Meldungen aus den Altertumswissenschaften

  • Netzwerk lateinisch-deutsches Übersetzen

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    Ausgehend von unserer Übersetzungs-Tagung im Mai 2026, aus der sich der Wunsch nach weiterem Austausch zum Thema Übersetzen lateinischer Texte ins Deutsche ergab, hat sich ein Netzwerk aus Übersetzenden gebildet. Es setzt sich zum Ziel, ein Forum für den Austausch zwischen denjenigen zu bieten, die an zu publizierenden Übersetzungen lateinischer Texte ins Deutsche arbeiten, und für mehr Sichtbarkeit für diese zentrale Tätigkeit zu sorgen. Im Zentrum stehen der Austausch in Form von regelmässigen Workshops, Vorträgen und einem online-Diskussionsforum über Microsoft Teams für die registrierten Mitglieder. Im Mitgliederbereich gibt es auch eine Übersicht über laufende Übersetzungsprojekte, um den internen Austausch zu erleichtern, sowie eine Sammlung aktueller Publikationen von Mitgliedern des Netzwerks über das Übersetzen. Anregungen und Vorschläge sind sehr willkommen.

    Interessierte sind eingeladen, sich über die folgende Website für das Netzwerk zu registrieren: https://www.iaka.uzh.ch/de/klph/research/klphs/netzwerk-lateinisch-deutsches-uebersetzen.html.

    Wir freuen uns auf den Austausch!

    Mit herzlichen Grüssen aus Zürich

    Fabian Zogg (fabian.zogg@iaka.uzh.ch)

    Anke Walter (anke.walter@uzh.ch) 

    Prof. Dr. Anke Walter

    Professorin für Classics/Lateinische Philologie

    Latin Field Editor for Mnemosyne

    Institut für Archäologie, Klassische Philologie und Altertumswissenschaften

    Rämistrasse 68

    CH-8001 Zürich

    E-Mail: anke.walter@uzh.ch

  • Online Zoom Seminar – Publishing with LEIZA Journal of Archaeology

    (ENG below)

    ich freue mich, ein bevorstehendes Online-Zoom-Seminar ankündigen zu dürfen, in dem unsere neue Zeitschrift für Weltarchäologie, das LEIZA Journal of Archeology (LJA) vorgestellt wird. Mit diesem Seminar möchten wir interessierten Forscherinnen und Forschern die Möglichkeit bieten, direkt mit dem Managing Editor in Kontakt zu treten, auf eher informelle Weise mehr über die Zeitschrift zu erfahren und Fragen zum Themenspektrum, zum Zweckund zum Arbeitsablauf der Zeitschrift zu stellen.

    Die Veranstaltung beginnt mit einem 30-minütigen Vortrag, in dem die Zeitschrift, ihre Ziele und ihre Themenbereiche, die Formate für die Einreichung von Beiträgen, der Publikationsprozess, die Richtlinien und Grundsätze sowie der Weg in die Indexierung vorstellt wird. Dieser Teil der Veranstaltung wird aufgezeichnet. Der zweite Teil findet in Form eines informellen „Meet & Greet“ statt und bietet den Teilnehmenden die Gelegenheit, den Managing Editor kennenzulernen, Fragen zu stellen und alle Aspekte der Einreichung und Veröffentlichung beim LJA zu besprechen.

    Ganz gleich, ob Sie die Einreichung eines Artikels in Erwägung ziehen oder ob Sie einfach nur neugierig auf den Themenbereich der Zeitschrift und den redaktionellen Prozess sind – ich lade Sie herzlich ein, an dem Seminar teilzunehmen und dieses Anmeldeformular auszufüllen: https://www.leiza.de/forschung/publikationen/leiza-journal-of-archaeology/registration-for-lja-zoom-seminar

    Um unserem globalen Publikum entgegenzukommen, bieten wir zwei mögliche Termine an, damit Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Zeitzonen leichter teilnehmen können:

    📅 Termin 1: Donnerstag, 19. November 2026, 10:30 – 12:00 Uhr (MEZ)

    📅 Termin 2: Freitag, 20. November 2026, 14:00 – 15:30 Uhr (MEZ)

    Bitte wählen Sie bei der Anmeldung den Termin aus, der für Sie am besten passt. Ihre Anmeldung wird per E-Mail bestätigt. Der Zoom-Link wird den angemeldeten Teilnehmern am Tag vor dem ausgewählten Seminartermin zugesandt.

