imperiale Repräsentationszwecke verwendet wurde. Tiere in Bewegung spielten auch im landwirtschaftlichen Kontext eine Rolle, wenn Weidetiere auf geteilten Flächen grasten und dabei potenziell von Menschen gemachte Marker übertraten. Diese Transgression musste wiederum reguliert werden. In mehreren Vorträgen ging es um die Mobilität von Menschen in einer feindlichen – aber sich zum Teil auch als nützlich oder kooperativ herausstellenden – Natur. Besonders der Marsch von militärischen Truppen durch ungezähmte Landschaften wie es in den Anabaseis von Xenophon und Arrian oder bei Livius beschrieben wird, wurde im Hinblick auf die Mensch-Natur-Interaktion analysiert. Dabei zeigte sich, dass die Natur selbst als aktiv Handelnde in den Texten hervortritt. In einem weiteren Vortrag waren es nicht Soldaten, sondern Piraten, die mit dem Meer interagierten und kooperierten, um ihre Raubzüge durchzuführen. Während Piraten die Tücken und Gefahren des Wassers für ihre Zwecke nutzten, zeigt das Beispiel des Tempels von Herkules Gaditanus westlich der Straße von Gibraltar, wie Ritus und Kult dazu dienten, das von Angst und Abhängigkeit geprägte Verhältnis vom Menschen zum Meer zu regulieren.Neben unserem Panel wurde noch in einem weiteren ein ökokritischer Zugriff auf die antiken Quellen erprobt: „Ecopoetics of stone in ancient literature and its reception“ (Leitung: Leila Williamson und Jason König). An einem Nachmittag fand deshalb ein „ecocritical meet-and-greet“ statt, bei dem die TeilnehmerInnen der beiden Panels die Gelegenheit hatten, sich über gemeinsame Forschungsinteressen und Herausforderungen auszutauschen. Letztere zeigen sich in der theoretischen Herangehensweise, die, weg von einer anthropozentrischen Sichtweise, eine gleichwertige Betrachtung von Mensch und Umwelt ermöglichen will, dabei aber mit der eingeschränkten Perspektive der historischen Quellen konfrontiert ist, die diese Art von Öffnung nicht immer einfach macht. Eine weitere Herausforderung liegt in der Interdisziplinarität mit den Naturwissenschaften, die eine umwelthistorische Herangehensweise fordert, die aber durch die unterschiedlichen Fragestellungen und Untersuchungsrahmen der verschiedenen Disziplinen oft erschwert wird.
Neben den vielfältigen Vorträgen und Diskussionen in den Panels sind alle TeilnehmerInnen zu drei Festvorträgen zusammengekommen, wo die deutschsprachige Forschung besonders prominent vertreten war. In ihrem Vortrag am ersten Tag der Konferenz sprach Marion Meyer (Wien) über den Kult der Athena und zeigte, wie sich Weiterentwicklungen von Mythen mit konkreten Kultpraktiken verknüpfen und dadurch zeitlich verorten lassen. Dennis Pausch (Marburg) analysierte am zweiten Tag narrative Techniken in Livius‘ Ab urbe condita anhand des von Rita Felski entwickelten Erklärungsmodells, warum manche Texte uns fesseln und zum Weiterlesen anregen. Am dritten Tag führte uns Nandini Pandey (Baltimore) zum Abschluss anhand des klassischen Kanons durch ihre eigene (Bildungs-) Biographie als indischstämmige Amerikanerin, deren Interesse an der Klassischen Philosophie von DozentInnen und KommilitonInnen oft mit Skepsis oder Ablehnung begegnet wurde. Aus ihrer eigenen Erfahrung heraus reflektierte sie über die Relevanz der „Classics“ – der Klassischen Philologie und der Alten Geschichte – für die gegenwärtige Generation Studierender. Sie warnte vor einer Romantisierung der antiken Welt, um diese attraktiv zu machen, weil dies reaktionären Kräften in die Karten spiele. Stattdessen plädierte sie für einen kritischeren Umgang mit dem Kanon, zum Beispiel in Bezug auf Misogynie und Gewalt gegen Frauen in antiken Texten, was stärker problematisiert werden müsse, um Studierende weiterhin zu erreichen.
Die Konferenz endete mit dem gemeinsamen Abendessen und der Musik der Fado-Gruppe. Nach vier Tagen der portugiesischen Gastfreundschaft und des angeregten akademischen Austauschs ist es mir nicht leichtgefallen, mein Zimmer im Seminário Maior zu räumen. „Coimbra tem mais encanto / Na hora da despedida.“ So ist es dann also doch.
Abb. 1: Königlicher Palast. © Felippe Vaz | Moove
Aktuelles aus der Mommsen-Gesellschaft
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Große Mommsen-Tagung 2026Dez 03Mittwoch, 03. Dezember 2025 09:53
Call for Papers
Deadline: 13. Februar 2026
Die nächste Große Mommsen-Tagung findet vom 7. bis 9. Mai in Mainz statt. Sie steht unter dem Thema "Streit - Konflikt - Disput: Antike Antagonismen im interdisziplinären Fokus".
Wir laden zu Beiträgen ein, die sich mit allen Aspekten antiker Antagonismen und ihrer Wahrnehmung, Darstellung oder materiellen Hinterlassenschaft befassen. Willkommen sind Fallstudien ebenso wie theoretisch-methodische Reflexionen, komparatistische Zugänge und innovative Interpretationsansätze, die helfen, Streit, Konflikt und Disput in der antiken Welt aus neuen Blickwinkeln zu betrachten.
Den Call for Papers finden Sie hier.
Bitte senden Sie Abstracts von ca. 300 Wörtern sowie eine kurze biographische Notiz bis zum 13.02.2026 an den Schriftführer Lukas Reimann (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. )
Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge und auf eine anregende interdisziplinäre Diskussion.
Univ.-Prof. Dr. Dominik Maschek
Erster Vorsitzender
Mommsen-Gesellschaft e. V. - Aktuelles aus der Mommsen-Gesellschaft
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4. Doktorand:innentreffen der Mommsen-GesellschaftNov 27Donnerstag, 27. November 2025 10:59
Ort: Göttingen
Termin: 11./12. Juni 2026
Anmeldung bis: 28. Februar 2026
Call for Papers
Am 11./12. Juni 2026 wird im Althistorischen Seminar der Universität Göttingen das vierte Doktorand:innentreffen der Mommsen-Gesellschaft stattfinden. Das Treffen dient in erster Linie dem gegenseitigen Kennenlernen, der Vernetzung und der Vorstellung eigener Forschungsprojekte. Es besteht auch die Möglichkeit, ohne eigenen Beitrag an der Diskussion teilzunehmen. Daneben erwartet Sie ein interessantes und abwechslungsreiches Rahmenprogramm: Durch einen Publikationsworkshop des Nünnerich-Asmus Verlages wird Ihnen ein Einblick in das wissenschaftliche Publizieren aus Verlagssicht gegeben. Zudem werden Sie die Gelegenheit haben, mit einer Kustodinnen-Führung die Bestände der Kunstsammlung zu erkunden.
Um die zur Verfügung stehende Zeit bestmöglich für Diskussionen und den wissenschaftlichen Austausch zu nutzen, werden beim diesjährigen Doktorand:innentreffen keine klassischen Vorträge gehalten, sondern vorab verschickte Papers diskutiert. Dabei kann es sich um Aufsatzentwürfe, Kapitel aus Qualifikationsarbeiten oder um die Vorstellung eines Forschungsprojektes bzw. einer Forschungsidee handeln. Die Beiträge können im Vortragsstil (ohne Fußnoten) oder in ausgearbeiteter Form vorgelegt werden, wobei die besprochenen Originaltexte im Paper zitiert oder in einem Anhang bzw. eigenem Handout beigegeben werden sollten. Dadurch wird allen Teilnehmer:innen eine Vorbereitung, ein Sich-in-Ruhe-Eindenken in das jeweilige Material ermöglicht und eine Grundlage für gezielte Nachfragen und intensive Diskussionen gelegt.
Die Papers sollten den Umfang von 20 Seiten nicht überschreiten und allen Teilnehmer:innen vier Wochen vor dem Treffen (spätestens bis 11. Mai 2026) geschickt werden, damit genügend Zeit zur Lektüre besteht. Weitere Informationen zum Upload Ihrer Aufsatzentwürfe bzw. Kapitel erhalten Sie rechtzeitig zusammen mit der Bestätigungsnachricht Ihrer Teilnahme. Während des Treffens stellt der / die Verfasser:in die Hauptthesen und Leitfragen des vorab verschickten Materials in 5-10 Minuten – gerne mithilfe einer kurzen Präsentation der zentralen Thesen und Argumente (max. 3-4 Folien) – vor; es folgt die Diskussion.
Das Doktorand:innentreffen wird von der Mommsen-Gesellschaft durch die Übernahme der Übernachtungskosten bezuschusst. Falls Sie Interesse an einer Teilnahme haben, wird um eine Anmeldung bis zum 28. Februar 2026 bei Dr. Martin Lindner (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. ) und Johannes Wegener, M.Ed. (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. ) gebeten.
Wenn Sie teilnehmen möchten und noch kein Mitglied der Mommsen-Gesellschaft sind: Als Doktorand:in der Altertumswissenschaften haben Sie jederzeit die Möglichkeit, bei uns Mitglied zu werden (sog. Jungmitgliedschaft). Alle nötigen Informationen zur Beantragung einer Mitgliedschaft finden Sie unter: https://www.mommsen-gesellschaft.de/component/fabrik/form/2/ - Aktuelles aus der Mommsen-Gesellschaft
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Walter de Gruyter-Seminar 2025 BerichtNov 23Sonntag, 23. November 2025 14:24
Den Bericht zum diesjährigen Walter de Gruyter-Seminar unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Van Nuffelen (Universität Gent) zum Thema "Political Theory in Antiquity: Nature and Society" finden Sie hier.
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Bericht zur Jubiläumsfeier “75 Jahre Mommsen-Gesellschaft”Nov 06Donnerstag, 06. November 2025 17:54
Am Donnerstag, den 30.10.2025, fand sich eine große Zahl von Mitgliedern, Freunden und Freundinnen der Mommsen-Gesellschaft in Frankfurt am Main zusammen, um ein besonders freudiges Ereignis zu zelebrieren: das 75-jährige Jubiläum der Mommsen-Gesellschaft, welche im Jahr 1950 auf Initiative des Hamburger Gräzisten Bruno Snell gegründet worden war. Zu diesem feierlichen Anlass hatte die Mommsen-Gesellschaft zusammen mit dem Institut für Archäologische Wissenschaften, dem Historischen Seminar und dem Institut für Klassische Philologie der Goethe-Universität Frankfurt zu einem Festakt ins IG-Farben-Haus geladen.
Den Abend eröffneten der Erste Vorsitzende, Prof. Dr. Dominik Maschek, und die Dekanin des Fachbereichs für Sprach- und Kulturwissenschaften, Prof. Dr. Anja Klöckner, mit feierlichen wie warmen Grußworten, welche die vielen Gäste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz herzlich willkommen hießen und die gegenwärtige Rolle und Verantwortung der Mommsen-Gesellschaft herausstellten.
Die folgende Festrede widmete sich sodann den ersten Dekaden der Gesellschaft: In einem höchst anregenden Vortrag führte Herr Prof. Dr. Stefan Rebenich von der Universität Bern das Publikum durch die reiche und wechselvolle Geschichte der Mommsen-Gesellschaft; anhand von teils unveröffentlichten Archivalien zeichnete Herr Rebenich ein spannendes, dynamisches Bild des Selbstverständnisses der Gesellschaft und ihrer Positionierung gegenüber den großen gesellschaftlichen wie politischen Debatten der 1950er bis 1990er Jahre.
Anschließend wurde zu einem konvivialen Festumtrunk samt Buffet im beeindruckenden Ambiente der Abgusssammlung der Klassischen Archäologie geladen, welcher im freudigen Miteinander bis in die späten Nachtstunden andauerte.

Grußwort des Ersten Vorsitzenden, Prof. Dr. Dominik Maschek,
zum 75-jährigen Jubiläum der Mommsen-Gesellschaft e.V.
Frankfurt am Main, 2025Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder und Freundinnen und Freunde der Mommsen-Gesellschaft,
verehrte Gäste,
es ist mir eine große Freude und Ehre, Sie heute hier in Frankfurt zum 75-jährigen Jubiläum der Mommsen-Gesellschaft willkommen zu heißen, und ich möchte ganz besonders den Kolleginnen und Kollegen der altertumswissenschaftlichen Fächer an der Goethe-Universität danken, namentlich Hans Bernsdorff, Hartmut Leppin und Anja Klöckner, die sich auf unsere Anfrage sofort bereit erklärt haben, dieser Festveranstaltung einen würdigen Rahmen zu verleihen.
Der heutige feierliche Anlass vereint uns alle – Forschende, Lehrende, Studierende, Vertreterinnen und Vertreter verwandter Disziplinen und Institutionen –, um gemeinsam auf eine eindrucksvolle Geschichte des wissenschaftlichen Engagements, der interdisziplinären Zusammenarbeit und der geteilten Leidenschaft für die griechisch-römische Antike zurückzublicken.
Wenn wir heute, im Jahr 2025, den Namen Theodor Mommsen lesen, hören und aussprechen, klingt er wie ein Echo aus einer anderen Zeit – und doch ist er in vielem erstaunlich gegenwärtig. Mommsen, der Universalgelehrte, Historiker, Jurist, Archäologe, Politiker und Literaturnobelpreisträger, verstand Wissenschaft nie als Selbstzweck, sondern als eine moralische und gesellschaftliche Aufgabe. In einer Zeit tiefgreifender politischer Umbrüche war er überzeugt, dass das Wissen über die klassische Antike Orientierung für die Gegenwart bieten könne.
Es ist durchaus eine reizvolle Übung, sich vorzustellen, wie Mommsen heute auf unsere Welt blicken würde – auf die digitale Forschung, auf die Schnelllebigkeit öffentlicher Debatten, auf die Herausforderungen einer global vernetzten, zugleich aber fragmentierten und hyper-individualisierten Gesellschaft, gefangen zwischen Skylla und Charybdis von Wutbürgertum und Shitstorm, ChatGPT und Fake News. Vielleicht würde Mommsen uns mahnen, genau hinzusehen, die Quellen zu prüfen, Begriffe zu schärfen – so, wie er es selbst fortwährend praktizierte, als er mit unermüdlicher Akribie das Corpus Inscriptionum Latinarum begründete. Denn was er uns gelehrt hat, gilt bis heute: Die Geisteswissenschaften, und mit ihnen die Altertumswissenschaften, sind kein Luxus, sondern ein Fundament. Sie erinnern uns daran, dass jedes Urteil, jede politische Entscheidung und jedes kulturelle Selbstverständnis auf Begriffen, Ideen und Werten ruht – und dass wir diese immer wieder kritisch befragen müssen.
