Mommsen-Gesellschaft e.V.
Verband der deutschsprachigen Forscherinnen und Forscher auf dem Gebiete des Griechisch-Römischen Altertums
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Ausstellungen

    • Ausstellungen
    • Mrz 15
      ZODIAC-Ausstellung "Schicksal in den Sternen. Die Anfänge des Tierkreises"

      Sonntag, 15. März 2026 10:48

       

      21.03.2026–10.01.2027
      Berlin; Neues Museum

      Flyer
      https://www.berlin.de/tickets/ausstellungen/schicksal-in-den-sternen-die-anfaenge-des-tierkreises-111f1ace-e88d-419b-bd5d-8bd16d261ac8/

    • Ausstellungen
    • Feb 16
      Prolongation de l'exposition “Nouvelles d’Anticythère”

      Montag, 16. Februar 2026 10:28

      Prolongation de l'exposition "Nouvelles d'Anticythère"

      12.02.2026

      L’exposition "Nouvelles d’Anticythère" est consacrée aux recherches menées au large d’Anticythère entre 2021 et 2025 par l’Unité d’archéologie classique de l’Université de Genève, en collaboration avec le Ministère grec de la Culture. C’est sur cette île qu’a été retrouvée en 1900 l’épave d’un important navire marchand ayant fait naufrage au premier siècle avant notre ère. Cette exposition vous propose de plonger sur le site de l’épave et de découvrir les aspects qui font de ce navire un sujet si crucial pour la recherche archéologique à l’échelle de la Méditerranée entière.

      Prolongation de l'exposition “Nouvelles d’Anticythère” à la Collection des moulages (10, rue des Vieux-Grenadiers, Genève) du 16 février au 6 mai 2026 (horaires: lundi et mercredi, 11h à 18h).

          

    • Ausstellungen
    • Feb 13
      Kostbare Miniaturen. Kunst des Steinschneidens in acht Jahrtausenden. Aus der Sammlung Werner Daum

      Freitag, 13. Februar 2026 09:18

      Eine Ausstellung im Winckelmann-Museum Stendal (1. Februar bis 19. April 2026)