    Für alle, die nicht teilnehmen können, wird eine Aufzeichnung der Zeitschriftenpräsentation kurz nach dem Seminar auf unserer Website zur Verfügung gestellt: https://www.leiza.de/forschung/publikationen/leiza-journal-of-archaeology

    Das Seminar findet auf Englisch statt.

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    Dear colleagues, 

    I am pleased to announce an upcoming online Zoom seminar to introduce the new journal of world archaeology by the Leibniz-Zentrum für Archäologie. With this seminar, we would like to create an opportunity for interested researchers and authors to connect directly with the Managing Editor, hear about the journal in a more informal way, and ask questions on the journal’s range, purpose and workflow.

    The session starts with a 30min presentation, where the ME will introduce the journal, its aims & scope, submission formats, publication process, guidelines and policies, and indexing pathway. This part of the session will be recorded. The second part takes the form of an informal meet & greet, providing an opportunity for participants to meet the ME, ask questions and discuss all aspects of submitting and publishing with LJA.

    Whether your are considering submitting an article, or simply curious about the journal’s scope and editorial process, I warmly invite you to join the seminar by filling in the registration form here: https://www.leiza.de/forschung/publikationen/leiza-journal-of-archaeology/registration-for-lja-zoom-seminar

    To accommodate our global authorship and readership, we are offering two possible dates and times, to make it easier for colleagues across different time zones to participate:

    📅 Date 1: Thursday, November 19, 2026, 10.30 a.m. – 12.00 p.m. (CET)

    📅 Date 2: Friday, November 20, 2026, 2.00 p.m. – 3.30 p.m. (CET)

    Please choose the session that works best for you when registering. Your registration will be confirmed by email. The Zoom link will be sent to registered participants the day before the selected seminar session.

    For those unable to attend, a recording of the journal presentation will be made available on our website shortly after the seminar: https://www.leiza.de/forschung/publikationen/leiza-journal-of-archaeology

    The seminar will be held in English.

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    Leiza_Logo_schwarz OUTLOOK.pngLEIBNIZ-ZENTRUM
    FÜR ARCHÄOLOGIE

    Dr. Dimitri Van Limbergen 
    Journal Managing Editor Wissenschaftliche Redaktion   Ludwig-Lindenschmit-Forum 1
    55116 Mainz
    T: +49 6131 8885 251 (3CX) Mob: +49 1515 2594546 dimitri.vanlimbergen@leiza.de leiza.de
    ORCID: 0000-0002-7554-6513 https://leiza.academia.edu/DimitriVanLimbergen https://www.researchgate.net/profile/Dimitri-Van-Limbergen https://www.linkedin.com/in/dimitri-van-limbergen-ab0695107/  
    Das LEIZA ist eine Stiftung des öffentlichen Rechts des Landes Rheinland-Pfalz und der Stadt Mainz. Hauptsitz ist Mainz. Die Aufsicht wird durch das Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz wahrgenommen. Das LEIZA ist ein Forschungsmuseum der Leibniz-Gemeinschaft.
  • Wiedereröffnung des Museums für antike Schifffahrt in Mainz