So ist dieses Jubiläum nicht nur eine Feier der Vergangenheit, sondern auch ein Bekenntnis zu unserer Gegenwart: zu einer Wissenschaft, die sich nicht abschottet, sondern öffnet; die sich ihrer Geschichte bewusst ist und zugleich in die Zukunft weist.
Als der Hamburger Gräzist Bruno Snell im Jahr 1950 die Gründung der Mommsen-Gesellschaft anregte, war Europa noch vom Zweiten Weltkrieg gezeichnet. Wissenschaftliche Netzwerke lagen am Boden, viele Institute waren zerstört, das Vertrauen zwischen Nationen und Menschen erschüttert. In dieser Situation war Snells Initiative mehr als ein organisatorischer Akt – sie war ein geistiges und kulturelles Wiederaufbauprojekt.
Snell, selbst tief verwurzelt in der Klassischen Philologie, wollte den Austausch zwischen den Disziplinen der Altertumswissenschaften – Alte Geschichte, Klassische Archäologie, Klassische Philologie – neu beleben. Unsere Gesellschaft sollte eine Plattform sein, auf der wir wieder miteinander sprechen, forschen, debattieren konnten – jenseits ideologischer Grenzen. Und sie war von Anfang an ein Ort der Integration. In den Jahrzehnten der deutschen Teilung bildete sie, trotz aller politischen Einschränkungen, eine Brücke zwischen Ost und West. Heute, 75 Jahre nach ihrer Gründung, steht die Mommsen-Gesellschaft mit über 700 Mitgliedern für eine bemerkenswerte, generationenübergreifende Kontinuität und für einen offenen, internationalen Dialog, der uns alle verbindet.
Seit 2010 sind wir als eingetragener Verein organisiert – als Verband der deutschsprachigen Forscherinnen und Forscher auf dem Gebiet des griechisch-römischen Altertums – und haben seither unsere Aufgaben und unsere Strukturen stetig weiterentwickelt.
Von Anfang an hatte unsere Gesellschaft ein doppeltes Ziel: wissenschaftliche Vernetzung und gesellschaftliche Verantwortung. Im Zentrum steht der Austausch zwischen den altertumswissenschaftlichen Disziplinen. Die regelmäßig stattfindenden Mommsen-Tagungen – ob groß oder klein – sind Orte des lebendigen Gesprächs. Sie fördern interdisziplinäre Perspektiven, schaffen Begegnungen zwischen unseren Disziplinen und bringen auch den wissenschaftlichen Nachwuchs früh in den Dialog mit arrivierten Kolleginnen und Kollegen.
Doch die Mommsen-Gesellschaft ist weit mehr als ein Forum für akademischen Austausch. Wir verstehen uns als Anwältinnen und Anwälte der Altertumswissenschaften in der Öffentlichkeit und gegenüber der Politik. In einer Zeit, in der die Geisteswissenschaften zunehmend unter einen aus verschiedenen Richtungen auferlegten Rechtfertigungsdruck kommen, erinnern wir daran, dass die Erforschung der Antike nicht Selbstzweck ist, sondern einen Beitrag leistet zur kulturellen Selbstverständigung Europas – ja, zur kritischen Reflexion über Macht, Demokratie, Recht und Verantwortung.
Darüber hinaus engagieren wir uns auf vielfältige Weise für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Mit unserer Jungmitgliedschaft, den Walter de Gruyter-Seminaren, dem Bruno-Snell-Preis für herausragende Qualifikationsarbeiten und der finanziellen Unterstützung selbstorganisierter Tagungen junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler schaffen wir Strukturen, die den Nachwuchs gezielt fördern und zugleich in unsere Arbeit einbinden. Diese Programme sind nicht nur eine Investition in die Zukunft, sondern auch ein Signal: Unsere Fächer leben – und sie erneuern sich in jeder Generation.
Nicht zuletzt arbeiten wir an übergreifenden Zukunftsprojekten mit, etwa dem Aufbau der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur NFDI, die unsere altertumswissenschaftliche Forschung im digitalen Raum vernetzt. So verbinden wir philologische und archäologische Präzision mit den Chancen und Herausforderungen moderner Technologien – ganz im Geiste Theodor Mommsens, der selbst ein Pionier wissenschaftlicher Organisation und neuer Sammlungs- und Vermittlungsformate war.
Dass unsere Gesellschaft den Namen Theodor Mommsens trägt, ist kein Zufall – und keine nostalgische Geste. Vielmehr sehen wir darin ein Bekenntnis zu einem Wissenschaftsverständnis, das Mommsen wie wenige andere auf ganz exemplarische Weise verkörpert hat. Geboren 1817 in Garding im damaligen Herzogtum Schleswig, war Mommsen ein Forscher von seltener Weite und Tiefe. In seinen Schriften verband er Geschichte, Philologie und Rechtswissenschaft zu einer Gesamtschau des antiken Lebens. Seine Werke – von der Römischen Geschichte über das Römische Staatsrecht bis hin zu den epigraphischen Großprojekten – zeigen eine unglaubliche enge Verflechtung von empirischer Methode, philologischer Genauigkeit und historischer Imagination.
Doch Mommsen war mehr als ein Wissenschaftler: Er war ein öffentlich denkender Intellektueller, der sich politisch einmischte, für Liberalismus und gegen Antisemitismus eintrat und den Dialog zwischen Forschung und Gesellschaft suchte. Bei allen zeitbedingten Unterschieden erkennen wir uns in dieser Haltung durchaus wieder. Sie prägt das Selbstverständnis der Mommsen-Gesellschaft ebenso wie ihre satzungsgemäße Arbeit.
Natürlich gibt es im globalen Vergleich auch andere hochbedeutende Vereinigungen der Altertumsforschung – die Society for Classical Studies in den USA, die Classical Association in Großbritannien, die Associazione Italiana di Cultura Classica in Italien oder die Fédération Internationale des Associations d’Études Classiques in Frankreich. Doch die Mommsen-Gesellschaft hat innerhalb dieser verwandten Organisationen ein ganz spezifisches Profil, in dem sich die wissenschaftliche Arbeit stets mit einer ethischen und gesellschaftlichen Dimension verbindet. Unser Bezug auf Mommsen ist Ausdruck einer deutschsprachigen und zugleich europäischen Wissenschaftskultur, die Interdisziplinarität, Verantwortung und Gemeinsinn als untrennbar betrachtet.
Der Mommsen der Vergangenheit wird damit zugleich zum Orientierungspunkt für die Zukunft – das ist für ein Jubiläum wie das unsere ja höchst passend, denn obwohl jedes Jubiläum immer einen Moment des Rückblicks markiert, so ist es, nach dem festlichen Innehalten und der kollektiven Selbstvergewisserung, auch ein ebenso passender Zeitpunkt für einen fragenden Ausblick: Was bedeutet unsere Aufgabe heute, in einer Zeit, in der Digitalisierung, Globalisierung und gesellschaftliche Spannungen die Rahmenbedingungen wissenschaftlicher Arbeit auf tiefgreifende Weise verändern?
Als Mommsen-Gesellschaft sind wir überzeugt: Die Altertumswissenschaften bleiben auch und gerade in einer solchen Zeit unverzichtbar, denn sie bieten historische Tiefenschärfe und lehren uns, wie Gesellschaften entstehen, sich ordnen und verändern – und wie fragil die Demokratie, das Recht oder die Öffentlichkeit eigentlich sind. Der interdisziplinäre und internationale Austausch wird dabei noch wichtiger als je zuvor, insbesondere deshalb, da die antike Welt ja nie nach nationalen Maßstäben verfasst, sondern immer transkulturell war – und ebenso muss es ihre Erforschung sein. Unsere Gesellschaft steht deshalb vor der Aufgabe, die Kooperationen mit unseren internationalen Partnern weiter auszubauen und junge Kolleginnen und Kollegen stärker in diese Netzwerke einzubinden.
Auch die Digitalisierung eröffnet neue Horizonte. Digitale Editionen, Datenbanken, 3D-Rekonstruktionen und KI-gestützte Textanalysen verändern die Methoden unserer Disziplinen in Forschung, Lehre und gesellschaftlichem Transfer. Als Mommsen-Gesellschaft können und sollten wir hier eine koordinierende und reflektierende Rolle übernehmen – als Vermittlerinnen und Vermittler zwischen Tradition und Innovation.
Und schließlich dürfen wir unsere Verantwortung gegenüber der Gesellschaft nicht vergessen. In Zeiten wachsender Geschichtsklitterung und populistischer Verkürzung sind es nicht zuletzt die mit Texten und materieller Kultur arbeitenden Altertumswissenschaften, die uns lehren, komplex zu denken, Ambivalenzen auszuhalten und historische Erfahrung in ethisches Bewusstsein zu übersetzen.
Die Mommsen-Gesellschaft hat in den vergangenen 75 Jahren eindrucksvoll bewiesen, dass sie solche Herausforderungen annehmen und sich wandeln kann, ohne ihr Fundament zu verlieren. Wir werden auch in Zukunft gebraucht – als Stimme der Vernunft, als Ort des Austauschs und als Gemeinschaft von Menschen, die sich der Vergangenheit zuwenden, um die Gegenwart besser zu verstehen.
Am Ende dieses Rückblicks möchte ich deshalb all jenen danken, die unsere Gesellschaft in den vergangenen Jahrzehnten geprägt haben: den Vorsitzenden und Vorständen, den Organisatorinnen und Organisatoren zahlloser Tagungen, den Mitgliedern, die in Archiven, Grabungsstätten, Bibliotheken und Hörsälen das Wissen über die Antike lebendig halten – und dem wissenschaftlichen Nachwuchs, der diese Tradition fortführt und erneuert. Ein ganz besonderer Dank gilt freilich unserem Gründervater Bruno Snell, dessen Weitblick die Basis legte für alles, was folgte. Der nach ihm benannte Preis, der junge Forscherinnen und Forscher ehrt und den wir im nächsten Jahr im Rahmen der Großen Mommsentagung in Mainz zum 19. Mal vergeben werden, ist Symbol dieses Geistes: Wissen weiterzugeben – Gemeinschaft zu stiften – Zukunft zu gestalten.
Wir dürfen stolz darauf sein, Teil dieser Geschichte zu sein. Und wir wissen, dass sie weitergeschrieben wird – von uns, gemeinsam, in Forschung, Lehre und gesellschaftlichem Engagement. Von der Dichterin Mascha Kaléko, geboren in Galizien im Jahr 1907, also vier Jahre nach dem Tod Theodor Mommsens, stammt der wunderbare Satz: „Die Vergangenheit ist nicht tot; sie lebt in uns fort, und wir sind ihre Stimme.“ Das ist eine wunderbare Beschreibung des Geistes, der die Mitglieder der Mommsen-Gesellschaft verbindet – über Generationen hinweg, über Fächer, Universitäten und Länder. Es ist das, was unsere Gesellschaft ausmacht, und es wird auch in Zukunft ihr stärkstes Fundament bleiben.
In diesem Sinne: ad multos annos!
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Dux femina facti (Verg. Aen. 1.364) – Frauen*(netzwerk) in der Klassischen PhilologieJul 24Donnerstag, 24. Juli 2025 08:21
Vom 19. bis 21. März 2025 fand in Marburg die von der Mommsen-Gesellschaft geförderte Tagung „Dux femina facti (Verg. Aen. 1.364) – Frauen*(netzwerk) in der Klassischen Philologie“ statt.
Die hohe Beteiligung und Motivation sowie das Engagement der Teilnehmerinnen* aller Karrierephasen während der Tagung zeugen von dem großen Bedürfnis nach mehr Kooperation und Raum für Offenheit zwischen Klassischen Philologinnen* in Deutschland – ein Bedürfnis, dem mit einer Folgeveranstaltung in Potsdam 2026 nachgekommen werden soll. Der Tagung ist es damit gelungen, eine Grundlage für die Entwicklung eines Frauen*netzwerks in der Klassischen Philologie zu legen.
Bitte lesen Sie hier den Tagungsbericht.
Das Programm finden Sie hier: Tagungsprogramm - Aktuelles aus der Mommsen-Gesellschaft
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Bericht über die Generalversammlung der FIEC 2025Jul 22Dienstag, 22. Juli 2025 12:52
Am 09. Juli 2025 fand im Rahmen des Kongresses der FIEC in Wrocław (Polen) die Generalversammlung der FIEC statt, die erstmals – nach dem reinen Online-Kongress in Mexiko 2022 – im Hybridformat durchgeführt wurde, mit allen Schwierigkeiten, die dieses Format immer mit sich bringt. Die für die Mitglieder der Mommsen-Gesellschaft interessantesten Aspekte seien im Folgenden zusammengestellt; zu allen Tagesordnungspunkten liegen teils ausführliche Dokumentationen vor.
Mitglieder der FIEC
Die FIEC zählt aktuell 79 Mitgliedsorganisationen, darunter 14 internationale und 65 nationale. Die Mitgliedschaft beendet hat das Turkish Institute of Archaeology (Gründe wurden nicht genannt), einstimmig neu aufgenommen wurden die Organisationen Consulta Universitaria del Greco (Italien), Antico e moderno (Italien), die APLAES (Association des professeurs de langues anciennes de l’enseignement supérieur, Frankreich) und die Association Cultura Clásica (Spanien).
Finanzen
Einnahmen und Ausgaben der FIEC sind ausgeglichen. Alle neun Vorstandssitzungen seit der letzten Generalversammlung wurden online durchgeführt. Die einzige wesentliche Ausgabe war in den letzten Jahren die Durchführung der drei Serien von je 5 Vorträgen zum 75jährigen Bestehen der FIEC (3.575,49).
Das Kapital der FIEC betrug zum Jahresschluss 2024 EUR 48.971,44. Mit den für den Kongress in Wrocław eingeplanten Mitteln wird zum Jahresschluss 2025 ein Saldo von ca. 43.000,- erwartet, was dem Saldo nach dem Kongress in Mexiko entspricht.
Die Schatzmeisterin (Catherine Steel) machte den Vorschlag einer Erhöhung des seit langem konstanten Mitgliedsbeitrags von 110,- auf 120,- Euro ab 2026. Dieser Vorschlag wurde bei einer Enthaltung und ohne Gegenstimme angenommen.