      Es ist eine kleine Sensation: Das Winckelmann-Museum präsentiert in einer neuen Sonderausstellung
      erlesene Werke der Steinschneidekunst aus insgesamt 8 Jahrtausenden. Die Miniaturen –
      insbesondere hochwertige Gemmen, Kameen und Siegel – fiel der Winckelmann-Gesellschaft im
      letzten Jahr quasi über Nacht von dem Sammler Dr. Werner Daum als Erbschaft zu. Der Berliner
      Diplomat, Jurist und ausgewiesene Kunstkenner verstarb plötzlich während eines Aufenthaltes in
      Albanien im Juli 2025. Sein gesamtes Vermögen konsequent für die Sammlung umsetzend, hatte
      Daum im Lauf seines Lebens ca. 1600 Kunstgegenstände, zu denen u.a. auch Porzellan, Skulpturen
      und Gemälde zählen, zusammengetragen.
      Werner Daums Sammlungsfokus lag aber klar auf der Kunst des Steinschneidens. Es ging ihm hier
      weniger um Einzelepochen, spezielles Gestein oder ausgewählte Bildthemen – sein Anspruch war
      eine allumfassende Gesamtschau durch die Kulturen und Zeiten. Insgesamt 8 Jahrtausende umfasst
      sein Nachlass, von den ältesten Siegeln aus dem 6. bis 4. Jahrtausend v. Chr., die zur Kennzeichnung
      von Besitz, Verträgen und Vollmachten verwendet wurden, bis hin zu Kunstwerken der Moderne,
      etwa eine Kamee des französischen Kubisten und Picasso-Vertrauten Georges Braque. Das macht die
      Privatsammlung – und nunmehr ebenso die Ausstellung im Winckelmann-Museum – einzigartig.
      Demgemäß führt die Ausstellung durch die Kulturen: Sie präsentiert Siegel und Petschaften von ihrem
      Beginn bis in die Jetztzeit, mesopotamische Rollsiegel mit Keilschrift und Miniaturbildern, dann
      Gemmen von der griechischen Frühzeit der Minoer (1500 v. Chr) bis in die nachantiken Epochen von
      Renaissance bis Klassizismus. Diese meist Edel- oder Halbedelsteine mit feinsten in die Tiefe
      geschnittenen Minaturbildern dienten den Griechen und Römern als Siegel, magisches Amulett oder
      Schmuckstein für Ringe, Ohr- und Kettenschmuck. In der Ausstellung können sich die Besucher von
      dem reichen Motivschatz der Gemmen mit Darstellung u.a. von Göttern, Herrschern, Helden, Mythen
      oder Tieren überzeugen. Wie die Antike brachte auch die Neuzeit bekannte Steinschneider hervor, so
      Giovanni Carandrelli oder Giovanni Pichler, denen später nicht selten der Vorwurf des Fälschens
      nachgesagt wurde. Die Ausstellung zeigt mehrere Exemplare der Künstler, z. B. einen von Pichler
      signierten Karneol mit Darstellung der berühmten Statue der Hercules Farnese.
      In der Ausstellung ist außerdem eine große Sammlung herausragender Kameen, insbesondere des 17.
      bis 20. Jahrhunderts, vertreten. Erhaben gefertigt aus Schichtsteinen, Muscheln oder Perlen
      faszinieren die Kameen ebenso wie die Gemmen durch ihren reichen bildlichen Kosmos, vor allem
      aus der antiken Mythologie. Beliebt waren zudem Profilporträts, etwa jene des französischen
      Königspaares Louis XVI. und Marie Antoinette. Ein biblisches Motiv – die Geburt Christi – schnitt der
      italienische Miniaturist Alessandro Masnago in Achat.
      Die Besucherinnen und Besucher entdecken Überraschendes und qualitativ Hochwertiges, so die
      Siegel des französischen Juweliers Jean-Valentin Morel mit den Chiffren des preußischen Königs
      Friedrich Wilhelm III. und seiner Gattin Luise.
      Die bis dato noch gar nicht oder nur in Ausnahmefällen der Öffentlichkeit präsentierten Exponate sind
      noch bis 19. April in Stendal zu sehen.    

      Thematische Führungen:
      15.02., 15.00 Uhr – Siegel – Gestalt und Gebrauch von der
      Antike bis zur Neuzeit (Dr. Stephanie-Gerrit Bruer)
      04.03., 15.30 Uhr – Edle Steine – feine Reliefs: Kameen,
      Kleinkunst, Wedgwood-Keramik (Dr. Kathrin Schade)
      12.04., 15.00 Uhr – Buchhaltung, Verträge und Betrug –
      Dokumente in Keilschrift (Dr. Stephanie-Gerrit Bruer)
      Vorträge und Lesungen:
      11.03., 15.30 Uhr – Dr. Georg Neumann: Von magischen
      Steinen, geheimnisvollen Bildern und gesiegeltem Recht
      15.03., 15.00 Uhr – Dr. Eva Hofstetter / Jutta Kunze:
      Wiederentdeckte jemenitische Märchen, gesammelt,
      übersetzt und aufgeschrieben von Werner Daum
      25.03., 15.00 Uhr – Dr. Axel Rügler: Die Gemmen des
      Baron von Stosch: Winckelmanns Erkenntnis-Quell
      für Kulturepochen und Ikonographie
      08.04., 17.30 Uhr – Prof. Dr. Max Kunze: Fälscher oder
      Künstler? Steinschneider der Winckelmann-Zeit
      15.04., 17.30 Uhr – Dr. Eva Hofstetter: Königin von Saba –
      eine historische Person?
      19.04., 15.00 Uhr – Kunstnachlässe: Last oder Gewinn
      Gesprächsrunde zur Finissage

      https://www.winckelmann-gesellschaft.com/

      https://www.winckelmann-gesellschaft.com/kostbare-miniaturen-kunst-des-steinschneidens-in-acht-jahrtausenden/