    Liebe Freundinnen und Freunde des LEIZA,
    am 7. März 2027 ist es so weit: Das Museum für Antike Schifffahrt in Mainz öffnet wieder seine Türen! Mit der vollständig neu gestalteten Dauerausstellung „Auf zu neuen Ufern“ laden wir euch ein, die Welt der antiken Schifffahrt aus einer neuen Perspektive zu entdecken.
    Die Ausstellung begleitet Menschen auf ihren Reisen – vom Aufbruch über das Unterwegssein bis zum Ankommen in der Fremde. Sie erzählt von Handel und Austausch, von Mut und Hoffnung, aber auch von Herausforderungen und neuen Begegnungen. 
    Freut euch auf die berühmten Mainzer Römerschiffe, beeindruckende Schiffsrekonstruktionen, interaktive Stationen und viele Gelegenheiten, selbst auf Entdeckungsreise zu gehen. WAS EUCH ERWARTET In der neuen Dauerausstellung widmen wir uns folgenden Fragen:  Warum brechen Menschen in die Ferne auf?
    Neugier, Hoffnung, die Suche nach neuen Möglichkeiten: seit jeher wagen Menschen den Weg ins Unbekannte.Was brauchen Menschen, um sicher aufzubrechen?
    Ein Ziel allein genügt nicht. Erst Wege, Häfen, Regeln und geteiltes Wissen machen Reisen, Handel und Austausch möglich.Was passiert, wenn Kulturen aufeinandertreffen?
    Im Gepäck: Menschen, Erfahrungen, Waren und Ideen. Jede Begegnung schafft neue Verbindungen – und verändert den Alltag auf beiden Seiten.Was bleibt, wenn Menschen ihre Heimat verlassen?
    Erinnerungen, Gewohnheiten und Vorstellungen reisen mit – und formen, was am neuen Ort entsteht. ­ mehr erfahren ­
    BEGLEITE UNS BIS ZUR WIEDERERÖFFNUNG Bevor wir im März die Segel hissen, nehmen wir euch mit an Bord: In unserem digitalen Logbuch auf der Website und in den sozialen Medien zeigen wir in den kommenden Monaten, was sich im Museum tut.
    Dafür gibt es jetzt zwei brandneue Social-Media-Kanäle auf Instagram und Facebook: ­ @leizamuseen
    Folgt uns und entdeckt besondere Objekte, Einblicke in die Neugestaltung und die Menschen hinter der Ausstellung. So begleitet ihr uns auf dem Weg zur Wiedereröffnung am 7. März 2027.
    AUF ZU NEUEN UFERN ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Lageplan der neuen Ausstellung „Auf zu neuen Ufern“. Für eine vergrößerte Ansicht im Browser bitte anklicken.
    SCHON MAL VORMERKEN Wiedereröffnung7. März 2027 Museum für Antike Schifffahrt Neutorstraße 2b 55116 Mainz Der Eintritt ist am Eröffnungssonntag frei. ­ zur Website des Museums ­ Informationen zum Programm des Eröffnungssonntags folgen rechtzeitig auf unserer Website und in den sozialen Medien.
    Wir freuen uns darauf, euch ab dem 7. März 2027 wieder im Museum für Antike Schifffahrt begrüßen zu dürfen. Bis dahin: Bleibt auf Kurs!
    Euer Team des LEIZA
  • 4. Community Meeting von NFDI4Objects

    Am Freitag, den 12. Juni 2026, findet von 10:00 bis 13:30 Uhr das 4. Community Meeting von NFDI4Objects als virtuelles Event via Zoom statt. Das Community Meeting bietet sowohl Interessierten, die NFDI4Objects kennenlernen möchten, als auch Mitgliedern und fachlich Interessierten der Community vielfältige Einblicke in die aktuelle Arbeit des Konsortiums.

    Über folgenden Zoom-Link können Sie am virtuellen Event teilnehmen:

    Time: Jun 12, 2026 10:00 AM Amsterdam, Berlin, Rome, Stockholm, Vienna

    Join Zoom Meeting: https://dainst-org.zoom.us/j/93819211467?pwd=f1OGkk8UyFUMVMSTdWwI9n2r1bBF7F.1

    Meeting ID: 938 1921 1467

    Passcode: 549963

    Das finale Programm finden Sie im Anhang.

    Weitere Informationen finden Sie auch unter: https://www.nfdi4objects.net/events/n40_activity_20260612-CM2026/

  • LEIZA Journal of Archaeology (LJA) is a new double-blind peer-reviewed English-language journal of world archaeology

    that will soon launch at the Leibniz-Zentrum für Archäologie.