Berichte
(des Vorsitzenden (Jesús de la Villa), des Generalsekretärs (Thomas Schmidt), der Delegierten der FIEC bei CIPSH, SIBC, Thesaurus-Kommission, EASSH, Classics Development Group)
Die FIEC hat ihr 75jähriges Bestehen mit der nun über ihre Homepage abrufbaren Serie von 3 x 5 Gedenkvorträgen gefeiert (hieran waren auch Mitglieder der Mommsen-Gesellschaft beteiligt). Vorstand und Präsident haben in einem Dutzend Fällen der drohenden Schließung von Einrichtungen protestiert und im Übrigen die Zusammenarbeit mit anderen supranationalen Organisationen fortgeführt.
Die SIBC (Träger der Année Philologique) führt die Konsolidierungspolitik, die Pierre Chiron begonnen hat, unter dem Ende 2024 neu gewählten Präsidenten Dario Mantovani erfolgreich fort. Zu den Arbeitsstellen der Année Philologique in Deutschland, Frankreich, Italien, Griechenland, Spanien, der Schweiz und den USA sind Außenstellen in China, Japan und Brasilien hinzugekommen. Die Zusammenarbeit mit dem Verlag Brepols sei konstruktiv. Die nächste Tagung der SIBC werde im November 2025 in München stattfinden und dem „Gnomon“ gewidmet sein.
Der Thesaurus linguae Latinae bittet um Beiträge zu seinem Podcast, den er als wesentliches Instrument, outreach zu erzeugen, betrachtet und von dem er sich einen größeren Bekanntheitsgrad und mittelbar die Bereitschaft, potentielle Unterstützer und Spender zu erreichen, verspricht.
Die EASSH (European Alliance for Social Sciences and the Humanities) konnte bei der Zwischenevaluation der laufenden Mittelvergabe in Horizon Europe die Interessen unserer Fächergruppe einbringen; gelungen ist die Neu-Integration von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem Vereinigten Königreich zu gleichen Bedingungen wie vor dem Austritt aus der Europäischen Gemeinschaft. Düster sind allerdings die Aussichten auf die europäische Förderung unserer Fächergruppe nach 2027. Die Pläne der EU-Kommission zielen auf die nahezu ausschließliche Förderung der „hard sciences“, Krisensitzungen der EASSH finden derzeit statt. Der Delegierte der FIEC bei der EASSH (André Lardinois) befürchtete in seinem Bericht, dass diese Tendenz auf nationale Förderprogramme durchschlagen und das Klima für die Geistes- und Sozialwissenschaften insgesamt schädigen können.
Wahlen / neuer Vorstand
Ausnahmslos einstimmig und ohne Enthaltung gewählt wurden:
Andreas Fountoulakis (Präsident; Griechenland)
André Lardinois (Vizepräsident; Niederlande)
Katarzyna Marciniak (Vizepräsidentin, Polen; Mitglied der Mommsen-Gesellschaft)
Alison Griffith (Vorstandsmitglied, Vereinigtes Königreich)
Emiliano Buis (Vorstandsmitglied, Argentinien)
David Movrin (Vorstandsmitglied, Slowenien)
Ivana Petrovic (Vorstandsmitglied, USA)
Filippomaria Pontani (Vorstandsmitglied, Italien)
Thomas Schmidt (Generalsekretär)
Catherine Steel (Schatzmeisterin)sowie (nicht Mitglieder des Vorstands): Roy Gibson und Elena Isayev (Rechnungsprüfer)
Neuer Dissertationspreis der FIEC
Das Vorhaben der FIEC, zur Steigerung der internationalen Visibilität unserer Fächer einen Preis einzurichten, wurde gebilligt. Dieser “Prix de la FIEC pour les meilleures Thèses de doctorat en Études classiques” soll alle 3 Jahre vergeben werden und mit EUR 1.000,- dotiert sein. Vorgesehen sind zwei Kategorien, in denen der Preis vergeben wird, „Greek and Latin languages, literature and philosophy, including their reception” und “Greek and Roman history and archaeology, including their reception”. Vorschlagsberechtigt sind die Mitgliedsorganisationen. Über die Vergabe des Preises entscheidet der Vorstand der FIEC einstimmig. Da die FIEC die Sprachenvielfalt fördert, gibt es für die Sprache der Dissertationen keine Einschränkung. Zum Procedere der Nominierung liegt eine Handreichung vor.
Diskussionen
Diese fielen, auch dem Hybridformat geschuldet, ungleich kürzer als bei früheren Gelegenheiten aus. Kritisch angemerkt wurde, dass die Keynote-Speaker des Kongresses in Wrocław ausschließlich aus dem angelsächsischen Raum (USA und UK) kamen.
Nächster Kongress
Der nächste Kongress der FIEC wird 2028 in Ljubljana (Slowenien) stattfinden. Ein genaues Datum werden die Ausrichter noch nennen, eine Präsentation des Tagungsortes und Tagungskonzepts erfolgte anders als früher üblich nicht.
Christoph Schubert (Delegierter der MG bei der FIEC)
Breslau, 9. Juli 2025
Petitionen und Proteste
- Petitionen und Proteste
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Save Greek and Latin at the University of Ottawa!Nov 01Samstag, 01. November 2025 10:35L'administration de la Faculté des arts de l'Université d'Ottawa vient de suspendre brusquement les admissions au programme spécialisé en Antiquité grecque et romaine (au sein du Département d'études anciennes et de sciences des religions). Elle avait déjà suspendu les admissions à la maîtrise en Antiquité tardive en 2024, qui s'était bâtie une réputation mondiale en vingt ans. Rares sont les programmes qui reprennent après une telle suspension : une fois suspendu, il est peu probable qu'un programme soit rétabli.Pour manifester votre désaccord, je vous prie de bien vouloir signer la pétition pour le maintien de ce programme spécialisé en Antiquité grecque et romaine:
Merci de votre solidarité!Karin Schlapbach, Présidente de l'ASEA
Open Letter in Support of Classics at the University of Ottawa
The Situation
The Faculty of Arts at the University of Ottawa has abruptly suspended admissions to the Honours programme in Greek and Roman Studies (Department of Classics and Religious Studies), effective immediately. This decision was made without consultation with department members, students, or the broader academic community.This suspension follows the 2024 closure of the M.A. in Late Antiquity, a programme that had built an international reputation over twenty years. Together, these decisions will end advanced instruction in Latin and stop all teaching of Ancient Greek. These languages have been taught at the university since it was founded in 1848.
Why This Matters
For Franco-Ontarians: The University of Ottawa is the only institution in Ontario where ancient languages can be studied in French. This decision cuts off access to this important part of our cultural heritage for French-speaking students across the province.For Academic Excellence: Every major research university in the world maintains robust teaching and research in Classical studies. The suspension undermines the University of Ottawa's reputation as a comprehensive research institution.
For Interdisciplinary Scholarship: Classics supports research and teaching across multiple faculties: Law (Roman law), Medicine (medical terminology), Education (pedagogy), History, Philosophy, Political Science, Art History, Literature, Modern Language study, and more.
For the Community: This is not just about what happens on campus. The department has strong connections with the wider community. Students and staff maintain links with the Franco-Canadian and Greek communities across Ontario and beyond, and with educational institutions across Canada and globally. The Museum of Classical Antiquities offers educational activities and outreach, including partnerships with organizations such as the Ottawa Mission.
For Governance: The decision was made without due consultation and at extremely short notice.
Our Request
We call on the University of Ottawa administration to:- Immediately reverse the suspension of admissions to the Honours programme in Greek and Roman Studies;
- Undertake a comprehensive review of Humanities programming through proper consultative processes before making further programme decisions;
- Recognize the unique role of the University of Ottawa as the only French-language institution in Ontario offering instruction in ancient languages;
So that future generations of students, both Francophone and Anglophone, continue to have access to these foundational disciplines at the University of Ottawa.
- Petitionen und Proteste
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Survey about network fairness in academic hiringSep 23Dienstag, 23. September 2025 11:33
Dear researcher,
We are inviting academics from all disciplines and at all career stages to participate in a survey about network fairness in academic hiring. Our aim is to understand when relying on social capital or personal networks is considered acceptable and fair, and when it is deemed unfair.
The survey consists of three parts:
Part 1 (~2 minutes): Sociodemographic information about yourself and your family.
Part 2 (~10 minutes): Hypothetical scenarios of hiring.
Part 3 (~5 minutes): Information about your academic background.
We kindly ask you to complete the survey by October 3 (AoE).
We will send up to two reminders before this date to ensure maximum participation.
For more information about the project, please visit: https://netin.csh.ac.at/network_fairness_survey
Follow this link to the Survey:
Take the SurveyOr copy and paste the URL below into your internet browser:
https://qualtrics.ceu.edu/jfe/form/SV_2cwKRaDISMtwFdY?Q_DL=rh8uStk8keMkXsD_2cwKRaDISMtwFdY_CGC_1ocVvFFligmlLNY&Q_CHL=email
Thank you for your time and participation.
Best regards,
Lisette Espín-Noboa (CSH, CEU)
Bence Kollanyi (CCS)
Adám Stefkovics (CCS)
Rainer Stütz (CSH)
Julia Koltai (CCS)
Fariba Karimi (CSH, TU Graz)
CSH: Complexity Science Hub, Vienna
CEU: Central European University, Vienna
CCS: HUN-REN Centre for Social Sciences Budapest
TU Graz: Graz University of Technology
PS. Please be assured that the survey is completely anonymous. Your responses will greatly help us in identifying academic hiring practices. For more information please refer to the consent form: https://netin.csh.ac.at/network_fairness_survey/static/files/informed_consent_v2_5.pdf - Petitionen und Proteste
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Petition gegen die Schwächung des Fremdsprachenunterrichts an den Schweizer GymnasienJun 23Montag, 23. Juni 2025 19:18
- Petitionen und Proteste
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Pétition en faveur de l'enseignement du grec au canton de GenèveMai 26Montag, 26. Mai 2025 15:45Pétition à GenèveCher(e)s membres de l'ASEA,nous vous prions de signer la pétition en faveur de l'enseignement du grec au canton de Genève d'ici le mardi 3 juin.Vous trouverez ci-joint la version de la pétition destinée à la collecte de signatures.
https://latiniste.ch/wp-content/uploads/2025/05/petition-en-faveur-du-latin-a-Geneve.pdf
Nous espérons que vous participerez activement à la diffusion de cette pétition et à la récolte de signatures.Pour le retour de la pétition, nous vous demandons instamment, pour des raisons logistiques, de privilégier le courrier postal à l’adresse suivante :LATIN23, rue de Saint-Jean1203 Genèveen regroupant le plus grand nombre de listes remplies.Si malgré tout, il vous semble plus simple d’utiliser le courrier électronique pour nous adresser les listes complètes de signatures, merci de scanner les listes plutôt que d’envoyer des photos, ceci afin d’assurer la lisibilité des noms et des signatures à l'impression.L’adresse pour le retour de la pétition par courriel est :Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Vous trouverez la pétition et des informations complémentaires sur le site ad hoc: www.latiniste.chUne partie de ce site est destinée à des testimonia (témoignages). Si vous souhaitez y apporter votre contribution, nous nous réjouissons de les recevoir à cette adresse électronique :Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Merci de votre soutien!
Aktuelles aus den Altertumswissenschaften
- Aktuelles aus den Altertumswissenschaften
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Neuedition der Pindar-Scholien: freiwillige Mitarbeiter/innen bei der Handschriften-Kollation gesuchtDez 07Sonntag, 07. Dezember 2025 12:42
Was bringen Sie mit?
• Gute Kenntnisse der altgriechischen Sprache
• Freude an der Arbeit mit mittelalterlichen Handschriften
• Zeit und GeduldWas bieten wir Ihnen?
• Einführung in die griechische Paläographie
• Übermittlung der digital vorliegenden Handschrift sowie des elektronisch vollständig erfassten Textes der Ausgabe von A. B. Drachmann als Grundlage für die Kollation
• Kleine individuelle EntschädigungWir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme vor Ende 2025!
Dr. Arlette Neumann-Hartmann:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
PD Dr. Orlando Poltera:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. - Aktuelles aus den Altertumswissenschaften
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Wahl zum Lateinwort des Jahres 2025 startet : Bis zum 14. Dezember können alle Lateinbegeisterten über das lateinische Wort des Jahres abstimmenNov 26Mittwoch, 26. November 2025 15:54
Pressemitteilung: Bayerische Akademie der Wissenschaften
Wer macht 2025 bei der Wahl zum Lateinwort des Jahres das Rennen?
Der Vox Anni-Wettbewerb geht in die vierte Runde, und mit dem Startschuss zur Abstimmung präsentiert die Thesaurus linguae Latinae-Community die Vorschläge für das lateinische Wort des Jahres 2025. Ob professionelle Altphilologin, Fan von Sandalenfilmen oder einfach nur Lateinliebhaber – wir laden alle ein, aus den sechs Finalisten ihr Lieblingswort auszuwählen. Die Abstimmung läuft bis zum 14. Dezember 2025 um Mitternacht (MEZ), am 17. Dezember wird der Gewinner verkündet.
Die Finalisten für das lateinische Wort des Jahres sind (in alphabetischer Reihenfolge):
1. rhabdomantīa „Rutenwahrsagerei“
2. rhoezos „Lärm, Getöse“
3. rhonchissātor „Schnarcher“
4. rir (lautmalerische Nachahmung des Knurrens eines Hundes)
5. risum (Akkusativ) „Reis“
6. roba „Gewand“
Ausführliche Erklärungen der einzelnen Worte finden Sie hier: https://parerga.hypotheses.org/4098
Um in den Finalistenkreis aufgenommen zu werden, musste jedes Wort drei Bedingungen erfüllen: Erstens wurden nur Lemmata berücksichtigt, deren Einträge im Wahljahr im Thesaurus linguae Latinae veröffentlicht wurden. Zweitens musste es sich um ein gänzlich „neues“ Wort handeln – neu in dem Sinne, dass man es bisher in keinem gängigen Lexikon des antiken Lateins findet, wie etwa dem Oxford Latin Dictionary, Georges oder Gaffiot. Drittens wurde bei der internen Vorauswahl darauf geachtet, welche Wörter aus formaler oder inhaltlicher Sicht besonders interessant sind und sich eignen, eine Verbindung zwischen Antike und Gegenwart herzustellen. Das bedeutet, dass einige der bedeutendsten und unterhaltsamsten Beiträge, die in Faszikel R12 des Thesaurus linguae Latinae veröffentlicht wurden, von der Wahl ausgeschlossen sind. Zu diesen Wörtern gehören etwa rex, rhetor, rideo, ridiculus, ripa, rite und robur. Trotzdem hoffen wir, dass die diesjährige Auswahl einen robusten und rhetorisch reizvollen Beitrag zur Lateinforschung darstellt.