    • Ausstellungen
    • Jan 06
      Frankfurts römisches Erbe - Archäologie einer lebendigen Vergangenheit

      Dienstag, 06. Januar 2026 10:13

       

      25. November 2025 - 26. April 2026
      Archäologisches Museum Frankfurt

      Unter den Straßen und Häusern Frankfurts liegt vielerorts eine zweite, viel ältere Stadt verborgen: das römische Frankfurt. Die Ausstellung „Frankfurts römisches Erbe“ lädt dazu ein, diese Vergangenheit Schicht für Schicht zu entdecken – von den ersten römischen Stützpunkten am Main, über das städtische Zentrum Nida mit den über das heutige Stadtgebiet verteilten Landgütern in seinem Umland bis zu den Ursprüngen des mittelalterlichen Frankfurt.

      Archäologische Funde aus Frankfurt – viele davon zum ersten Mal zu sehen –, veranschaulichende Rekonstruktionen und Karten zeigen, wie Menschen aus dem gesamten Römischen Reich und Einheimische am Main zusammenlebten, handelten und ihrem Glauben nachgingen. Sie erzählen von Militär und Macht, Handwerk und Handel, Göttern und Gemeinschaften – und davon, wie das römische Erbe in der Stadt bis heute fortlebt.

      Die Ausstellung macht sichtbar, dass die römische Vergangenheit kein fernes Kapitel ist, sondern ein lebendiger Teil Frankfurts und der Metropolregion: ein Fundament, auf dem die Stadt des Mittelalters gründet.


      https://www.museumsufer.de/de/ausstellungen-und-veranstaltungen/ausstellungen/frankfurts-roemisches-erbe-archaeologie-einer-lebendigen-vergangenheit/    

    • Ausstellungen
    • Jan 06
      Grundstein Antike - Berlins erstes Museum

      Dienstag, 06. Januar 2026 10:05

      Am 9. Juli 1825 wurde der Grundstein für das von Karl Friedrich Schinkel entworfene Museum im Berliner Lustgarten gelegt. Nur fünf Jahre später, am 3. August 1830, wurde das erste öffentliche Museum Berlins und Preußens einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Rasch entwickelte sich das Alte Museum zu einem Publikumsmagneten und einer bis heute bedeutenden Institution der archäologischen Grundlagenforschung.

      In der Sonderausstellung werden nicht nur die baulichen Herausforderungen und innovativen Lösungen Schinkels beleuchtet, sondern auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sowie das damals ganz andere Erscheinungsbild der Ausstellungsräume, die im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört wurden. Ein großformatiges Modell im Zentrum der Ausstellung vermittelt einen Eindruck von Schinkels ursprünglichem Bau, von dem zudem nur wenige bildliche Darstellungen aus der Gründungszeit des Museums sowie historische Fotografien aus dem späteren 19. Jh. eine Vorstellung geben.

      Schinkels Geniestreich

      Das Alte Museum markiert tatsächlich einen Wendepunkt in der Architekturgeschichte öffentlicher Bauwerke für die Kunst: Zum ersten Mal überhaupt wurde ein Gebäude eigens als reines Kunstmuseum konzipiert. Karl Friedrich Schinkel schuf einen Bautypus, der die Gestaltung von Museen über Jahrzehnte hinweg prägen sollte. Der Architekt Schinkel stand bei der Errichtung des Museums vor großen technischen und finanziellen Herausforderungen – der preußische König Friedrich Wilhelm III. forderte äußerste Sparsamkeit, sodass innovative und gleichzeitig kostengünstige Lösungen entwickeln mussten.

      Antike Kunst – und Alte Meister!