    LJA will deal with the understanding of humans and their biological, social, cultural and economic development from palaeolithic till medieval times, covering Europe, Africa and Asia from roughly the 25th northern latitude upwards. This has been the chronological and geographical focus of LEIZA since its establishment as the Römisch-Germanisches ZentralMuseum (RGZM) in 1852.  LJA will be dedicated to publishing discipline-changing and agenda-setting output that is able to shape contemporary debates and advance the field of world archaeology. As such, we aim to build an innovative, interdisciplinary and inclusive platform for high-level scholarship that transcends regional, chronological and methodological boundaries in archaeology, able to enlighten the past, inform the present and shape the future.

    The journal is now open for submission, and prospective authors are invited to contact the Managing Editor dimitri.vanlimbergen(at)leiza.de for any questions prior to submission. 

    Proposals can be submitted at all times at leizajournalofarchaeology(at)leiza.de or lja(at)leiza.de.
     

  • Master of Arts in Digital Cultural Heritage an der LMU

    ‘Are you passionate about cultural heritage and eager to explore how digital innovation is transforming the humanities?‘

    LMU Munich’s Institute for Digital Cultural Heritage Studies proudly announces the launch of its pioneering Master of Arts in Digital Cultural Heritage.

    We welcome applicants who are interdisciplinary thinkers with a strong interest in cultural heritage, digital and geospatial technology, and computational methods. Prior experience in these fields is advantageous but not mandatory. High proficiency in English (C1) is required; knowledge of German is helpful but not essential.

    Want to learn more?Find more info on our website at https://www.kw.lmu.de/dch/en/study/master-digital-cultural-heritage/

  • Studiengang für Konservierung und Restaurierung/ Grabungstechnik in Berlin bleibt erhalten

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    liebe Mitglieder,

    wir freuen uns Ihnen positive Nachrichten aus Berlin zu übersenden. Der Studiengang KRG bleibt!

    Nachdem dem Studiengang für Konservierung und Restaurierung/ Grabungstechnik an der HTW Berlin die Schließung drohte, hat der  Akademische Senat der HTW Berlin am 13. April den Antrag zur Schließung abgelehnt.

    Zum Wintersemester 2026/27 sind also weiterhin Bewerbungen möglich.

    Zur offizielle Pressemitteilung der HTW Berlin:
    https://www.htw-berlin.de/index.php?id=16238

    Es freut uns sehr, dass der Protest und der mediale Aufschrei sowie die Protestschreiben – an denen sich auch der dArV beteiligt hatte – erfolgreich waren und Wirkung gezeigt haben.

    Mit besten Grüßen

    i. A. 

    Franziska Lehmann

    ______


    darv-geschaeftsstelle@darv.de

    Deutscher Archäologen-Verband e. V. (dArV e.V.)

    Geschäftsstelle

    Franziska Lehmann

  • Aus der Antike lernen für die Demokratie von heute und morgen – exempla et errores

    Deutscher Altphilologenverband – Pressemitteilung vom 11. April 2026
    Christian Löhr (Pressesprecher) – cloehr@NAVonline.de


    Antike exempla et errores für uns heute – das Demokratie-Thema prägte
    den Bundeskongress des Deutschen Altphilologenverbandes in Frankfurt


    Rund 500 Lehrkräfte der Fächer Latein und Griechisch aus allen Bundesländern haben beim DAV-
    Bundeskongress zur Frage der Bedeutung von Latein- und Griechisch-Unterricht für die politische
    Bildung gearbeitet. Vom 7. bis 11. April 2026 ging es an der Frankfurter Goethe-Universität um den
    Leitgedanken „Aus der Antike lernen für die Demokratie von heute und morgen – exempla et
    errores“.