„Schatzhaus des antiken Lateins“: Der Thesaurus linguae Latinae
Der Thesaurus linguae Latinae ist das maßgebliche Wörterbuch des antiken Lateins. In dem internationalen Vorhaben der BAdW forschen Latinistinnen und Latinisten aus derzeit sieben Ländern, in der internationalen Thesauruskommission sind Forschungseinrichtungen aus 30 Ländern vertreten. Als einziges Lexikon bezieht der Thesaurus alle überlieferten lateinischen Texte von den Anfängen bis 600 n. Chr. ein, berücksichtigt also neben der klassischen Latinität auch ausführlich die Besonderheiten der spätantiken und christlichen Texte. Untersucht werden nicht nur literarische Werke, sondern auch juristische und medizinische Gebrauchstexte, Inschriften, Graffiti und vieles mehr.
Warum 2024 retotatototato gewonnen hat und was sich dahinter verbirgt: https://badw.de/die-akademie/presse/pressemitteilungen/pm-einzelartikel/detail/mit-einem-lateinischen-trompetenstoss-ins-neue-jahr.html
Weitere Informationen zum Thesaurus linguae Latinae
Seit 2019 steht der Thesaurus online im Open-Access zur Verfügung: https://thesaurus.badw.de/tll-digital/tll-open-access.html
Zudem gibt es den Thesaurus als durchsuchbare Datenbank bei De Gruyter: https://tll.degruyter.com/
Informationen zum Thesaurus finden Sie auf der Projektwebseite: https://thesaurus.badw.de/das-projekt.html
Mehr Informationen zur lateinischen Lexikographie lesen Sie auf dem TLL-Blog: https://parerga.hypotheses.org/
Im Podcast werden einzelne Lemmata vorgestellt: https://tllpod.podbean.com/ - Aktuelles aus den Altertumswissenschaften
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Neues von NFDI4MemoryNov 12Mittwoch, 12. November 2025 09:56Save the Date Community Forum 2026Das vierte NFDI4Memory Community Forum findet am 25.11.2026 im Deutschen Museum München im Vorfeld der Konferenz "Das digitale Objekt" statt. Wir werden Sie über diesen Kanal auf dem Laufenden halten, sobald wir mit den Detailplanungen starten. Schon jetzt freuen wir uns, Sie nächstes Jahr in München begrüßen zu dürfen!Aktuelle FAIR Data Fellowship AusschreibungNoch neun Tage läuft die Ausschreibung für die FAIR Data Fellowships 2026. Das Förderprogramm ermöglicht es historisch arbeitenden Personen ihren Datensatz mit Hilfe von Expert:innen aus dem 4Memory Konsortium für eine Publikation aufzubereiten. Für die einmonatige Laufzeit erhalten die Fellows zudem jeweils eine monetäre Förderung von 1.500€. Teilen Sie gerne die Ausschreibung der FAIR Data Fellowships auch innerhalb ihrer Institution und Netzwerks. Internationale Bewerbungen sind ausdrücklich willkommen.Frag4Memory SprechstundeUm das Beratungsangebot von NFDI4Memory zu erweitern bieten wir jeden zweiten Freitag eines Monats eine digitale Sprechstunde von je 30 Minuten für eine erste Einstiegsberatung zu forschungsdatenmanagementrelevanten Themen an. Wir würden uns freuen, wenn Sie dieses Angebot innerhalb ihrer Institution und ihres Netzwerks bewerben können.Books to Bytes Staffel 3Die dritte Staffel unserer beliebten Veranstaltungsreihe Books to Bytes ist vergangenen Monat erfolgreich gestartet. Einmal im Monat werden aktuelle Themen und relevante Anwendungsfelder vorgestellt. Am Fr. 21.11.2025, 10-11:30 Uhr präsentieren Dr. Cindarella Petz & Dr. Sarah Oberbichler (beide DH Lab des Leibniz-Insitut für Europäische Geschichte, Mainz) "Wissenschaftliche Integrität in der Arbeit mit großen Sprachmodellen"Infomaterial NFDI4Memory für Ihre InstitutionSollten Sie Interesse an Infomaterial (Flyer allgemein, Flyer Frag4Memory, Flyer FAIR Data Fellowships) zu NFDI4Memory haben oder Merch für eine Veranstaltung benötigen, schreiben Sie uns gerne an
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. und wir senden Ihnen das gewünschte Material zu.Mit herzlichen Grüßen aus dem 4Memory Coordination Office!--NFDI4Memory Coordination Office
MDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG)
Alte Universitätsstr. 19
55116 Mainz Germany
4memory.de - Aktuelles aus den Altertumswissenschaften
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Pressemitteilung des Deutschen Archäologen Verbandes zur Novellierung des KulturgutschutzgesetzesJun 27Freitag, 27. Juni 2025 09:56
Antikenhandel im Wandel
Vor Novellierung: Deutscher Archäologen-Verband begrüßt Schutz archäologischer Objekte im neuen Kulturgutschutzgesetz
Vor der Abstimmung im Bundestag über die Novellierung des Kulturgutschutzgesetzes diskutierte der Deutsche Archäologen-Verband auf seiner Jahrestagung in Würzburg Herausforderungen und Perspektiven im Umgang mit Antikenhandel und Kulturerbe.
Am 26. Juni 2025 entscheidet der Bundestag über eine Änderung des Kulturgutschutzgesetzes (KGSG), das den Handel mit Kulturgütern künftig vereinfachen und transparenter gestalten soll. Der Deutsche Archäologen-Verband (DArV) begrüßt in diesem Zusammenhang ausdrücklich, dass archäologische Kulturgüter weiterhin unter besondere Schutzbestimmungen fallen sollen. Im Vorfeld der parlamentarischen Entscheidung widmete sich die Jahrestagung des Verbands vom 20. bis 22. Juni in Würzburg unter dem Titel „Cultural Heritage – Eigentumsfragen – Best practice“ der aktuellen Debatte um den Antikenhandel und seine gesellschaftliche Verantwortung.
Angesichts nachlassenden Interesses unter den Erben früherer Sammlerinnen und Sammler und aufgrund der verstärkten öffentlichen Debatte über Rückgaben werden insbesondere Museen als Schnittstellen zwischen Forschung und Öffentlichkeit zuletzt immer wieder mit Angeboten konfrontiert, private Antikensammlungen zu übernehmen. Deren nicht selten ungeklärte oder problematische Provenienzen erschweren den Umgang mit solchen Angeboten: Sie auszustellen würde bedeuten, ihnen Legitimation zu verleihen, sie abzulehnen ginge mit dem Risiko des Verlusts dieser Stücke einher. Museen könnten allenfalls, so ein in Würzburg diskutierter Vorschlag, als „sicherer Hafen“ agieren und, entsprechende Kapazitäten vorausgesetzt, Objekte unklarer Herkunft vorübergehend verwahren bis rechtmäßige Eigentümer ermittelt und Rückgaben in die Wege geleitet werden können. Hierfür gilt es, Leitlinien zu entwickeln.
Gleichzeitig betont der DArV die Notwendigkeit noch früher anzusetzen: Raubgrabungen und illegale Ausfuhr von Kulturgut müssen effektiver verhindert werden. Dabei geht es nicht darum, den legalen Besitz oder Handel grundsätzlich zu kriminalisieren, sondern um eine konsequente Dokumentations- und Nachweispflicht für alle Beteiligten. Das Kulturgutschutzgesetz von 2016 hat hier bereits wichtige Impulse gesetzt. Die nun geplanten Änderungen sollen bürokratische Hürden abbauen und mehr Transparenz schaffen. Ausdrücklich begrüßt der DArV, dass archäologische Kulturgüter wegen ihrer besonderen Schutzbedürftigkeit von einer geplanten Lockerung der Sorgfaltspflichten, etwa zum Erwerb, zu Ein- und Ausfuhr, ausgenommen sind.
Die Änderungen sollen im Sommer 2025 in Kraft treten.
Der Deutsche Archäologen-Verband wurde 1970 in Bonn gegründet und vertritt heute etwa 1.150 Mitglieder aus allen archäologischen Disziplinen. Als disziplinenübergreifender Berufsverband setzt er sich für die beruflichen, wissenschaftlichen und sozialen Interessen von Archäologinnen und Archäologen in Deutschland ein. Während seiner Jahrestagung diskutiert er regelmäßig aktuelle Themen der archäologischen Wissenschaften, Museen und des Kulturerbes.
Kontakt:
Deutscher Archäologen-Verband e.V., www.darv.de
Vorsitz: Prof. Dr. Stefan Feuser, Universität Bonn,
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Call for Papers
- Call for Papers
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Text, Tradition und Transformation in Spätantike und Früher Neuzeit: Intertextuelle Praktiken im VergleichDez 05Freitag, 05. Dezember 2025 09:46
Text, Tradition, and Transformation in Late Antiquity and the Early Modern Period: Intertextual Practices in Comparison
19-21 november 2026, LMU Munich
organised by Marco Besl and Claudia Wiener
-English below-
In Zeiten gesellschaftlichen Wandels scheint der Rückbezug auf kulturelle Tradition besonders dringend zu sein. In der literarischen Produktion ist diese Tendenz durch intertextuelle Techniken besonders gut nachzuvollziehen, mit denen der Anschluss an literarische Werke gesucht wird, deren anerkannte Autorität den jeweils aktuellen Aussagen und Schriften hohen Geltungsanspruch verleihen kann. Dem Phänomen der Intertextualität kommt so eine zentrale Bedeutung im Verständnis kultureller und gesellschaftlicher Transformationsprozesse zu.
Die Tagung möchte mit der Spätantike und der Frühen Neuzeit vergleichend in den Blick nehmen, in denen vor allem in der lateinischen und griechischen Literatur der Bezug auf Autoritäten der Vergangenheit kulturübergreifend betont wird, aber auch neu verhandelt werden muss. Autoritäten werden nicht nur rezipiert, sondern in neue Kontexte gesetzt. Die zugrundliegenden Praktiken und die daraus abzulesenden Zielsetzungen sollen analysiert und im Rahmen der Tagung miteinander verglichen werden. Für unsere eigene Methodenreflexion ist es darüber hinaus ein Anliegen der Tagung, die Möglichkeiten und Tendenzen heutiger philologischer, insbesondere digitaler Methoden bei der Erforschung von Intertextualitätsphänomenen in den Blick zu nehmen.
Zur internationalen Tagung im Rahmen des Exzellenzclusters (3061) Cross-Cultural Philology an der LMU München laden wir Sie herzlich ein, von Donnerstag, 19. November 2026, bis Samstag, 21. November 2026, nach München zu kommen. Willkommen sind Beiträge aus allen unterschiedlichen einschlägigen Fachdisziplinen in deutscher oder englischer Sprache. Wir freuen uns über Bewerbungen von etablierten Forschenden ebenso wie von NachwuchswissenschaftlerInnen mit Skizze des Vortrags (max. 1 Seite) und kurzem tabellarischem Lebenslauf bis zum 31.01.2026 an
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. . Rückmeldungen werden im Laufe des Februars 2026 gegeben. Die Vorträge sollten 25-30 Minuten dauern, denen sich eine viertelstündige Diskussion anschließt. Reise- und Übernachtungskosten können übernommen werden.In times of social change, the need to refer back to cultural tradition seems particularly urgent. In literary production, this tendency is evident in intertextual techniques, which establish connections with literary works of authority to lend credibility to current statements and writings. Intertextuality therefore plays a central role in understanding cultural and social transformation processes.
This conference will take a comparative look at Late antiquity and the Early modern period, when authorities of the past were emphasised across cultures in Latin and Greek literature, but also had to be renegotiated. These authorities were not only simply accepted but also transformed in new contexts. The underlying practices and objectives will be analysed and compared during the conference. In addition, the conference will examine the possibilities and trends of contemporary philological methods, especially digital ones, in the study of intertextual phenomena for our own methodological reflection.
We cordially invite to attend the international conference organised by the Cluster of Excellence (EXC 3061) Cross-Cultural Philology at Ludwig Maximilians University of Munich (LMU Munich) from Thursday, 19 November to Saturday, 21 November 2026 in Munich. Contributions from established researchers and early-career scholars of all relevant disciplines in German or English are welcome. Please submit an outline of your presentation (max. 1 page) and a short CV by 31 January 2026 to
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. . Feedback will be provided in February 2026. Presentations should last 25–30 minutes, followed by a 15-minute discussion. Travel and accommodation expenses can be covered.Contact:
Dr. Marco Besl, LMU Munich
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Große Mommsen-Tagung 2026 „Streit – Konflikt – Disput: Antike Antagonismen im interdisziplinären Fokus“Dez 03Mittwoch, 03. Dezember 2025 14:00
Donnerstag, 07. Mai (14:00 Uhr) – Samstag, 09. Mai 2026
Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA)
Ludwig-Lindenschmit-Forum 1
55116 Mainz
Die Häufung globaler Spannungen der letzten Jahre hat erneut vor Augen geführt, wie grundlegend Antagonismen das Zusammenleben menschlicher Gemeinschaften prägen. Konflikte – in all ihren Formen, von alltäglichen Auseinandersetzungen bis hin zu militärischen Eskalationen – sind kein Ausnahmezustand, sondern ein konstitutives Element sozialer, politischer und kultureller Ordnungen. Ein Blick in die griechisch-römische Antike zeigt eindrücklich, wie sehr Streit, Konflikt und Disput als Motoren gesellschaftlicher Dynamiken wirkten, wie sie Gemeinschaften herausforderten, formten und veränderten, und wie vielfältig Strategien ihrer Bewältigung ausfallen konnten.
Vor diesem Hintergrund lädt die Große Mommsen-Tagung 2026 dazu ein, Antagonismen der antiken Welt in ihrer ganzen Breite zu untersuchen und neue methodische Perspektiven auf ihr Verständnis zu eröffnen. Gemäß den Prinzipien der Mommsen-Gesellschaft richtet sich die Tagung an Forschende aus Alter Geschichte, Klassischer Philologie und Klassischer Archäologie mit dem Ziel, den Austausch zwischen den Disziplinen zu vertiefen. Im Zentrum stehen die vielfältigen Quellengattungen – historiographische, epigraphische und juristische Zeugnisse, poetische und narrative Literatur ebenso wie archäologische Befunde – sowie die zahlreichen Formen, in denen Konflikte ausgetragen, verhandelt oder sublimiert wurden.