      Während im Sockelgeschoss antike Kleinkunst – insbesondere Vasen, Bronzen, Terrakotten sowie Gemmen, Kameen und Münzen – gezeigt wurden, war das Hauptgeschoss mit der Rotunde antiken (vor allem römischen) Skulpturen und das Obergeschoss der königlichen Gemäldegalerie gewidmet. Letztere kann aus inhaltlichen und konservatorischen Gründen in unserer Ausstellung nur eine Nebenrolle spielen, soll aber in einer für 2030 geplanten großen Jubiläumsausstellung in der James-Simon-Galerie prominent berücksichtigt werden. 

      Kunstgenuss und Wissenshunger des Bürgertums

      Die Eröffnung des Museums fiel in eine Zeit des aufstrebenden Bürgertums und der Propagierung neuer Bildungsideale. Die Öffentlichkeit verlangte nach frei zugänglichen Möglichkeiten der Kunstbetrachtung, und Friedrich Wilhelm III. förderte diesen Gedanken zur Bildung seiner Untertanen. Rasch wurde das Museum weit über Preußen hinaus zu einem beliebten Reiseziel der bildungsbürgerlichen Gesellschaft. Doch wie öffentlich zugänglich war es tatsächlich? Welche Besuchergruppen strömten in das Museum, und welche Kunstwerke faszinierten sie besonders?

      10.07.2025 bis 03.05.2026
      Altes Museum




      https://www.smb.museum/ausstellungen/detail/grundstein-antike/

    • Ausstellungen
    • Okt 31
      KOLOSSAL DIGITAL! DER FARNESISCHE STIER IN LEIPZIG

      Freitag, 31. Oktober 2025 09:44


      7.10.2025–1.4.2026
      Antikenmuseum Universität Leipzig
      Gipsabguss-Sammlung
      Dittrichring 13 | 1.OG
      04109 Leipzig

      Eröffnung
      7. Oktober | 18.00 Uhr
      Öffnungszeiten
      Mittwoch 15.00–18.00 Uhr
      Führungen sonntags
      und auf Anfrage.
      An gesetzlichen Feiertagen
      geschlossen.

    • Ausstellungen
    • Okt 22
      ARCHITEK TOURENHistorische Modelle antiker Bauten aus dem Lindenau-Museum Altenburg

      Mittwoch, 22. Oktober 2025 15:41

      Eine Sonderausstellung
      des Lehrstuhls Klassische Archäologie
      an drei Standorten der Universität Jena

      23. Okt 2025 – 14. Feb 2026

      Institut für
      Altertumswissenschaften
      Fürstengraben 25

      Hauptgebäude der
      Universität Jena
      Fürstengraben 1

      Thüringer Universitäts-
      und Landesbibliothek
      Bibliothektsplatz 2

      Do 10 – 13 Uhr
      Fr / Sa 13 – 18 Uhr
      Mo–Sa 10 – 18 Uhr
      Mo–Sa 10 – 18 Uhr

      Institut für Altertumswissenschaften
      L e h r s t u h l K l a s s i s c h e A r c h ä o l o g i e
      Gefördert durch:
      feiertags geschlossen
      Schließzeit: 22.12.2025 – 04.01.2026    

      Etwa einstündige Führungen finden immer samstags um 15 Uhr statt.
      Treffpunkt ist am jeweils angegebenen Standort: Institut für
      Altertumswissenschaften (IAW), Hauptgebäude der Universität (UHG),
      Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek (ThULB).