    Die Hessische Landesregierung will gemäß Koalitionsvertrag „Schulen besonders fördern, die sich
    der europäischen Mehrsprachigkeit – einschließlich der alten europäischen Kultursprachen Latein
    und Griechisch – widmen“. Darauf wies Katja Sommer als DAV-Bundesvorsitzende hin und
    verwies auch auf das Konzept zur Begabtenförderung in Mecklenburg-Vorpommern, wo das Fach
    Altgriechisch an Schwerpunktschulen besonders gefördert wird. Mit dem Humanismuspreis des
    DAV wurde die „berühmteste Althistorikerin der Welt“ (so die FAZ 2025), die britische
    Altertumswissenschaftlerin und Publizistin Mary Beard, geehrt. Mit drei Ad-Astra-Preisen des
    DAV wurden junge Lehrkräfte prämiert für besondere Unterrichtskonzepte der Einbeziehung von
    griechischer Musik, von modernen Graffiti und von KI. Die öffentliche Podiumsdiskussion zum
    Kongress-Thema zeigte, dass wir die antiken Denkkonzepte und Erfahrungen modellhaft zum
    Vergleich nutzen können, um in gegenwärtigen Krisen gute Entscheidungen treffen zu können.


    Die Antike als Reflexionsraum für politische und gesellschaftliche Fragen unserer Gegenwart war
    Thema in rund 75 Fachvorträgen und Arbeitskreisen des Kongresses. Der griechische Historiker
    Herodot beschreibt, wie Griechen und Perser u.a. bei der Schlacht von Marathon zu überlegten
    Entscheidungen kamen. Der Dichter Homer erzählt in seinem Epos über den Trojanischen Krieg
    von Zorn und humanem Mitgefühl, wenn er den Griechen Achilleus charakterisiert, und warnt mit
    sezierenden Schlachtbeschreibungen vor Krieg und dessen traumatisierenden Folgen. Neuere
    Forschungen in Archäologie und Alte Geschichte zeigen etwa am Beispiel der vielfachen Facetten
    weiblicher Partizipation in der Antike, wie sehr weit verbreitete heutige Vorstellungen revidiert
    werden müssen. Bei der Darstellung der römischen Kaiser in den Biographien des römischen
    Autors Sueton sehen wir, wie politisch auch scheinbar nur Privates gedeutet wird.


    Die epochalen Auswirkungen von generativen Schreibprogrammen, also „künstlicher Intelligenz“,
    auf unsere Gesellschaft prägten viele Diskussionen des DAV-Kongresses. Wird durch die KI der
    Status des Menschen als Mensch in Frage gestellt? Wie kann das Dilemma von
    Arbeitserleichterung versus Deskilling gelöst werden? Werden wir uns künstlichen Algorithmen
    ergeben oder unsere besonderen Merkmale als Menschen, selbstständiges Denken und Empathie,
    bewahren? Befinden wir uns in einer Krise des Humanen? Der Leitgedanke des Humanismus
    reagierte mit Erasmus von Rotterdam, Wilhelm von Humboldt und dem sogenannten dritten
    Humanismus während der Weimarer Republik (Werner Jaeger) auf gesellschaftliche Krisen.
    Mittels des Logos, dem griechischen Begriff für menschliche Vernunft und Sprache, ging es den
    Humanisten immer darum, das Denken als besondere Fähigkeit des Menschen möglichst
    umfassend auszubilden. Somit ergibt sich gemäß dem Satz des Schulpädagogen Klaus Zierer das
    Paradoxon: „Die Stärke der digitalen Welt steht auf den Schultern der analogen Welt.“


    Latein und Griechisch profitieren in Wissenschaft und Unterricht, so in der Papyrologie, erheblich
    von KI. Den Gefahren von KI kann der in erster Linie analoge altsprachliche Unterricht
    wirkungsvoll begegnen. Somit dürften diese Schulfächer, die für Sprachbildung und selbstständig
    kritisches Denken stehen, in Zukunft für unsere Demokratie weiter an Wichtigkeit gewinnen.
    Deutscher Altphilologenverband www.altphilologenverband.de

    P.S.: 
    Link für die ausführliche Begleitbroschüre mit dem Kongressprogramm: www.altphilologenverband.de (bitte scrollen bis => „Bundeskongress 2026“ => „Das Programm finden Sie hier“).