Das Spektrum möglicher Konfliktszenarien reicht dabei von politischen Auseinandersetzungen über die Konkurrenz zwischen Individuen und Gruppen bis hin zu juristischen Streitfällen, interpersonalen Fehden oder extremen gewaltsamen Eskalationen wie dem Peloponnesischen Krieg oder den Bürgerkriegen der späten römischen Republik. Ebenso prägen fiktionale und literarisierte Konflikte, etwa der Trojanische Krieg, das kulturelle Gedächtnis und bieten wertvolle Zugänge zur Wahrnehmung, Deutung und Normierung von Antagonismen in der antiken Welt. Auch Maßnahmen der Deeskalation, Prävention oder Regulierung wie diplomatische Verhandlungen, soziale und rechtliche Institutionen, Machtdemonstrationen oder infrastrukturelle Präventionsmaßnahmen verdienen besondere Aufmerksamkeit, da sie Rückschlüsse auf Konsensbildungsprozesse und gesellschaftliche Wertvorstellungen erlauben.
Die Tagung nimmt sowohl akute Eskalationen als auch langfristige Entwicklungen in den Blick. Entscheidend ist dabei das Interesse an den strukturellen Bedingungen, kulturellen Deutungsmustern und narrativen Inszenierungen von Streit, Konflikt und Disput. Wie wurden Antagonismen wahrgenommen, legitimiert oder verschleiert? Welche sozialen, politischen oder räumlichen Faktoren begünstigten ihre Wiederkehr? In welcher Weise beeinflussten sie das Verhältnis zwischen Individuen, Gemeinschaften und ihren materiellen wie symbolischen Umwelten? Und welche diachronen Muster lassen sich aus der griechisch-römischen Antike heraus erkennen und möglicherweise für die Herausforderungen der Gegenwart nutzen?
Wir laden zu Beiträgen ein, die sich mit allen Aspekten antiker Antagonismen und ihrer Wahrnehmung, Darstellung oder materiellen Hinterlassenschaft befassen. Willkommen sind Fallstudien ebenso wie theoretisch-methodische Reflexionen, komparatistische Zugänge und innovative Interpretationsansätze, die helfen, Streit, Konflikt und Disput in der antiken Welt aus neuen Blickwinkeln zu betrachten.
Bitte senden Sie Abstracts von ca. 300 Wörtern sowie eine kurze biographische Notiz bis zum 13.02.2026 an den Schriftführer Lukas Reimann (
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. )Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge und auf eine anregende interdisziplinäre Diskussion.
Univ.-Prof. Dr. Dominik Maschek
Erster Vorsitzender
Mommsen-Gesellschaft e. V.
- Call for Papers
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La ville des sens et les sens de la Ville : pour une histoire sensible de l’VrbsDez 01Montag, 01. Dezember 2025 16:15
Appel à communication
Colloque international : La ville des sens et les sens de la Ville : pour une histoire sensible de l’Vrbs,
organisé par Alexandre Vincent à Lyon, les 8 et 9 juillet 2026
La longue tradition d’études sur l’histoire urbaine de Rome s’est récemment enrichie d’un nouveau questionnement
autour des sensorialités. Puisque, comme le rappelle Cassius Dion par la voix d’Auguste, « ce sont les hommes qui
font d’une ville ce qu’elle est, non des maisons, des portiques ou des places désertes », la perception que les habitants
avaient de leur milieu mérite d’être prise en compte, non seulement dans les discours sur la ville rédigés comme tels,
mais également dans tous les moments où des auteurs livrent incidemment un fragment de leurs sensations. Il est
alors question de compléter la posture de l’architecte ou du topographe, fondée avant tout sur le regard, pour considérer
la ville vivante, c’est-à-dire un espace vécu, perçu, ressenti par des individus différents en statut, genre, âge ou
condition sociale. Pour peu qu’on veuille bien les considérer, les sources antiques grouillent d’indications sur la manière
que les Anciens avaient d’habiter la ville par tous les sens : non seulement les cinq hérités de la définition
aristotélicienne, mais également toutes ces perceptions que les neuroscientifiques contemporains intègrent au
sensorium humain (e.g. kinesthésie, thermoception, nociception, intéroception, sens vestibulaire…).
Il n’est certes pas nouveau de penser que la grande ville, par sa concentration humaine inédite, a produit un
environnement sensoriel unique et éprouvant pour ses habitants. La thématique des nuisances de la ville (sonores,
olfactives, tactiles entre autres) a déjà été traitée notamment à partir des textes d’époque impériale. Mais au-delà de
ces cas qui attirent facilement l’attention, aucune étude systématique n’a été engagée, sur la longue durée de
l’Antiquité, visant à rassembler tous les témoignages d’événements sensoriels rapportés par les sources et localisés
dans le tissu urbain romain. L’objectif n’est pas celui d’un simple catalogue de ces phénomènes mais bien d’une
compréhension contextuelle : c’est l’apport théorique de la sensory history que d’avoir dégagé les perceptions
sensorielles d’une gangue naturaliste, mettant au contraire en avant la dimension sociale et historique de leur
construction. Loin d’être des faits seulement biologiques, les perceptions sensorielles se situent à l’articulation de
l’individu et des structures mentales cadrant l’interprétation des stimuli. Elles sont construites par la relation qu’un
individu engage avec son milieu, dans un dialogue entre lui, ses structures perceptives et son environnement.
Une telle approche médiale engage nécessairement en complément un questionnement chronologique. S’il est acquis
que nos sensations contemporaines ne doivent être automatiquement décalquées sur les Anciens, on peut
légitimement poser la question d’une évolution de ces dernières au sein même de la période antique. Est-il possible de
savoir si l’on sentait de la même manière lors de la 2e guerre punique et dans la Rome de Constantin ? Plus encore,
on peut se demander si l’urbanitas propre aux habitants de la ville éternelle, mise en avant notamment par Quintilien,
reposait sur une forme de sensorialité spécifique partagée par celles et ceux qui éprouvaient au quotidien la vie
collective romaine à un moment donné. En d’autres termes peut-on dégager ce qui serait un éventuel gustus Vrbis,
voire plusieurs « goûts de la ville » ?
Si l’un des axes de la réflexion propose donc de saisir ce que la Ville fait aux sens, cette dernière est centrale dans une
interrogation qui portera également sur ce que les sens font à la Ville. En d’autres termes on s’appliquera à saisir le
phénomène urbain antique de manière aussi fine que possible par l’appréhension sensorielle des Anciens, en sentant
avec eux. Toutes les zones ne pourront être saisies avec la même profondeur : à titre d’exemple, le Forum concentre
400 des plus de 1150 événements sonores recensés à ce jour, représentant ainsi une masse d’informations sans égal.
Cette disproportion même, si elle devait être confirmée par des études sur d’autres catégories sensorielles, est une
source de réflexion importante, à aborder au croisement des types d’activités productrices de sensations. Il n’est en
effet guère de pratiques sociales qui soit insensible et ne livre aux historiennes et historiens de la matière pour l’étude :
les pratiques religieuses, celles du politique, de la vie économique, etc., impliquent des corps agissant dans la ville qui,
ce faisant, informent sur elle et l’informent en retour.
Toutes les contributions s’inscrivant dans la présente démarche seront considérées, pour l’ensemble de la période
antique. De même, toutes les approches méthodologiques relatives aux sciences de l’Antiquité seront appréciées, dans
une démarche nécessairement pluridisciplinaire. Elles pourront notamment s’inscrire dans les axes suivants :
1. Réflexions méthodologiques ; 2. Approches thématiques ; 3. Approches topographiques ; 4. Comparatisme.
Cette rencontre, volontairement pensée de manière large et ouverte à de nombreux questionnements, est la première
manifestation d’un programme de recherche. Un temps important sera donc consacré aux échanges et aux discussions
afin de fédérer les énergies et d’élaborer collectivement la pensée à venir. Un second volet réunira en 2027 des
spécialistes des questions de reconstitution sensorielles à partir des données archéologiques.
Les propositions de contribution, composées d’un titre et d’un résumé n’excédant pas 500 mots, doivent être
envoyé à l’organisateur avant le 15 février 2026 à l’adresse suivante :Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Appel (avec précisions sur les axes et bibliographie indicative) - Call for Papers
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4. DOKTORAND:INNENTREFFEN der Mommsen-Gesellschaft, GÖTTINGENNov 28Freitag, 28. November 2025 09:42
Am 11./12. Juni 2026 wird im Althistorischen Seminar der Universität Göttingen das vierte Dokto-
rand:innentreffen der Mommsen-Gesellschaft stattfinden. Das Treffen dient in erster Linie dem ge-
genseitigen Kennenlernen, der Vernetzung und der Vorstellung eigener Forschungsprojekte. Es be-
steht auch die Möglichkeit, ohne eigenen Beitrag an der Diskussion teilzunehmen. Daneben erwartet
Sie ein interessantes und abwechslungsreiches Rahmenprogramm: Durch einen Publikationswork-
shop des Nünnerich-Asmus Verlages wird Ihnen ein Einblick in das wissenschaftliche Publizieren aus
Verlagssicht gegeben. Zudem werden Sie die Gelegenheit haben, mit einer Kustodinnen-Führung die
Bestände der Kunstsammlung zu erkunden.
Um die zur Verfügung stehende Zeit bestmöglich für Diskussionen und den wissenschaftlichen Aus-
tausch zu nutzen, werden beim diesjährigen Doktorand:innentreffen keine klassischen Vorträge ge-
halten, sondern vorab verschickte Papers diskutiert. Dabei kann es sich um Aufsatzentwürfe, Kapitel
aus Qualifikationsarbeiten oder um die Vorstellung eines Forschungsprojektes bzw. einer For-
schungsidee handeln. Die Beiträge können im Vortragsstil (ohne Fußnoten) oder in ausgearbeiteter
Form vorgelegt werden, wobei die besprochenen Originaltexte im Paper zitiert oder in einem Anhang
bzw. eigenem Handout beigegeben werden sollten. Dadurch wird allen Teilnehmer:innen eine Vor-
bereitung, ein Sich-in-Ruhe-Eindenken in das jeweilige Material ermöglicht und eine Grundlage für
gezielte Nachfragen und intensive Diskussionen gelegt.
Die Papers sollten den Umfang von 20 Seiten nicht überschreiten und allen Teilnehmer:innen vier
Wochen vor dem Treffen (spätestens bis 11. Mai 2026) geschickt werden, damit genügend Zeit zur
Lektüre besteht. Weitere Informationen zum Upload Ihrer Aufsatzentwürfe bzw. Kapitel erhalten Sie
rechtzeitig zusammen mit der Bestätigungsnachricht Ihrer Teilnahme. Während des Treffens stellt
der / die Verfasser:in die Hauptthesen und Leitfragen des vorab verschickten Materials in 5-10 Mi-
nuten – gerne mithilfe einer kurzen Präsentation der zentralen Thesen und Argumente (max. 3-4
Folien) – vor; es folgt die Diskussion.
Das Doktorand:innentreffen wird von der Mommsen-Gesellschaft durch die Übernahme der Über-
nachtungskosten bezuschusst. Falls Sie Interesse an einer Teilnahme haben, wird um eine Anmeldung
bis zum 28. Februar 2026 bei Dr. Martin Lindner (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. ) und Johannes
Wegener, M.Ed. (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. ) gebeten.
Wenn Sie teilnehmen möchten und noch kein Mitglied der Mommsen-Gesellschaft sind: Als Dokto-
rand:in der Altertumswissenschaften haben Sie jederzeit die Möglichkeit, bei uns Mitglied zu werden
(sog. Jungmitgliedschaft). Alle nötigen Informationen zur Beantragung einer Mitgliedschaft finden
Sie unter: https://www.mommsen-gesellschaft.de/component/fabrik/form/2/
Tagungen
- Tagungen
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Colloque international : Numismatique et archéométrie : 50 ans de partenariat entre la BnF et l’IRAMAT (1975-2025)Dez 01Montag, 01. Dezember 2025 16:09
les 3 et 4 décembre 2025 à la BnF, site Richelieu
En décembre 2025, la Bibliothèque nationale de France et le
laboratoire IRAMAT (UMR 7065, CNRS–Université
d’Orléans) célébreront les cinquante ans d’un partenariat
scientifique exemplaire. À cette occasion, un colloque
international, « Numismatique et archéométrie : 50 ans de
partenariat entre la BnF et l’IRAMAT (1975-2025) », se
tiendra les 3 et 4 décembre 2025 à la BnF, site Richelieu.
Cette rencontre sera l’occasion de revenir sur un demi-siècle
de recherches communes et d’explorer les perspectives
offertes par l’archéométrie pour l’étude des monnaies de
toutes les périodes, de l’Antiquité à l’époque moderne. Les
communications s’organiseront autour de trois grands axes
que l’archéométrie contribue à renouveler : 1. Fabriquer la
monnaie ; 2. Tracer les stocks métalliques utilisés au
sein des ateliers monétaires ; 3. Penser la politique
monétaire. Enfin, une table ronde clôturera la seconde
journée, offrant un espace d’échange ouvert et dynamique
entre spécialistes de différentes aires et époques.
À l’occasion de cet événement, le professeur B. Woytek prononcera le 3 décembre à 18h30 une conférence de
type keynote intitulée : « L’archéométallurgie, la numismatique et l’histoire : leur interdépendance – hier,
aujourd’hui et demain ».
L’entrée sera libre dans la limite des places disponibles. Les débats ainsi que la keynote seront retransmis en direct
sur Zoom. Les codes d’accès peuvent être obtenus sur simple demande auprès deDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Horaires : mercredi 3 décembre 2025, 9h – 19h30 ; jeudi 4 décembre 2025, 9h – 11 h 15.
Programme:
https://www.sfnumismatique.org/actualites/numismatique-et-archeometrie-50-ans-de-partenariat-entre-la-bnf-et-liramat-1975-2025/ - Tagungen
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Festvortrag »Jetzt beginnen auch die Inschriften zu sprechen...«. Die Epigraphik von OlympiaNov 27Donnerstag, 27. November 2025 10:37
Am Freitag, den 5. Dezember um 18.00 Uhr (OEZ) findet die Winckelmann-Feier 2025 des DAI Athen (Jahresbericht der Leitenden Direktorin und Festvortrag) hybrid statt.