      25.10.2025 | ThULB
      Wer war Lysikrates?
      Prof. Dr. Eva Winter
      01.11.2025 | IAW
      Zwischen Dokumentation und künstlerischer Freiheit.
      Die Genauigkeit der Modelle
      Wilhelm Naumann, M.A.
      08.11.2025 | UHG
      Architektur im Spiegel der Politik. Die Akropolis von Athen
      Dr. Anne Gürlach
      15.11.2025 | IAW
      Internationale Architektur?
      Griechische und ägyptische Einflüsse in Rom
      Lilli Keiner
      22.11.2025 | UHG
      Parthenon, Erechtheion und Athena-Nike-Tempel.
      Drei Tempel auf der Athener Akropolis.
      Moritz Steiger, B.A.
      29.11.2025 | IAW
      Hustentempel – Minerva Medica – Phokassäule.
      Drei Beispiele spätantiker Bauten in Rom
      Dr. Dennis Graen
      06.12.2025 | IAW
      Das Kolosseum. Unterhaltungsbau in Rom
      Moritz Steiger, B.A.
      13.12.2025 | UHG
      Lindenaus Zeichenschule in Altenburg
      Anna-Lena Holstein, B.A.
      20.12.2025 | IAW
      Zwischen Menschen und Göttern. Heilige Räume der Antike
      Klara Kley
      10.01.2026 | ThULB
      Das Lysikrates-Monument in Athen
      PD. Dr. Charalampos Tsochos
      17.01.2026 | IAW
      Macht in Marmor. Wie Kaiser sich in Architektur verewigen
      Klara Kley
      24.01.2026 | IAW
      Große Bauten ganz klein.
      Architektur-Modelle griechischer und römischer Tempel
      Lukas Donath
      28.01.2026 | ThULB | 18 Uhr
      Vorstellung des Bestandskatalogs zur Ausstellung
      31.01.2026 | IAW
      Griechische Tempel in Italien
      Lilli Keiner
      07.02.2026 | IAW
      Kork – Terrakotta – Bronze. Die Hersteller der Modelle
      Prof. Dr. Eva Winter
      14.02.2026 | IAW
      Die ewige Stadt. Römische Bauten im Modell
      Lukas Donath

      Führungen auf Anfrage:
      Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
      oder über das Kontaktformular auf der Internetseite der
      Antikensammlungen

    • Ausstellungen
    • Sep 30
      Marc Aurel

      Dienstag, 30. September 2025 15:09

       

      15.06.2025 - 23.11.2025

      Rheinisches Landesmuseum Trier
      Weimarer Allee 1
      54290 Trier
      Deutschland

       

      Der Römische Kaiser und Philosoph Marc Aurel gilt als Inbegriff des guten Herrschers.
      Doch wie verlief das Leben des Mannes, dessen "Selbstbetrachtungen" später zur Weltliteratur wurden? Wer war er, was prägte ihn und wie sieht das Idealbild einer guten Herrschaft aus? Nach den Ausstellungserfolgen zu Konstantin dem Großen (2007), Nero (2016) und dem Untergang des Römischen Reiches (2022) lädt die UNESCO-Stadt Trier 2025 erneut zur nächsten Landesausstellung ein: Die große Schau nimmt den römischen Kaiser Marc Aurel (121-180 n. Chr.) in den Blick.

      Homepage mit weiteren Informationen
      • marc-aurel-trier.de
          

    • Ausstellungen
    • Nov 21
      Uni Göttingen: Ausstellung "Antike im Blick"

      Donnerstag, 21. November 2024 09:37
      Uni Göttingen: Ausstellung "Antike im Blick"

      260 JAHRE ARCHÄOLOGISCHE SAMMLUNGEN AN DER UNIVERSITÄT GÖTTINGEN

      Die Ausstellung endete offiziell am 7.7.2024, kann aber in leicht veränderter Form weiter besichtigt werden.


      Die Universität Göttingen verfügt über außergewöhnlich traditionsreiche und vielfältige archäologische Sammlungen. Wesentlich früher als an allen anderen Hochschulen wurde an der Georgia Augusta Archäologie gelehrt und mit dem Ankauf von plastischen Nachbildungen antiker Kunstwerke begonnen. Zu verdanken ist dies Christian Gottlob Heyne (1729-1812), der 1763 nach Göttingen kam und noch im gleichen Jahr das erste archäologische Studienobjekt erwarb. 1765 legte er den Grundstock für die Sammlung der Gipsabgüsse antiker Skulpturen, heute eine der größten Einrichtungen ihrer Art weltweit. 1767 hielt Heyne die erste Archäologie-Vorlesung, die an einer Universität angeboten wurde. 1773 begründete er das Münzkabinett der Universität.