  • Erasmus+ traineeships 2026/27 – University of Bologna

    The University of Bologna has opened the “Erasmus + Student Mobility for traineeships 2026/27” call for its students looking for internships in European countries. Students will receive a grant so there are no costs for hosting companies and organizations (see details).
    Mobilitas is the University of Bologna dedicated free service to facilitate the matching between European companies and students for training and working experiences.
    If your company/organization is interested in hosting trainees please fill the FORM and submit it as soon as possible. Your vacancy will be sent to students eventually matching the profile.
    Traineeships can be financed from 2 to 6 months and can start between 1st of September 2026 and 31th of July 2027. Students are free to apply among the vacancies proposed and then apply to University’s call within the deadline (12th of May 2026).
    For any further information, please email to mobilitas@uniser.net.
    Looking forward to hearing from you.
    Best regards,
    Mobilitas staff www.mobilitasonline.net
  • Bericht zur 2. Tagung des Frauen*netzwerks in der Klassischen Philologie „καὶ κράτος νέμοι γυναιξίν (Aisch. Suppl. 1068f.)“

    25.- 27.02.2026

    von Hannah Brandenburg, Marieke Fleck, Sophia Häberle, Samantha Philips

    Die Konferenz, organisiert von Hannah Brandenburg (Potsdam), Marieke Fleck (Berlin, HU), Sophia Häberle (Berlin, HU) und Samantha Philips (Kiel), brachte über 50 Wissenschaftler*innen aller Karrierestufen aus dem deutschsprachigen Raum und darüber hinaus vom 25. bis 27. März 2026 an der Universität Potsdam zusammen. Das Programm von Vorträgen und Pitches, in denen die Referentinnen* Forschungsprojekte aus der ganzen Bandbreite der Klassischen Philologie vorstellten, wurde ergänzt durch Workshops, eine Podiumsdiskussion, einen Empfang und eine Führung durch den Schlosspark Sanssouci.

    Wie schon auf der Vorgängertagung in Marburg 2025, mit der Henrike Arnold (Marburg), Laura Bottenberg (Tübingen), Mareike Ehlert (Osnabrück, jetzt Berlin, HU), Paula Neumann (Marburg), Saskia Schomber (München, LMU) und Lisa-Marei Stalp (Gießen) den Grundstein für das Netzwerk gelegt hatten, standen neben dem fachlichen Input der Austausch von Erfahrungen, die Diskussion spezifischer Herausforderungen für Frauen* in wissenschaftlichen Karrieren und das gegenseitige Kennenlernen im Fokus. Dies entspricht dem Ziel des Netzwerks, für klassische Philologinnen* aller Karrierestufen zugleich eine Plattform zur Vernetzung und einen konstruktiven Rahmen für wissenschaftlichen Austausch zu bieten. Auch 2027 wird es eine Tagung des Frauen*netzwerks geben, Gastgeberin wird die Ludwig-Maximilians-Universität München sein.

    Eröffnet wurde die Potsdamer Tagung von Katharina Wesselmann (Potsdam) und Nicola Hömke (Rostock) als Vertreterin für die Mommsen-Gesellschaft. Beide zeigten sich erfreut über die Nachhaltigkeit der Initiative und die breite Beteiligung, wiesen aber auch auf die bestehenden geschlechtsspezifischen Benachteiligungen und Herausforderungen an Frauen* in der Wissenschaft und speziell in der Klassischen Philologie hin, die eine Fortsetzung der Vernetzung, des Austauschs und der aktiven Förderung von Frauen* nötig machten.

    Im Anschluss stellten die Referentinnen* des ersten Panels, das besonders Themen mit Gender-Bezug gewidmet war, ihre Forschung vor: Judith Adam (Jena): Das seelische Gender: Proklos’ Timaeus-Interpretation, Giulia Colli (Heidelberg): Der Begriff der Angemessenheit zwischen Ethik und Ästhetik in Aristarchs Homerkritik, Elisabeth Scharkin (Tübingen): Kassandra zwischen Tragödie und Epik: Prophetie und Ohnmacht in römischer Literatur; und Elisa Immler (Konstanz), ‚Medea fiam‘. Die Genese der Katastrophe in Senecas ‚Medea‘ unter Berücksichtigung der ‚De ira‘. Am Abend begeisterte Regina Höschele (München, LMU) die Anwesenden durch ihre Keynote „Oh, du glückseliger Speer! Waffen, Lust und Sex in Nonnos‘ Dionysiaka“, in der sie so überzeugend wie kurzweilig darlegte, wie Nonnos in Anschluss an Ovid und andere Vorgänger den Topos verarbeitet, dass ein Liebender den Wunsch ausspricht ein Gegenstand in Händen der Person seines Begehrens zu sein.