Den Festvortrag hält Prof. Dr. Klaus Hallof (Berlin) über: »Jetzt beginnen auch die Inschriften zu sprechen...«. Die Epigraphik von Olympia
Für die Teilnahme - sowohl in Präsenz als auch online- ist eine Anmeldung erforderlich:
https://www.dainst.org/veranstaltungen/winckelmannfeier-2025/400
- Tagungen
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Seminar on Religion and Philosophy in AntiquityNov 20Donnerstag, 20. November 2025 11:06
The SBL Seminar on Religion and Philosophy in Antiquity invites colleagues and interested participants to attend its four sessions at the SBL–AAR Annual Meeting in Boston (November 22–25, 2025). Below you will find the complete list of presentations.
Saturday, November 22 — 4:00 PM–6:30 PM
Room 306 (Third Level), Hynes Convention Center
Fresh Perspectives on Epicureanism and Early Christianity: Exploring intersections in communities, ethics, and epistles
Presider: Rainer Hirsch-Luipold (Université de Berne)Presentations:
- Justin Allison, Ouachita Baptist University: Epicurean Piety as a Model for the Corinthian “Wise” (1 Corinthians 8–10)
- Maria Pazarski, Supreme Ecclesiastical Academy of Athens: Aphobia for the Divine according to Epicurus and Friendship with God according to Philo of Alexandria as Paths of Piety and Bliss
- Eric Brewer, Baylor University: Friendship and Frankness of Speech in Philodemus and Lukan Discipleship
- Jeffery Aubin, Cegep St. Lawrence: Carpe Deum: A New Kind of Piety
- Nathan Scott, Wycliffe College: Augustine’s Mouth Has Two Sides: Augustine’s Nuanced Engagement with Epicureanism in His Epistle 118
- Travis Niles, University of Bern: “What You Unknowingly Revere” – On the Use of εὐσεβεῖν in Acts 17:23
Important note:
Since this session follows the SBL seminar format, all papers will be circulated in advance.
If you would like to take part in the discussion, please reply to this email in order to receive the papers.Saturday, November 22 — 9:00 AM–11:30 AM
Public Garden (Fifth Floor), Sheraton
Critical Approaches to the Oxford Handbook of Deification (2024)
Presider: Clelia Attanasio (University of Bonn)Presentations:
- Pavel Gavrilyuk, St Thomas University: Deification: Definitional and Methodological Issues
- Steven Stapella, Duke University: The Condemnation of the Flesh: Platonic Anthropology and Theosis
- Mark Elliott, Highland Theological College: “Friendship with God”: A Critical Appreciation of Deification and Its Handbook
- Athanasios Antonopoulos, National and Kapodistrian University of Athens: Critical Approach to the Notions of Asceticism and Ascetic Deification in the Oxford Handbook of Deification
- Myk Habets, Laidlaw College: Theosis in Recent Christian Thought: Ecumenical Potentials and Pitfalls
Sunday, November 23 — 9:00 AM–11:30 AM
Public Garden (Fifth Floor), Sheraton
Revelation and Reason: Two Sources of Knowledge?Presentations:
- Magnus Rabel, University of Zurich: Hidden in Blinding Light: The Unseeable God in 1 Timothy 6:16
- Daniel Zimmerman, University of California, Santa Barbara: A Tale of Two Cities: Reading Jerusalem as Plato’s Republic
- Abraham Wu, University of Cambridge: Within and Without: Revelation and Reason in Late Antique Accounts of Conscience
- Stevie Henry, Thomas Jefferson University: Authority and Reason in the Dialogues of Cicero and Augustine
- David Baldi, Yale University: Can the Heavens Be Rent? Natural Philosophy in Ibn Kātib Qayṣar’s Commentary on Revelation 4
- Clelia Attanasio, University of Bonn: From Reason to Unknowing: Gregory of Nyssa’s Mystical Theology in The Life of Moses
Monday, November 24 — 1:00 PM–3:30 PM
Back Bay A (Second Floor), Sheraton
Book Review Session: Timothy A. Brookins, Rediscovering the Wisdom of the Corinthians
Presider: Paul Sloan, Houston Christian UniversityPanelists:
- Michael J. Gorman, St. Mary’s Seminary & University
- Joshua Jipp, Trinity Evangelical Divinity School
- David Moffitt, University of St Andrews
- Annalisa Phillips Wilson, Cambridge University
Respondent:
- Timothy Brookins, University of Saint Thomas (Houston, TX)
Further information on the corresponding SNTS seminar and our other projects can be found here:
https://www.etf.uni-bonn.de/de/fakultaet/neues-testament/team/apl-prof-dr-athanasios-despotis/projektWe warmly welcome your participation and look forward to enriching discussions in Boston.
With collegial regards,
Athanasios Despotis (Bonn)
Isidoros Katsos (Athens)
Co-Chairs - Tagungen
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Le bilan de la bataille, d’Alexandre à AugusteNov 15Samstag, 15. November 2025 12:55
Journée d’étude : – partie 1, Aix-en-Provence,
20-21 novembre 2025
Dans l’Antiquité grecque et romaine, les batailles font
régulièrement l’objet de récits divergents de la part
d’historiens qui n’étaient la plupart du temps ni témoins ni
contemporains des faits qu’ils rapportent. Cette
documentation, dont dépend toute étude moderne sur le
sujet, révèle des variantes qui aboutissent parfois à établir
des bilans différenciés des confrontations militaires, et cette
situation peut aller, dans les cas les plus extrêmes, jusqu’à
produire une contradiction sur l’issue même de la bataille et
sur l’identité du vainqueur et du vaincu.
Pour tenter de comprendre les logiques qui sous-tendent cet
état de fait, l’enquête s’est donné pour objectif d’étudier les
critères qui importaient aux historiens antiques pour établir
le résultat d’une bataille. Ces critères étaient soumis au
jugement et à l’orientation du récit de chaque auteur, qui
pouvait se livrer à une évaluation subjective et morale des
faits tout en conférant une valeur propre à la justification des
données chiffrées (nombre de soldats engagés dans l’action,
comparaison du nombre de tués dans chaque armée, du
nombre de prisonniers, de blessés, mais aussi du nombre
de villes ou de peuples qui capitulent, de trophées élevés,
de couronnes décernées ou de dépouilles prises). À ces
données chiffrées s’ajoutaient d’autres considérations,
comme l’attitude des chefs, leur capacité à terminer une
guerre et à concilier les dieux. Ces informations, qui
divergent souvent d’une source à l’autre en ce qui concerne
un même épisode, sont des outils maniés dans des logiques
justificatrices dont il sera nécessaire d’étudier les ressorts et
la portée. Il s’agira ainsi de déterminer dans quelle mesure
le bilan de la bataille, d’Alexandre à Auguste, est devenu une
construction politique, morale et culturelle mouvante, à
même de servir des buts qui correspondaient souvent aux
besoins d’époques ultérieures.
Organisation et contacts : Mathieu Engerbeaud (Aix
Marseille Université) (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. ) et
Simon Cahanier (Nantes Université) (simon.cahanier@univ-
nantes.fr)
Lieu : Aix-en-Provence, Maison méditerranéenne des
sciences humaines et sociales (5, rue du Château de
l’Horloge), salle Paul-Albert Février & visio-conférence
Visio-conférence : pour assister à la journée d’étude via
Zoom, contacter les organisateurs
Horaires : jeudi 20 novembre (13h30 à 17h30) et vendredi
21 novembre 2025 (8h30 à 12h30)
Programme: https://classnantes.hypotheses.org/12552
Workshops
- Workshops
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„Archäologische Grundbegriffe: Brüderlichkeit“Okt 09Donnerstag, 09. Oktober 2025 12:04Am 16. und 17. Oktober findet der Workshop „Archäologische Grundbegriffe: Brüderlichkeit“ am Institut für Klassische Archäologie der FAU Erlangen-Nürnberg statt.
Der nächste Workshop der Reihe ‚Archäologische Grundbegriffe‘ widmet sich dem Konzept der Brüderlichkeit. Analog zu den erfolgreichen Workshops ‚Freiheit‘ und ‚Gleichheit‘ steht damit erneut eine Idee der Aufklärung im Zentrum, die als Schlüssel zur Frage nach der ethischen Dimension antiker Bilder, Objekte und Befunde dienen wird.
Thema ist das immense Spektrum der archäologischen Befunde und bildlichen Repräsentationen solidarischen Verhaltens. Dabei ist Brüderlichkeit ein Begriff, der in krassem Gegensatz zu interessengeleiteten Beziehungen wie ‚amicitia‘ oder ‚do ut des‘ steht: Von der Phratrie bis hin zur ptolemäischen Geschwisterehe konnten antike Gruppenbildungen ihren Zusammenhalt ganz ausdrücklich mit dem genuin genetischen Aspekt des Bruder- oder Schwesterseins aufwerten.Weitere Informationen finden sich unter: https://www.klassischearchaeologie.phil.fau.de/bruederlichkeit/ - Workshops
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HYPONOIA. Metaphorische Sinnbildung in antiker Kunst und LiteraturSep 30Dienstag, 30. September 2025 14:27
Workshop
8.–10. Oktober 2025
LMU München
Institut für Klassische Archäologie
Katharina-von-Bora-Straße 10
Großer HörsaalGefördert von der LMU München
Organisiert von PD Dr. Viktoria Räuchle
Anmeldung unterDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Liebe Kolleginnen und Kollegen,
von 8.–10.10.2025 wird am Institut für Klassische Archäologie der LMU München der Workshop »HYPONOIA. Metaphorische Sinnbildung in antiker Kunst und Literatur« veranstaltet.
Am Mittwoch, 8.10.2025 um 18 Uhr s.t. findet der öffentliche
Abendvortrag von PD Dr. Marius Rimmele zum Thema
»Projektionen im Bild? Vorschläge zum Nutzen von Metapherntheorien in der Bildanalyse«
statt.Weitere Informationen entnehmen Sie dem angehängten Programm.
PD Dr. Viktoria Räuchle
ZAZH-Gastprofessur (Junior) | Senior-Fellow Collegium Helveticum
Zentrum Altertumswissenschaften Zürich
Rämistraße 73
CH-8006 Zürich
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Downloads
- HYPONOIA Flyer (249 KByte)
- HYPONOIA Plakat (405 KByte)
- Workshops
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Fachwissenschaftliche Kurse der Kommission für Alte Geschichte und EpigraphikJun 11Mittwoch, 11. Juni 2025 16:27
Die Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik engagiert sich mit regelmäßigen Angeboten von Seminaren und Kursen für die Fortbildung von Wissenschaftler:innen auf frühen Karrierestufen. Diese Veranstaltungen sollen dazu beitragen, die Themen- und Methodenvielfalt im Fach Alte Geschichte zu stärken und die Arbeitsschwerpunkte der Kommission im Dialog mit der universitären Forschung zu reflektieren. Dazu bietet die Kommission seit 1961 jährliche Fachkurse für Doktorand:innen und Habiltand:innen an, die sich vorwiegend an Angehörige althistorischer Institute in Deutschland richten. International herausragende Expert:innen halten dabei jeweils im Herbst zweitägige Seminare zu ihren Forschungsschwerpunkten. Eine Übersicht der bisher angebotenen Fachkurse finden Sie hier, das aktuelle Angebot hier.
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ArchaeoskillsJan 08Mittwoch, 08. Januar 2025 12:01
Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Studierende,
wir möchten Sie und euch gerne auf folgende Veranstaltung hinweisen:
Was? Archaeoskills
Wann? 17.10.2025 bis 19.10.2025
Wo? Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn
Nach der erfolgreichen Archaeoworks 2024 befinden wir, der FSR Bonn und die Fafaw
Marburg, uns schon in den Planungen für die Archaeoskills 2025. Die Archaeoskills ist eine
Workshop-Veranstaltung, bei der Studierende ihren praktischen und theoretischen
Hintergrund und ihre Fähigkeiten erweitern können. Die Archaeoskills 2025 stehen unter
dem Motto: Archaeoskills - Vision of the future: Neue Perspektiven in der Archäologie
Wir haben dein Interesse geweckt? Folge uns auch gerne auf Instagram
@archaeoskills2025
Weitere Information zur Anmeldung und zum Ablauf folgen im Laufe des nächsten Jahres.
Sie sind eine archäologische Firma, Gesellschaft oder generell ein potenzieller Arbeitgeber
und möchten sich gerne auf der Archaeoskills vorstellen, einen Workshop anbieten, oder
diese auch unterstützen? Dann melden Sie sich gerne unterDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
und wir setzen uns mit Ihnen in Verbindung. Wir freuen uns über jede Unterstützung!
Viele Grüße,
das Archaeoskills-Team
_______________
Kontakt
FSR Bonn
Peter Gerhard RobergDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
+49 172 6752529
FAFAW Marburg
Sofía Marlene González StresingDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
+49 1523 6380418
E-mail:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Instagram: archaeoskills2025
Sommerschulen
- Sommerschulen
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Scientific Diving Course at Lake Constance 2026Nov 27Donnerstag, 27. November 2025 10:40
Training Course in Scientific Diving / European Scientific Diver (ESD)
After the successfull restart of the Scientific Diving Courses at Lake Constance the upcoming 2026
course is hereby announced. The course is organized by Teraqua in collaboration with Archaeotask
GmbH, based in Engen/Hegau, as an accelerated program following the DGUV Rule 101-023
„Forschungstauchen“.
The course provides intensive training in professional diving skills for scientific purposes and concludes
with a theoretical and practical examination conducted by the examination board oft he German
Statutory Accident and Prevention Institution (Berufsgenossenschaft). Participants will receive
certification as a Geprüfter Forschungstaucher, which is equivalent to the European Scientific Diver.
This internationally recognized certificate will be issued by the German Scientific Diving Commission
(KFT) upon request.
The course consists of four parts:
1. Entry check: January 16th at Löffingen/Black forest. Exercises: (1) 1000 m distance swimming
with snorkel, mask and fins within 16 min (2) 1 minute static apnea while performing a bowline,
a clove hitch and a eight knot (3) 40 m distance diving in apnea with fins and mask (4)
approaching a BCD in apnea and put on equipment under water (5) a theoretical test at Level
CMAS **.
2. Theoretical Training: After passing the entrance exam, the theoretical part begins in January
2026. Weekly 1.5-hour online seminars will cover the physical, medical, technical, and legal
foundations of scientific diving.
3. Practical Training Phase 1: From April 13 to 24 the first practical training will take place at
the Engen/Hegau base near Lake Constance.
4. Practical Training Phase 2 and Examination: From June 8 to 22 the second practical training
will take place at Engen/Hegau base near Lake Constance. The Examination will take place
from June 23 to 25 at the same place.