      Karl Otfried Müller (1797-1840) schuf 1823 einen eigenen Antikensaal in der Paulinerkirche, in dem er alle archäologischen Lehrmittel zusammenfasste. Hier fand auch seine Vorlesung statt, aus der 1830 das epochemachende „Handbuch der Archäologie der Kunst“ hervorging. Auf einer Reise nach Italien und Griechenland erwarb Müller erstmals gezielt originale Antiken für die Universität. Seine Nachfolger bauten auf dieser Grundlage eine ansehnliche Sammlung auf, die einen guten Überblick über die verschiedenen Gattungen des Kunsthandwerks der Griechen, Etrusker und Römer gibt, aber auch ägyptische und altorientalische Werke enthält.

       Seit 1912 sind alle drei Sammlungen – Gipsabgüsse, antike Originalwerke und das Münzkabinett – in dem eigens für sie errichteten Gebäude am Nikolausberger Weg beheimatet.


      Archäologie ist eine Ding- und Bildwissenschaft. Das Sehen und der physische Kontakt mit den Gegenständen bilden ihre unverzichtbare Grundlage. Objektsammlungen waren daher ein wichtiger Faktor auf dem Weg der archäologischen Studien zu einem eigenständigen Universitätsfach. Die Ausstellung „Antike im Blick“ beleuchtet die Pionierrolle Göttingens in diesem Prozess und die 260-jährige Geschichte des archäologischen Sammelns anhand markanter Episoden und Exponate. Konzeption und Durchführung der Ausstellung beruhen wesentlich auf den Ergebnissen einer museumspraktischen Übung und auf der aktiven Mitarbeit engagierter Studierender.

      Zu sehen sind neben ausgewählten Stücken aus der Sammlung der Gipsabgüsse vor allem Objekte aus der Archäologischen Originalsammlung und dem Münzkabinett, die bisher nicht öffentlich zugänglich waren. Dazu gehören ein frisch restaurierter ägyptischer Mumiensarg, griechische Vasen, etruskische Bronzen, Funde aus Heinrich Schliemanns Troja-Grabung sowie hervorragende Kopien des berühmten Hildesheimer Silberfunds. Erstmals wird eine computeranimierte Rekonstruktion von Karl Otfried Müllers nicht mehr existierendem Antikensaal in der Paulinerkirche gezeigt.

      Plakat_Antike_im_Blick_14112023905x640px

      AUSSTELLUNG
      Nikolausberger Weg 15 . 37073 Göttingen
      Telefon: 0551 39-27502
      E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

      ÖFFNUNGSZEITEN
      Sonntags 11 bis 16 Uhr
      Die Ausstellung endete offziell am 7.7.2024, kann aber in leicht veränderter Form weiter besichtigt werden.

      Der Ausstellungsraum ist nicht barrierefrei zugänglich


    • Ausstellungen
    • Feb 20
      Online-Ausstellung gibt Einblick in Archäologische Sammlung des DAI Athen.

      Dienstag, 20. Februar 2024 08:48

      Gleichzeitig informiert sie über die neu erarbeiteten digitalen Recherchemöglichkeiten. Anhand erster Beispiele werden künftige Forschungsperspektiven gezeigt. Nicht nur kann die Provenienz der Objekte rekontextualisiert werden, die Antiken dienen darüber hinaus als Quelle zur Topographie und Siedlungsgeschichte des antiken Griechenlands.

      https://www.dainst.org/newsroom/online-ausstellung-aufgelesen-aufbewahrt-aufgearbeitet-ist-online-verfuegbar/298  

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