    Im Anschluss bot ein Empfang Gelegenheit, in entspannter Stimmung Bekanntschaften aus der ersten Tagung zu erneuern und neue Kontakte zu knüpfen.

    Am Donnerstag wurde das abwechslungsreiche Programm fortgesetzt, zunächst mit zwei weiteren Vorträgen mit Gender-Schwerpunkt: Selina Zegowitz (Jena) sprach zu Multiple Imitation in Claudians De raptu Proserpinae: Zur Figurendarstellung Proserpinas und Julia Heideklang (Tübingen) präsentierte Weibliche Akteure und die Übersetzung frühneuzeitlicher Literatur ins Lateinische am Beispiel von Fulvia Olympia Moratas Boccaccio-Teilübersetzungen.

    Anschließend teilte sich das Plenum auf, um einen der beiden Workshops zu besuchen: Lena Eckert vom Netzwerk Mutterschaft & Wissenschaft führte ins Thema „Kinder, Gender Care Gap und Wissenschaft“ ein. Im Rahmen eines Roundtables gaben Laura Carrara (Pisa/Greifswald, Alfred Krupp-Wissenschaftskolleg), Lisa Cordes (Berlin, HU) und Katharina Wesselmann (Potsdam) ihr Wissen und ihre Erfahrungen zum wissenschaftlichen Publizieren in allen Formen, nationalen Fachkulturen und Karrierestufen weiter.

    Somit bot die Netzwerktagung auch wieder ein Forum für die Diskussion struktureller Herausforderungen für Frauen* in den Altertumswissenschaften.

    Nach der Mittagspause lauschten wir wiederum in zwei Gruppen aufgeteilt der ersten Runde von Projekt-Pitches, einem Format, das sich bereits auf der ersten Tagung bewährt hatte. Dabei stellten Referentinnen* ihre Projekte in frühen Entwicklungsphasen kurz vor, um in offener Diskussion Rückmeldungen und Ideen zu erhalten. Es präsentierten: Susanna Fischer (München, LMU): Digital Itineraries: spatio-temporale Annotation in Vergils Aeneis, Christina Schulz (Heidelberg): Skalierung und ästhetische Reflexion bei Apollonios Rhodios, Alena Maaß (Kiel): Entwicklung und Vermittlung antiken astronomischen Wissens: Das Werk des Aristarch von Samos und seine Scholien, Cynthia Bruhn (Zürich, UZH): Anonymität und religiöses Wissen, Nora Steigerwald (Tübingen): Bedrohung erzählen in den Res Gestae des Ammianus Marcellinus und Anna Demeter (Berlin, HU): Strafe vs. Rache? Furia und Atreus in Senecas Thyestes. Es folgte ein weiteres Panel mit Vorträgen: Estella Kessler (Harvard, CHS), Die Kallimacheische Krähe und ihre Verwechslung mit dem Raben, Ilaria Pinzo (Heidelberg): Stein werden. Eine Neulektüre der ovidischen Lithomorphosen durch die Schriften Italo Calvinos und Giulia Dovico (Leiden/Groningen): Sprachliche Bilder in der antiken Literaturkritik.

    Nach diesem abwechslungsreichen und intensiven Konferenztag machte sich die Gruppe im Abendlicht auf einen Spaziergang durch den spektakulären Schlosspark Sanssouci, wo Sara Chiarini, Alexandra Forst, Julia Genschow und Katharina Wesselmann verschiedene Highlights mit Antikenbezug wie die Statuen am Neuen Palais, den Freundschaftstempel, das Schloss Charlottenhof mitsamt dem Grabstein der Veia Acme und das Hippodrom vorstellten, bevor der Abend beim Conference Dinner ausklang.