Entry Requirements
The course targets students, postdoctoral researchers, scientists, and technicians in aquatic scientific
disciplines.
Applicants must meet the following requirements:
1. A valid diving certificate at least at the level of CMAS** or equivalent.
2. A minimum of 70 open-water dives with a total dive time of at least 30 hours, including at least
10 dives deeper than 15 meters and 5 dives deeper than 25 meters.
3. Experience with dry suits (15+ logged dives).
4. A valid occupational diving medical certificate issued by an authorized occupational medical
institution.
5. A complete diving kit, including a dry suit (air tanks and weights will be provided; some
equipment may be supplied upon prior arrangement).
6. Proof of completion of a CPR course (conducted by a certified institution) within one year
before the final examination.
7. Certification as a "Rescue Swimmer" Level 2.
All applicants must demonstrate practical skills at the level of CMAS** or equivalent as part of the
entrance exam.
Since there are no standardized European certifications for first aid, rescue swimming, and occupational
diving medical certificates, certifications issued outside Germany will be accepted if deemed equivalent
to the German documents. For questions about equivalency, please contact archaeotask@teraqua-
ausbildungsbetrieb.de.
Application
Applications, including a brief motivation letter and a diving résumé, should be sent toDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
by December 31, 2025. Proof of entry requirements (1-2) are to be submitted by the start of the
theoretical training block, along with the signed training contract. Requirements (3–7) must be fulfilled
before the start of the practical training block.
Course Fees
The course fee is € 2.950,00. The fee includes the use of course infrastructure, the examination fee, and
certification costs by the German Scientific Diving Commission. Travel, accommodation, and meals are
not included.
For more information about training facilities and scientific diving in Germany and Europe, visit:
https://www.forschungstauchen-deutschland.de
http://www.teraqua.de
https://www.archaeotask.de - Sommerschulen
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Bristol Medieval Studies Summer SchoolNov 09Sonntag, 09. November 2025 10:00
14 June - 4 July 2026, University of Bristol
The Bristol Centre for Medieval Studies and the University of Bristol are delighted to announce the Medieval Studies Summer School 2026, which will run from 14 June to 4 July 2026.
This three-week program is for students (undergraduates, graduates, and postgraduates) who are interested in a foundation in the methodologies needed to examine primary medieval sources and to explore a region of crucial importance in shaping the medieval history of Western Europe.
Students will be working with academics from our internationally recognised Centre for Medieval Studies. This is one of the largest communities of academic medievalists in the UK, giving you a unique opportunity for networking and academic development.
The following main topics will be taught:
- Palaeography (Caroline script, Gothic script, Anglicana and Secretarial) and digital tools for palaeography;
- Codicology (how to work and describe a codex);
- Textual criticism and fragmentology;
- Medieval history of Bristol and the Southwest of England;
- Medieval religion and philosophy;
- Medieval literature in vernacular and Arthurian literature;
- Literature, landscape and nature in the Middle Ages;
- Medieval history of art and architecture;
- Medieval music.
Students will be able to apply the research skills they will learn on at least five field trips to exclusive locations, including Gloucester Cathedral, Wells Cathedral, Windsor, Oxford.The provisional timetable can be accessed on our website.
Tuition fees, which include meals, accommodation, and five guided excursions, are £3,595.We offer an early-bird single 10% discount for:
- students from International Partner Universities and Study Abroad student mobility partners;
- students who apply for two consecutive programmes; or
- groups of 10 or more students from the same university.
Early-bird deadline: 1 March 2026
Application deadline: 3 May 2026.
For more information, please visit our website (https://www.bristol.ac.uk/centre-for-study-abroad/bristol-summer/undergraduate/medieval) or contact the Director, Dr Leonardo Costantini (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. ) or the Summer School Team (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. ).
Ausstellungen
- Ausstellungen
-
KOLOSSAL DIGITAL! DER FARNESISCHE STIER IN LEIPZIGOkt 31Freitag, 31. Oktober 2025 09:44
7.10.2025–1.4.2026
Antikenmuseum Universität Leipzig
Gipsabguss-Sammlung
Dittrichring 13 | 1.OG
04109 Leipzig
Eröffnung
7. Oktober | 18.00 Uhr
Öffnungszeiten
Mittwoch 15.00–18.00 Uhr
Führungen sonntags
und auf Anfrage.
An gesetzlichen Feiertagen
geschlossen. - Ausstellungen
-
ARCHITEK TOURENHistorische Modelle antiker Bauten aus dem Lindenau-Museum AltenburgOkt 22Mittwoch, 22. Oktober 2025 15:41
Eine Sonderausstellung
des Lehrstuhls Klassische Archäologie
an drei Standorten der Universität Jena
23. Okt 2025 – 14. Feb 2026
Institut für
Altertumswissenschaften
Fürstengraben 25
Hauptgebäude der
Universität Jena
Fürstengraben 1
Thüringer Universitäts-
und Landesbibliothek
Bibliothektsplatz 2
Do 10 – 13 Uhr
Fr / Sa 13 – 18 Uhr
Mo–Sa 10 – 18 Uhr
Mo–Sa 10 – 18 Uhr
Institut für Altertumswissenschaften
L e h r s t u h l K l a s s i s c h e A r c h ä o l o g i e
Gefördert durch:
feiertags geschlossen
Schließzeit: 22.12.2025 – 04.01.2026
Etwa einstündige Führungen finden immer samstags um 15 Uhr statt.
Treffpunkt ist am jeweils angegebenen Standort: Institut für
Altertumswissenschaften (IAW), Hauptgebäude der Universität (UHG),
Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek (ThULB).
25.10.2025 | ThULB
Wer war Lysikrates?
Prof. Dr. Eva Winter
01.11.2025 | IAW
Zwischen Dokumentation und künstlerischer Freiheit.
Die Genauigkeit der Modelle
Wilhelm Naumann, M.A.
08.11.2025 | UHG
Architektur im Spiegel der Politik. Die Akropolis von Athen
Dr. Anne Gürlach
15.11.2025 | IAW
Internationale Architektur?
Griechische und ägyptische Einflüsse in Rom
Lilli Keiner
22.11.2025 | UHG
Parthenon, Erechtheion und Athena-Nike-Tempel.
Drei Tempel auf der Athener Akropolis.
Moritz Steiger, B.A.
29.11.2025 | IAW
Hustentempel – Minerva Medica – Phokassäule.
Drei Beispiele spätantiker Bauten in Rom
Dr. Dennis Graen
06.12.2025 | IAW
Das Kolosseum. Unterhaltungsbau in Rom
Moritz Steiger, B.A.
13.12.2025 | UHG
Lindenaus Zeichenschule in Altenburg
Anna-Lena Holstein, B.A.
20.12.2025 | IAW
Zwischen Menschen und Göttern. Heilige Räume der Antike
Klara Kley
10.01.2026 | ThULB
Das Lysikrates-Monument in Athen
PD. Dr. Charalampos Tsochos
17.01.2026 | IAW
Macht in Marmor. Wie Kaiser sich in Architektur verewigen
Klara Kley
24.01.2026 | IAW
Große Bauten ganz klein.
Architektur-Modelle griechischer und römischer Tempel
Lukas Donath
28.01.2026 | ThULB | 18 Uhr
Vorstellung des Bestandskatalogs zur Ausstellung
31.01.2026 | IAW
Griechische Tempel in Italien
Lilli Keiner
07.02.2026 | IAW
Kork – Terrakotta – Bronze. Die Hersteller der Modelle
Prof. Dr. Eva Winter
14.02.2026 | IAW
Die ewige Stadt. Römische Bauten im Modell
Lukas Donath
Führungen auf Anfrage:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
oder über das Kontaktformular auf der Internetseite der
Antikensammlungen - Ausstellungen
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Olympia und Griechenland 1952–1984 Entdeckungen im Werk von Alfred MallwitzOkt 09Donnerstag, 09. Oktober 2025 12:03Das Deutsche Archäologische Institut Athen und das Goethe-Institut Athen laden herzlich zur Eröffnung der Ausstellung (bis 7.12.2025) ein:
Olympia und Griechenland 1952–1984
Entdeckungen im Werk von Alfred Mallwitz
Donnerstag 09.10.2025 // 19:00
Goethe-Institut Athen, Omirou 14-16, 10672 Athen
Weitere Informationen: https://www.goethe.de/ins/gr/de/ver.cfm?event_id=27013951 - Ausstellungen
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Vernissage et exposition "Nouvelles d'Anticythère"Okt 04Samstag, 04. Oktober 2025 21:20
Nous avons le plaisir de vous inviter le 20 octobre à 18h30 à l'inauguration de l'exposition “Nouvelles d’Anticythère” à la Collection des moulages (10, rue des Vieux-Grenadiers, Genève).
Stellenangebote
- Stellenangebote
-
Projektmitarbeiter*inDez 09Dienstag, 09. Dezember 2025 13:51
Ausschreibungs-ID: ZE-0119-MCAW-sb-2025
Eintrittstermin: nächstmöglich
Bewerbungsfrist: 14.12.2025
Entgeltgruppe: bis E 9b TV-H
Befristung: bis 31.10.2028
Umfang: Vollzeit
Die 1527 gegründete Philipps-Universität bietet vielfach ausgezeichnete Lehre für
rund 22.000 Studierende und stellt sich mit exzellenter Forschung in der Breite der
Wissenschaft den wichtigen Themen unserer Zeit.
Am Marburger Centrum Antike Welt (MCAW), Fachgebiet Altorientalistik, Prof. Heeßel,
ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt befristet bis 31.10.2028 eine drittmittelfinanzierte
Vollzeitstelle als
Projektmitarbeiter*in
für die Koordination des Projekts GRK 2844 "Inszenierung religiöser Atmosphäre in
antiken Kulturen" zu besetzen. Die Eingruppierung erfolgt je nach Qualifikation und
Erfüllung der tariflichen Voraussetzungen bis Entgeltgruppe 9b des Tarifvertrages des
Landes Hessen.
Als Koordinator*in unterstützen Sie den Sprecher des Projekts in Management und
Verwaltung und sind für den reibungslosen und effektiven Ablauf des
Forschungsprojektes sowie die Betreuung des Promotionsprogramms verantwortlich.
Sie sind Hauptansprechperson für alle Projektbeteiligten in Bezug auf administrative
und organisatorische Aspekte.
Ihre Aufgaben:
Ihr Profil:
Wir bieten:
Kontakt für weitere Informationen
Prof. Nils Heeßel
+49 6421-28 24616Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Wir fördern Frauen und fordern sie deshalb ausdrücklich zur Bewerbung auf. In
Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, werden Frauen bei gleicher
Eignung bevorzugt berücksichtigt. Als familienfreundliche Hochschule unterstützen
wir unsere Beschäftigten bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Eine Besetzung
des Arbeitsplatzes in Teilzeit sowie eine Reduzierung der Arbeitszeit sind
Planung und Durchführung der beantragten Projektaktivitäten in enger
Zusammenarbeit mit Leitungsteam und Kollegrat, Vorbereitung und
Organisation der entsprechenden Sitzungen einschließlich der Protokollführung
-
finanzielle Abwicklung des Projekts in Zusammenarbeit mit der
Wirtschaftsverwaltung und der Förderorganisation
-
Vorbereitung und Koordination der Erstellung von Verlängerungsanträgen und
Unterstützung im Begutachtungsverfahren
-
Planung und Organisation der Veranstaltungen des GRK 2844 (Kolloquien,
Gastvorträge, Klausurtagungen) sowie der Organisation von Reisen und
Aufenthalten von Gästen (mercator fellows)
-
Vorbereitung und Dokumentation der Sitzungen des Plenums einschließlich der
Protokollführung sowie der Auswahl der Promovierenden, Dokumentation der
Betreuungsmaßnahmen
-
Pflege der Kommunikation zwischen allen Projektbeteiligten sowie Partnern
(Hochschulverwaltung, Förderer (DFG) sowie externen Kooperationspartnern)
sowie der Projektwebsite
-
abgeschlossenes Studium (Bachelor oder vergleichbar)- Erfahrung in der Projektkoordination und/oder im Wissenschaftsmanagement- Software-Kenntnisse zur Verwaltung von Daten und Grafikprogrammen- Initiative, eigenständige und strukturierte Arbeitsweise sowie
Organisationstalent
-
Teamfähigkeit, sehr gute Kommunikationsfähigkeiten- sehr gute Ausdrucksfähigkeit in Deutsch und Englisch-
ein interessantes und breites Arbeitsspektrum in einer interdisziplinären und
inspirienden Gemeinschaft
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kollegiales und familienfreundliches Arbeitsumfeld- attraktives Entgelt nach dem Tarifvertrag des Landes Hessen-
grundsätzlich möglich. Menschen mit Behinderung im Sinne des SGB IX (§ 2, Abs. 2, 3)
werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Bewerbungs- und Vorstellungskosten werden
nicht erstattet.
Bitte bewerben Sie sich bis zum 14.12.2025 ausschließlich über den
untenstehenden Bewerbungs-Button. - Stellenangebote
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Wissenschaftlichen Mitarbeiter*in in Teilzeit befristetDez 09Dienstag, 09. Dezember 2025 13:46
Beim Römisch-Germanischen Museum/Archäologische Bodendenkmalpflege und
-denkmalschutz ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt im Rahmen einer
Elternzeitvertretung die Stelle einer*s Wissenschaftlichen Mitarbeiter*in in Teilzeit
befristet bis zum 16.10.2026 zu besetzen. Die zu besetzende Stelle ist im Bereich des
Ortsarchivs der Archäologischen Bodendenkmalpflege angesiedelt.
Das Römisch-Germanische Museum der Stadt Köln zählt zu den großen
archäologischen Sammlungen in Deutschland mit urgeschichtlichen, römischen und
frühmittelalterlichen Funden aus Köln, dem Rheinland und dem Mittelmeerraum.
Das Römisch-Germanische Museum nimmt darüber hinaus die Aufgaben der Unteren
Denkmalbehörde und des Fachamtes für Archäologische Bodendenkmalpflege und
-denkmalschutz im Stadtgebiet Köln hoheitlich wahr. In diesem Zusammenhang werden
alljährlich archäologische Rettungsgrabungen, Prospektionen und
Sachverhaltsermittlungen durchgeführt.
Schutz, Pflege und öffentliche Erschließung von rund 100 ortsfesten Bodendenkmälern
gehören ebenfalls zu den Aufgaben des Römisch-Germanischen Museums.
Das Ortsarchiv (Fundstellenregistratur) der Archäologischen Bodendenkmalpflege ist
„Herz und Gedächtnis“ der Stadtarchäologie Köln, eingebunden in sämtliche Belange
der Bodendenkmalpflege und Bauleitplanung.
Im Ortsarchiv werden alle Dokumente zu archäologischen Fundplätzen einschließlich
aller Ausgrabungsdokumentationen archiviert. Seit 1923, dem Beginn der
systematischen Bodendenkmalpflege in Köln, sind allein für die Kölner Innenstadt rund
3.500 Fundberichte dokumentiert.
Als Träger öffentlicher Belange wird das Amt für archäologische Bodendenkmalpflege
gemäß Denkmalschutzgesetz NRW bei sämtlichen Planungsverfahren zu Bauprojekten
mit Bodeneingriffen in dem ca. 400 km² großen Stadtgebiet beteiligt.
IHRE AUFGABEN:
- umgehende und fristgerechte Prüfung entsprechender Anträge und Planungen,
denen im Regelfall eine zwei- bis vierwöchige Bearbeitungsfrist aufliegt, auf der
Grundlage des Denkmalschutzgesetzes NRW einschließlich Ermittlung der
archäologischen Befunderwartung
- Einbindung in die Arbeitsschritte zur Einbringung der bodendenkmalpflegerischen
Auflagen und Nebenbestimmungen in die Bau- und Plangenehmigungs- sowie
Planfeststellungsverfahren
- vorbereitende Arbeitsschritte bei der Planung von archäologischen Maßnahmen der
Archäologischen Bodendenkmalpflege (Grabungen, Sachverhaltsermittlungen,
Prospektionen) und der Ausarbeitung der fachlichen und technischen Vorgaben für
Maßnahmen Dritter
- Beteiligung an der archivgerechten Erfassung und wissenschaftlichen Erschließung
von analogen und digitalen Dokumentationen
- Beteiligung an der digitalen Aufbereitung der Archivinhalte zum Aufbau eines
digitalen, archäologischen Informationssystems.
IHR PROFIL:
Vorausgesetzt wird:
- ein erfolgreich abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master,
Magister oder Universitätsdiplom) der Ur- und Frühgeschichte, der Archäologie
der Römischen Provinzen oder der Archäologie des Mittelalters
Hierüber sollten Sie verfügen:
Sie…
- verfügen über Erfahrungen in der Archäologischen Bodendenkmalpflege
insbesondere in Hinblick auf Planungsprozesse in Abhängigkeit von
archäologischer Befunderwartung und konkreter archäologischer Befundsituation
- besitzen Kenntnisse archäologischer Prospektions-, Untersuchungs-,
Dokumentationsverfahren und haben Erfahrung in der Arbeit mit archivalischen
Quellen wie den Archivalien des Ortsarchivs der Archäologischen
Bodendenkmalpflege Köln
- verfügen über gute Kenntnisse möglichst aller Zeitepochen der Stadt- und
Regionalarchäologie sowie des Denkmalschutzgesetzes NRW
- bringen Kenntnisse der Archäoinformatik mit: Erfassung, Analyse und
Visualisierung archäologischer Daten mit Anwendungen wie GIS, CAD, 3D-
Modellierung
- zeigen Einsatz und hohe Leistungsbereitschaft, sind verantwortungsbewusst und
erledigen anfallende Aufgaben mit einem hohen Maß an Identifikation
- handeln kooperativ und kommunizieren klar, anschaulich und
empfänger*innenorientiert
- verfügen über Genderkompetenz und Diversitätsüberzeugung
Wünschenswert sind:
- Führerschein Klasse B (ehemals Klasse 3)
- gute Englischkenntnisse
WIR BIETEN IHNEN:
Die Stelle ist bewertet nach Entgeltgruppe 13 TVöD (Tarifvertrag für den öffentlichen
Dienst).
Die Eingruppierung erfolgt gemäß den tariflichen Regelungen.
Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 19,5 Stunden. Die Einstellung erfolgt befristet bis
zum 16.10.2026.
Die Gehaltsspanne liegt in Entgeltgruppe 13 TVÖD zurzeit zwischen 2383,81,96 Euro
(Erfahrungsstufe 1) und 3417,25 Euro (Erfahrungsstufe 6) bei 19,5 Wochenstunden.
Ihre Berufserfahrung wird bei der Zuordnung zur Erfahrungsstufe innerhalb der
Entgeltgruppe, soweit tarifrechtlich möglich, gerne berücksichtigt.
Alle Vorteile einer Beschäftigung bei der Stadt Köln finden Sie unter:
Vorteile einer Beschäftigung der der Stadt Köln.
IHRE BEWERBUNG:
Fachliche Fragen beantwortet Ihnen gerne Herr Gregor Wagner, Telefon 0221/221-
24585.
Allgemeine und organisatorische Fragen beantwortet Ihnen gerne Frau Engelfried,
0221/221-34326.
Bewerben Sie sich jetzt über unser Portal unter Angabe der Kennziffer 1020/25-LaEn
bis spätestens zum 21.12.2025.
Bitte fügen Sie Ihrem Bewerbungsanschreiben einen aktuellen Lebenslauf sowie weitere
aussagekräftige Dokumente, zum Beispiel (Arbeits-) Zeugnisse, gegebenenfalls
Bescheinigungen über Zusatzqualifikationen und eine Modulübersicht Ihres
Studienabschlusses bei. Senden Sie dabei Dokumentdateien bitte möglichst im PDF-
Format.
Wir fördern aktiv die Gleichstellung von Frauen und Männern sowie die Vielfalt aller
Menschen in der Verwaltung.
Daher begrüßen wir Bewerbungen von People of Color, Menschen aller Nationalitäten,
Religionen und Weltanschauungen, sexueller Orientierungen und geschlechtlicher
Identitäten, aller Altersgruppen sowie Menschen mit Behinderung. Ebenso freuen wir uns
auf Bewerbungen von Personen mit familiärer Migrations-, insbesondere
Fluchtgeschichte.
Die Stadt Köln ist Trägerin des Prädikats TOTAL E-QUALITY - Engagement für
Chancengleichheit von Frauen und Männern sowie des Zusatzprädikats DIVERSITY und
des Zertifikats audit berufundfamilie - Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Wir bieten flexible Arbeitszeiten und -formen, die auch mit mobilem Arbeiten kombiniert
werden können. Diese orientieren sich an den verschiedenen Lebensmodellen und den
persönlichen und dienstlichen Belangen.
Schwerbehinderte und gleichgestellte Bewerber*innen werden bei gleicher Eignung
besonders berücksichtigt. - Stellenangebote
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DIREKTION/ABTEILUNGGSLEITUNG ARCHÄOLOGISCHES MUSEUM COLOMBISCHLÖSSLEDez 09Dienstag, 09. Dezember 2025 13:42
MUSEEN FREIBURG
Deine Aufgaben
• Du leitest das Archäologische Museum Colombischlössle (ArCo) mit 3 Mitarbeitenden,
inklusive Personalführung, Budgetplanung. Du vertrittst das ArCo im Museumsverbund
und bist außerdem zuständig für die Zusammenarbeit mit dem Förderverein des
Museums.
• Du betreust die archäologische Sammlung wissenschaftlich, koordinierst die
Inventarisierung sowie die digitale Erfassung und arbeitest eng mit baden-
württembergischen Fachinstitutionen wie dem Archäologischen Landesmuseum oder
dem Landesamt für Denkmalpflege zusammen.
• Du bist verantwortlich für die wissenschaftliche und didaktische Gestaltung von
Dauerausstellungen sowie für die Konzeption, Planung und Umsetzung von
Sonderausstellungen. Auch die Planung und ggf. Durchführung von Veranstaltungen und
Führungen der Ausstellungen liegt in Deiner Hand.
• Du entwickelst ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm für das Museum und kümmerst
Dich um die Konzeption und Planung der Öffentlichkeitsarbeit, in enger Abstimmung mit
der Abteilung für Kommunikation und Vermittlung.
Das bringst Du mit
• Du verfügst über ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium der ur- und
frühgeschichtlichen oder provinzialrömischen Archäologie, idealerweise hast Du in
einem dieser Bereiche promoviert.
• Du hast ein abgeschlossenes wissenschaftliches Volontariat in einem archäologischen
Museum absolviert und hast bereits mehrjährige Berufserfahrung in der
Museumsarbeit.
• Du kannst mehrjährige Leitungs- und Führungserfahrung einer bzw. innerhalb einer
musealen Einrichtung nachweisen.
• Du bringst wissenschaftliche und kuratorische Kompetenz mit, hast fundierte Kenntnisse
der südwestdeutschen Archäologie und bist mit dem aktuellen Forschungsstand vertraut.
• Du besitzt eine große Aufgeschlossenheit gegenüber zeitgemäßem Kulturmanagement
und Kulturmarketing.
• Du führst kooperativ, erkennst und förderst Potenziale im Team, setzt klare Prioritäten
und Ziele und vermittelst strategische Zusammenhänge nachvollziehbar und motivierend.
• Organisations- und Problemlösungsfähigkeit, vernetztes und konzeptionelles Denken
sowie Innovationsfreude und eine strukturierte, zielorientierte Arbeitsweise zeichnen Dich
aus.
Das bieten wir Dir
• Eine unbefristete Stelle in Vollzeit mit Bezahlung nach Entgeltgruppe 14 TVöD.
• Eine Tätigkeit in einer verantwortungsvollen Führungsposition als
Abteilungsleitung, mit einem hohen Maß an Verantwortung und
Gestaltungsspielraum in einem kleinen, motivierten Team.
• Mit unseren rund 4.500 Kolleg*innen arbeiten wir fürs Gemeinwohl und bieten
einen sicheren Arbeitsplatz.
• Viele Entwicklungsmöglichkeiten bieten Dir unser Fortbildungsprogramm und
unsere internen Karriere- und Aufstiegsmöglichkeiten.
• Als Führungskraft nimmst Du an unserem internen Vernetzungs- und
Qualifizierungsprogramm teil.
• Mit dem JobTicket (für aktuell 29,23€/Monat bzw. Deutschlandticket für
17,55€/Monat) entlasten wir Dein Konto und schützen gemeinsam das Klima.
• Hansefit (für aktuell 37 €/Monat) sorgt für mehr Bewegung und (D)einen
Ausgleich im Alltag.
• JobRad ermöglicht Dir mit Deinem Wunsch-Fahrrad bequem und klimafreundlich
an Deinen Arbeitsplatz zu kommen.
• Jede Menge Kolleg*innen stehen für Dich, Deine Fragen und Anliegen bereit:
Unser Betrieblicher Sozialdienst, unsere Betriebsärzt*innen, die
Schwerbehindertenvertretung, die Stelle für Inklusion und Gesundheit sowie die
Beauftragte für Menschen mit Behinderung, die Frauenbeauftragte, das
Gender&Diversity-Team, das Seniorenbüro mit Pflegestützpunkt, unser
Arbeitsschutz, …
• Und unser Betriebliches Gesundheitsmanagement bietet Dir viele verschiedene
Bewegungs- und Workshop-Angebote.
Noch offene Fragen? Dr. Jutta Götzmann, 0761/201-2500, beantwortet sie Dir gerne!
Bewirb Dich hier bis zum 31.12.2025 (Kennziffer E8561) - Stellenangebote
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Lecturer in Classical StudiesDez 07Sonntag, 07. Dezember 2025 12:31
University of London - School of Advanced Study
Lecturer in Classical Studies (Research, Training and Partnerships)
https://www.jobs.london.ac.uk/Job/JobDetail?JobId=3196
Full Time, permanent
Job reference: 003009Salary: £46,300 - £50,149Closing date:18/01/2026Department: School of Advanced StudyLocation: London Senate HouseEmployment type: Open ended – full-timeSub-Department: Institute of Classical Studies (IClS) - academicHours Per Week: 35
The Role
Lecturer in Classical Studies (Research, Training and Partnerships)
The Institute of Classical Studies<https://ics.sas.ac.uk/> is the UK's national centre for the promotion and facilitation of research in Classics and related disciplines. Along with seven other discipline-specific research institutes and specialist hubs for Digital Humanities and Public Engagement, it forms part of the School of Advanced Study<https://www.sas.ac.uk/>.
As the only institution that is nationally funded to promote and facilitate research in the humanities, the School of Advanced Study performs a vital role as a driving force for knowledge sharing across the humanities in the UK and beyond. It receives special funding for this purpose.
The Institute of Classical Studies is now recruiting for an open-ended lectureship in Classical Studies in support of its national mission. The postholder will be an active researcher with a PhD in Classical Studies or a related discipline. They will be supported to develop their own research agenda but will also be responsible for developing and extending the ICS's existing researcher training programme, working with key partners in the School, such as the Doctoral Centre<https://www.sas.ac.uk/postgraduate-study/doctoral-centre>. They will be expected to develop national and international collaborations with appropriate external partners, including UK classical departments, other institutions such as the British Institutional Research Institutes and the GLAM sector.
The postholder will be located in the Institute of Classical Studies and will report to the ICS Director. The post will offer opportunities for interdisciplinary engagement and networking across the School of Advanced Study's eight institutes and two specialist hubs. The postholder will also work with and be supported by the School of Advanced Study's Doctoral Centre. As a member of academic staff in a world-leading centre for the promotion and facilitation of research in the humanities, the postholder will have access to an unparalleled network of collaborations and opportunities for professional development. Mentoring will be offered, along with support for achieving Fellowship of the Higher Education Academy (if the successful candidate does not already hold such fellowship). Further professional training is available through the University of London Learning and Development.
If you would like a confidential conversation about this opportunity before applying, please contact:
Dr Kathryn Tempest, Acting Director of the Institute of Classical Studies (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. <mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. >).
For a full role profile, please refer to the job description.
Further information
To apply, please submit your application before the closing date at midnight on Thursday 15 January 2026. To be considered for shortlisting, your application must include a full CV and a covering letter. The covering letter should address why you are interested in this role, give examples of your relevant skills and experience in relation to the advertised job description and person specification, and provide a clear vision of what you would bring to the role and to the ICS,
Interviews will be held on Monday 23 and Tuesday 24 February 2026.
The University of London is committed to promoting a diverse and inclusive working environment where we can all be ourselves and succeed. We particularly encourage applications from members of Black, Asian, and Minority Ethnic communities as this group is currently under-represented at all levels within the University. All appointments will be made on merit, based on the criteria identified in the job description.
Pursuing excellence in education and equal opportunities.
www.london.ac.uk<http://www.london.ac.uk/>