    Der Freitag begann mit einem Workshop zur Zukunft des Netzwerks, teils in thematischen Arbeitsgruppen. Es besteht großes Interesse an der Fortführung und Verstetigung des Netzwerks. Der Aufbau einer Website, die zum Teilen von Informationen und Ressourcen zum Thema Frauen* in der Klassischen Philologie, Ansprechpartnerinnen*, Veranstaltungen und Berichten dient, wird zeitnah in Angriff genommen. Ergänzend zur bereits bestehenden Mailing-Liste werden weitere Foren zum digitalen Austausch geprüft und angelegt. Ein Team von Organisatorinnen* für die nächste Konferenz in München hat sich gebildet. Darüber hinaus werden weitere digitale Formate wie ein Zoom-Schreibcafé und thematische Veranstaltungen mit Expert*innen zu Themen der Karriereentwicklung und des Wissenschaftsbetriebs initiiert.

    Im Anschluss ging es in die zweite Runde der Project-Pitches in zwei Gruppen, bei denen Saskia Schomber (München): Ancient Erotic Narratives and Embodied Readings: Das Beispiel von Lukians Erotes, Chiara Telesca (Innsbruck): Thinking Greek Continuity before Historicism: K.B. Hase and J.-B-G. d’Ansse de Villoison, Daria Kohler (Leuven): Die lyrischen Metren im griechischen Drama: Textkritik und digitale Geisteswissenschaften, Tina Herrmann (Wien): Die Rezeption der Antike in den De orbe novo decades des Pietro Martire dʼAnghiera und Irene Di Gioia (Kiel): Tier-Mensch-Spiel als Ort für animal agency in der griechisch-römischen Antike ihre neuen Projekte zur Diskussion stellten.

    Ein letzter Vortragsblock im Plenum rundete die Tagung ab, bestritten von Alessia Borriello (Rom, Tor Vergata): Verlorene Anthologien: Antike Handschriften griechischer Epigramme in den Händen der Humanisten, Katharina Angelberger (Heidelberg): Espèces d’espace(s) – Zu einer Politik des poetischen Raums in Properz 4,6 und Jessica Tasselli (Berlin, BBAW): Göttliche Inspiration oder téchne? Platons Ion und die hellenistische Dichtung.

    Die spontanen Rückmeldungen der Teilnehmerinnen* fielen durchweg positiv aus und hoben besonders die freundliche, zugewandte Diskussionsatmosphäre, die Offenheit des Austauschs über Statusgruppen hinweg und die konstruktive Perspektive auf zukünftige Aktivitäten hervor. Dies gibt dem Netzwerk die Bestätigung, dass sowohl die nächste Tagung als auch weitere Aktivitäten eine Bereicherung für die Klassische Philologie im deutschsprachigen Raum sein werden.

    Großzügige finanzielle Unterstützung erhielt unsere Tagung von Seiten der Universität Potsdam durch die Zentrale Forschungsförderung, die Kommission für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der Philosophischen Fakultät, die Potsdam Graduate School, das Koordinationsbüro für Chancengleichheit und den Lehrstuhl für Klassische Philologie, zudem durch das Collegium Philosophicum der Universität Kiel und durch die Mommsen-Gesellschaft. Für die Unterstützung, ohne die diese Tagung nicht hätte stattfinden können, sei allen Geldgeber*innen herzlichst gedankt! Ebenso danken die Organisatorinnen* Ulrike Zieger, Julia Genschow, Hendrik Hamecher, Jacob Werblow und Tom Dera für ihre wertvolle und zupackende Unterstützung.

    —

    Kontakt zum Frauen*netzwerk in der Klassischen Philologie: frauenvernetzungkph@posteo.de

    Mailing-Liste: https://lists.lrz.de/mailman3/lists/frauen.netzwerk.kph.lists.lrz.de/ Programm und Photos der Potsdamer Tagung: https://www.uni-potsdam.de/de/klassphil/veranstaltungen/2-tagung-des-frauennetzwerks-in-der-klassischen-philologie